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Gegen Drohnen: Kawasaki stellt mobile Laserwaffe vor

Die Laserkanone, die auf einem kleinen Geländefahrzeug montiert ist, schießt Drohnen aus 100 Metern Entfernung ab.
/ Werner Pluta
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Abschuss einer Drohne mit einem Laser (Symbolbild): Der Laser nimmt etwas meht Energie auf als eine Spülmaschine. (Bild: US Air Force)
Abschuss einer Drohne mit einem Laser (Symbolbild): Der Laser nimmt etwas meht Energie auf als eine Spülmaschine. Bild: US Air Force

Mit Laser gegen Drohnen: Der japanische Konzern Kawasaki Heavy Industries (KHI) hat eine Laserwaffe vorgestellt. Sie soll gegen unbemannte Fluggeräte eingesetzt werden.

Das System besteht aus einem kardanisch aufgehängten Hochenergielasersystem mit Zielverfolgung und einer Stromquelle. Montiert ist die Waffe auf einem kleinen geländegängigen Fahrzeug, dem Mule Pro-FX(öffnet im neuen Fenster) . Das ist ein knapp 3,4 Meter großes, dreisitziges Fahrzeug, das Kawasaki für 15.000 US-Dollar anbietet.

Das Infrarotzielsystem kann eine Drohne in einer Entfernung von 300 Metern erfassen und verfolgen. Damit der Laser die Drohne zerstören kann, darf sie aber nicht weiter als 100 Meter entfernt sein, wie das US-Wissenschaftsmagazin Popular Science berichtet(öffnet im neuen Fenster) .

Verschiedene Länder setzen auf Laserwaffen

Laserwaffen verbreiten sich zunehmend. In den USA ist das erste solche System Bestandteil des Arsenals. Es wurde im vergangenen Jahr auf einem Lenkwaffenzerstörer der Marine installiert .

Russland soll Laserwaffen gegen Drohnen im Krieg in der Ukraine einsetzen . Andere Länder wie etwa Großbritannien testen solche Waffensysteme.

Die meisten dieser Laserwaffen brauchen aber große Mengen an Energie. So lieferte der US-Rüstungskonzern Lockheed Martin eine Laserwaffe mit einer Leistung von 300 Kilowatt an die US-Armee aus. Der von Kawasaki entwickelte Laser kommt mit einer Leistung von 2 Kilowatt aus – das ist etwas mehr Leistung, als eine Spülmaschine aufnimmt.

KHI stellte das System kürzlich auf einer Rüstungsmesse in Japan vor. Entwickelt wurde die Waffe im Auftrag der Acquisition, Technology, and Logistics Agency (ATLA), der Forschungsagentur des japanischen Verteidigungsministeriums. Kawasaki arbeitet schon seit Anfang des Jahrtausends für die ATLA an Laserwaffen.


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