Gegen Fake-Shops: Minister wollen offenbar Ausweispflicht für .de-Domain

Die zuständigen Verbraucherschutzminister fordern einem Medienbericht zufolge offenbar eine Ausweispflicht für .de-Domains. Das soll Betrugsfälle mit gefälschten Webshops eindämmen.

Artikel veröffentlicht am ,
Betrugsfälle durch Fake-Shops im Internet sollen durch eine Ausweispflicht der .de-Domain-Inhaber eingedämmt werden.
Betrugsfälle durch Fake-Shops im Internet sollen durch eine Ausweispflicht der .de-Domain-Inhaber eingedämmt werden. (Bild: DAMIEN MEYER/AFP/Getty Images)

Die zuständigen Minister der Länder wollen mit verschiedenen Maßnahmen gegen Betrugsfälle im Internet durch sogenannte Fake-Shops vorgehen. Das berichten der NDR und die Süddeutsche Zeitung nach einer gemeinsamen Recherche. Bei Fake-Shops setzen Kriminelle einen Onlinehandel auf, ohne tatsächlich Waren zu verkaufen, sondern nur, um Kunden um ihr Geld zu betrügen. Die laut dem Bericht wohl wichtigste Maßnahme gegen Fake-Shops soll eine Ausweispflicht bei der Registrierung einer .de-Domain sein.

Stellenmarkt
  1. Product Owner (m/w/d) Daten / Technik
    ADG Apotheken-Dienstleistungsgesellschaft mbH, Fürth, Mannheim
  2. powercloud Solution Architect (m/w/d) IT 128
    DREWAG - Stadtwerke Dresden GmbH, Dresden
Detailsuche

Schon jetzt ist die Registrierung einer .de-Domain nicht anonym möglich. In den Hinweisen zur Registrierung weist die zuständige Registry Denic darauf hin, dass die "Daten für den Domaininhaber (...) korrekt und vollständig sein" müssten. Überprüft wird dies offenbar bisher aber nicht oder zumindest nicht ausreichend.

Das geht auch aus dem Medienbericht hervor, in dem es heißt, dass die Shops für Betrügereien unter "falschem Namen und Anschriften registriert" würden. Damit werde den Kunden eine falsche Seriosität vorgegaukelt. Baden-Württembergs Verbraucherschutzminister Peter Hauk (CDU) sagte: "Deshalb ist das Thema der Identifizierung bei der Anmeldung einer der wichtigen Punkte." Die Beteiligten wollen darüber hinaus eine zentrale Anlaufstelle zur Bekämpfung dieser Betrügereien schaffen. Eines der derzeit noch größten Probleme für die Ermittlungsbehörden sei das schnelle Agieren der Betrüger. So seien die Shops teils nur wenige Tage online.

Die Forderungen sollen bei einer Landesministerkonferenz am heutigen Freitag (24. Mai 2019) beschlossen werden, um damit das Bundesjustizministerium zum Handeln aufzufordern. Der Verbraucherzentrale Bundesverband begrüßt die Initiative grundsätzlich. Immerhin seien laut den Verbraucherzentralen schon vier Millionen Verbraucher in Deutschland auf Fake-Shops reingefallen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


1ras 28. Mai 2019

Na dann fehlt jetzt nur noch die Killeranwendung :-) AusweisApp2 auf GitHub ist mir...

1ras 25. Mai 2019

Der Inhaber der Domain muss nichts mit dem Betrieb des Webservers zu tun haben der unter...

1ras 25. Mai 2019

Und welches Problem soll eine Ausweispflicht eines für den Inhalt nicht haftbar zu...

Akaruso 24. Mai 2019

schön zu hören, dass du auch sachlich bleiben kannst. Nun muss ich trotzdem etwas die...

quark2017 24. Mai 2019

Vielleicht sollte man mal unseren Politikern verklickern, dass der Inhaber einer Domain...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Bitcoin und Co.
Kryptowährungen stürzen ab

Bitcoin, Ether und andere Kryptowährungen haben ein schlechtes Wochenende hinter sich. Bitcoin liegt fast 20 Prozent unter dem Wert der Vorwoche.

Bitcoin und Co.: Kryptowährungen stürzen ab
Artikel
  1. Virtueller Netzbetreiber: Lycamobile ist in Deutschland insolvent
    Virtueller Netzbetreiber
    Lycamobile ist in Deutschland insolvent

    Lycamobile im Netz von Vodafone ist pleite. Der Versuch, über eine Tochter in Irland keine Umsatzsteuer in Deutschland zu zahlen, ist gescheitert.

  2. Arbeiten bei SAP: Nur die Gassi-App geht grad nicht
    Arbeiten bei SAP
    Nur die Gassi-App geht grad nicht

    SAP bietet seinen Mitarbeitern einiges. Manchen mag das zu viel sein, aber die geringe Fluktuation spricht für das Softwareunternehmen.
    Von Elke Wittich

  3. VATM: Telekommunikationsverband will Bundesnetzagentur aufspalten
    VATM
    Telekommunikationsverband will Bundesnetzagentur aufspalten

    Die beiden großen Telekommunikationsverbände VATM und Breko sind hinsichtlich einer Spaltung der Bundesnetzagentur gespalten.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Bosch Professional Werkzeug und Zubehör • Corsair Virtuoso RGB Wireless Gaming-Headset 187,03€ • Noiseblocker NB-e-Loop X B14-P ARGB 24,90€ • ViewSonic VX2718-2KPC-MHD (WQHD, 165 Hz) 229€ • Alternate (u. a. Patriot Viper VPN100 2 TB SSD 191,90€) [Werbung]
    •  /