• IT-Karriere:
  • Services:

AfD gegen "Überwachungs-App"

Der Bundestagsabgeordnete Felser sagte dem Magazin Business Insider zur Begründung: "Ich bin sehr skeptisch, ob die Corona-Warn-App bezüglich der Daten so sicher ist, wie behauptet wird." Mit der App wolle er "ein wenig Transparenz in das zweifelhafte Vorhaben der Bundesregierung bringen". Seiner Ansicht nach lehnen viele Menschen "eine Überwachungs-App ab und wollen wissen, wann und wo sie damit in Berührung kommen".

Stellenmarkt
  1. EUROBAUSTOFF Handelsgesellschaft mbH & Co. KG, Bad Nauheim
  2. VPV Versicherungen, Stuttgart

Das ist, mit Verlaub gesagt, völliger Humbug. Was bringt es, die Apps anderer Nutzer zu detektieren, wenn man selbst die Corona-App gar nicht installiert hat? Haben die Menschen etwa Angst, von der Corona-App überwacht zu werden, wenn sie diese gar nicht nutzen?

Die Äußerungen zeigen: Obwohl die Bundesregierung mit dem dezentralen Ansatz ein datenschutzfreundliches Konzept gewählt hat und auf das Prinzip Freiwilligkeit setzt, sieht die AfD in der Corona-App immer noch ein Überwachungsinstrument. Das zeigen auch Nachfragen von Felsers Fraktionskollegen Stephan Brandner an Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) im Bundestag.

Entsprechend lauten die Bewertungen der Späher-App im Playstore: "Bisher die einzige sichere Methode um zu wissen wer heimlich Regime Spitzel ist und nicht mehr als Freund betrachtet werden kann." Oder: "Nach anfänglicher Skepsis: das Ding ist gut! Interessant, was da so im Biergarten abgeht. Die glauben, keiner weiss was von der installierten Staatsschnüffelapp." Wer sich AfD-Wähler vom Leib halten will, sollte daher am besten die Corona-App installieren.

"Hilft nicht gegen Corona"

Andere Nutzer weisen hingegen darauf hin, dass die App mehr Berechtigungen erfordere als die Corona-App der Regierung. Das ist kein Zufall, denn Google und Apple haben den Corona-Apps ausdrücklich den Zugriff auf die Standortdaten untersagt und dies in die API verlagert. Ein Bluetooth-LE-Mapper braucht bei Android aber zwangsläufig den Zugriff auf die Standortdaten, damit er diese Technik überhaupt nutzen kann. Das heißt: Felser könnte mit der Späher-App die Standorte der Nutzer verfolgen, so dass die App ihrem Namen sogar gerecht würde. Auf Basis dieser Daten ließe sich eine Karte erstellen, die die Verteilung von Paranoikern in Deutschland anzeigt.

Felser hat nach eigenen Angaben die App aus Mitteln seines Unternehmens entwickeln lassen, was ihn einen fünfstelligen Betrag gekostet und mehrere Wochen gedauert habe. Der AfD-Politiker kündigte an, mögliche Erlöse aus der App für "politische Projekte" zu spenden. Vielleicht an die Amadeo-Antonio-Stiftung? Dazu müsste es allerdings deutlich mehr als die bislang 100 Downloads geben. Zudem gaben viele Nutzer die App wieder zurück und ließen sich das Geld erstatten: "Hilft nicht gegen Corona", schrieb ein Nutzer. Womit er sicherlich recht haben dürfte.

IMHO ist der Kommentar von Golem.de. IMHO = In My Humble Opinion (Meiner bescheidenen Meinung nach).

Auch zu diesem Thema:

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 Anti Corona-Warn-App: Die peinliche "Späher-App" der AfD
  1.  
  2. 1
  3. 2


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (aktuell u. a. Brothers - A Tale of Two Sons für 2,75€, Imperator: Rome für 9,50€, Little...
  2. 8,49€
  3. 34,99€
  4. 17,99

Trollversteher 14. Jul 2020

Au Backe - hier pro AFD auftreten und dann ausgerechnet von "Paedophilen Mist...

Tuxgamer12 14. Jul 2020

Ich meine, was soll die AfD bitte deiner Meinung nach noch machen, dass du das als...

theFiend 13. Jul 2020

Skeptisch ist man vorallem, weil die alle die gleiche passiv-agressive...

CHU 12. Jul 2020

... nun hast du wieder ein viel zu einfaches Weltbild zerstört. Alter Zerstörer du! ;-)

divStar 12. Jul 2020

Ich lese viel bei Medium und kann dir da leider nur vollends zustimmen.


Folgen Sie uns
       


Programm für IT-Jobeinstieg: Hoffen auf den Klebeeffekt
Programm für IT-Jobeinstieg
Hoffen auf den Klebeeffekt

Aktuell ist der Jobeinstieg für junge Ingenieure und Informatiker schwer. Um ihnen zu helfen, hat das Land Baden-Württemberg eine interessante Idee: Es macht sich selbst zur Zeitarbeitsfirma.
Ein Bericht von Peter Ilg

  1. Arbeitszeit Das Sechs-Stunden-Experiment bei Sipgate
  2. Neuorientierung im IT-Job Endlich mal machen!
  3. IT-Unternehmen Die richtige Software für ein Projekt finden

Weclapp-CTO Ertan Özdil: Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!
Weclapp-CTO Ertan Özdil
"Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!"

Der CTO von Weclapp träumt von smarter Software, die menschliches Eingreifen in der nächsten ERP-Generation reduziert. Deutschen Perfektionismus hält Ertan Özdil aber für gefährlich.
Ein Interview von Maja Hoock


    Fiat 500 als E-Auto im Test: Kleinstwagen mit großem Potenzial
    Fiat 500 als E-Auto im Test
    Kleinstwagen mit großem Potenzial

    Fiat hat einen neuen 500er entwickelt. Der Kleine fährt elektrisch - und zwar richtig gut.
    Ein Test von Peter Ilg

    1. Vierradlenkung Elektrischer GMC Hummer SUV fährt im Krabbengang seitwärts
    2. MG Cyberster MG B Roadster mit Lasergürtel und Union Jack
    3. Elektroauto E-Auto-Prämie übersteigt in 2021 schon Vorjahressumme

      •  /