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"Gegen den gesunden Menschenverstand": Pubs und Theater verbieten Metas Datenbrillen

Um heimliche Aufnahmen von Gästen und Personal zu verhindern, verbieten immer mehr Einrichtungen in Großbritannien Datenbrillen.
/ Mike Faust
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Eine blinkende LED-Leuchte an Metas Datenbrillen soll signalisieren, das eine Aufnahmen angefertigt wird. (Bild: JOSH EDELSON/AFP via Getty Images)
Eine blinkende LED-Leuchte an Metas Datenbrillen soll signalisieren, das eine Aufnahmen angefertigt wird. Bild: JOSH EDELSON/AFP via Getty Images

In Großbritannien wächst der Widerstand gegen Datenbrillen von Meta. Wie The Guardian berichtet(öffnet im neuen Fenster), haben bereits zahlreiche Einrichtungen die Nutzung derartiger Brillen untersagt, um die Privatsphäre ihrer Besucher zu schützen.

Demnach haben zahlreiche Restaurantbesitzer, Betreiber privater Clubs und Theaterketten Verbote ausgesprochen, um heimliche Videoaufnahmen von Gästen und Personal zu verhindern. Der Londoner Gastronom Jeremy King sagte der Zeitung, er würde niemals wissentlich einen Eingriff in die Privatsphäre seiner Gäste dulden.

Tim Martin, Geschäftsführer der Pub-Kette Wetherspoons untersagt Gästen ebenfalls das Filmen mit Metas Datenbrillen in seinen Lokalen. Der allgemeine Grundsatz in seinem und den meisten anderen Pubs sei, dass Gäste und Mitarbeiter nicht ohne deren Zustimmung gefilmt werden dürften, so Martin. "Die Meta-Brillen scheinen gegen diesen Grundsatz und gegen den gesunden Menschenverstand zu verstoßen, da sie heimliche Überwachung ermöglichen", sagte er.

Instagram geht gegen heimliche Filmaufnahmen vor

Der Zeitung zufolge verkaufte Meta bereits mehr als sieben Millionen Datenbrillen. Diese sind mit kleinen Kameras ausgestattet, die Film- und Fotoaufnahmen von der Umgebung ermöglichen. Gegen Bedenken, dass Menschen mit diesen Brillen ohne ihre Zustimmung gefilmt und die Aufnahmen anschließend in sozialen Netzwerken veröffentlicht werden, verweist Meta auf eine blinkende LED-Leuchte an der Brille, die während einer Aufnahme aktiv ist. Wird diese abgedeckt oder beschädigt, sollen sich die Kameras abschalten.

Dennoch berichten immer wieder Betroffene, dass sie heimlich gefilmt worden seien. Eine Frau beschrieb dem Fernsehsender BBC, dass sie von einem Mann erpresst worden sei, der mithilfe einer Datenbrille Aufnahmen von ihr angefertigt und diese in soziale Netzwerke hochgeladen habe. Gegen eine Geldzahlung habe er angeboten, das Material wieder zu entfernen.

Wie Adam Mosseri, Geschäftsführer von Instagram, dem Guardian sagte, geht die Plattform verstärkt gegen Videos vor, die mit Datenbrillen und ohne Zustimmung der Abgebildeten aufgenommen wurden. Datenschützer in Deutschland bewerten das unbemerkte Filmen in der Öffentlichkeit als Verstoß und halten ein Verbot von Metas Datenbrillen für möglich.


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