Gegen den eigenen Copilot: Microsoft verteilt Claude Code an Tausende Mitarbeiter

Microsoft weitet die Nutzung von Anthropics Coding-Assistenten offenbar deutlich aus. Nach Informationen aus Unternehmenskreisen wird Claude Code mittlerweile quer durch wichtige Abteilungen verteilt – eine bemerkenswerte Entwicklung angesichts des eigenen Produkts Github Copilot, wie The Verge berichtete(öffnet im neuen Fenster) .
Die Verteilung der Programmierhilfe startete im CoreAI-Team von Microsoft, der KI-Engineering-Abteilung unter Ex-Meta-Manager Jay Parikh. Nach mehrmonatiger Testphase dort erfolgte die Ausweitung auf weitere Bereiche.
Werden Windows, Microsoft 365, Outlook und Teams bald mit Claude Code entwickelt?
Vergangene Woche erhielten Mitarbeiter der Abteilung Experiences + Devices Anweisungen zur Installation von Claude Code. Diese Abteilung verantwortet zentrale Microsoft-Produkte – darunter Windows, Microsoft 365, Outlook, Teams, Bing, Edge und die Surface-Hardware.
Laut The Verge fordert Microsoft auch Mitarbeiter ohne Programmierhintergrund zur Nutzung auf. Designer und Projektmanager sollen das Tool für Prototyping-Zwecke ausprobieren.
Zudem genehmigte Microsoft den Einsatz von Claude Code in Code-Repositories der Business- und Industry-Copilot-Teams. Das Unternehmen setzte bereits im Juni 2025 erstmals Anthropics Claude Sonnet 4 in seiner Entwicklerabteilung ein, bevor das Modell Monate später für zahlende Github-Copilot-Abonnenten verfügbar wurde.
Direkter Vergleichstest der KI Coding Tools
Softwareentwickler bei Microsoft sollen nun mit beiden Tools arbeiten – Claude Code und Github Copilot – und anschließend ein Feedback liefern, was für sie besser funktioniere.
In der Tech-Branche wird seit Monaten debattiert, welcher KI-Coding-Assistent am besten abschneide. Vielversprechend sind die Angebote von Anthropic, Anysphere Cursor und Microsoft Copilot. Jedes Tool hat Stärken in unterschiedlichen Bereichen der Softwareentwicklung.
Claude Code ta sich insbesondere durch seine Zugänglichkeit für Nutzer verschiedener Wissensstufen hervor. Das Tool bewältigt sowohl komplexe Programmieraufgaben als auch einfachere Prototyping-Arbeiten, die Nicht-Entwickler nutzen können, während Cursor klar für Entwickler gedacht ist.



