Gegen Amazon Marketplace: eBay will die Angebotsgebühren abschaffen

Brian Hsu, eBays Senior Director Pricing, hat im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Bloomberg(öffnet im neuen Fenster) die Abschaffung der Angebotsgebühren für die meisten Produkte auf dem Onlinemarktplatz angekündigt. Stattdessen soll es eine Verkaufsgebühr im Bereich von 4 bis 10 Prozent geben. Das gesamte Preissystem soll einfacher werden.
"Einige Verkäufer fanden es nicht transparent genug, bei eBay einfach etwas anzubieten. Wir möchten, dass die Anbieter sich wohlfühlen und ihre Waren bei eBay einstellen" , sagte Hsu.
Eine offizielle Ankündigung zu einem neuen Gebührenmodell hat eBay in seinem Firmenblog(öffnet im neuen Fenster) veröffentlicht. EBay Deutschland hat auf Anfrage von Golem.de auf sein neues Frühlingspreismodell für 2013 verwiesen(öffnet im neuen Fenster) .
Angriff auf Amazon Marketplace
Mit dem neuen Preismodell will eBay offenbar Amazon Marketplace angreifen, wo nur eine Gebühr fällig wird, wenn ein angebotener Artikel verkauft wird. Amazons Marketplace berechnet eine Verkaufsgebühr zwischen 12 und 15 Prozent.
EBay unterscheidet die Anbieter in Konsumenten, kleinere Händler und große Firmen. Kleine Händler sollen für bis zu 50 Artikel künftig eine Pauschale von 10 Prozent bezahlen, maximal aber 250 US-Dollar.
EBay-Store-Betreibern werden 4 bis 9 Prozent, je nach Art des Artikels, berechnet. Sie bezahlen monatlich eine Gebühr von 19,95 bis 199,95 US-Dollar, und können dafür zwischen 150 und 2,500 Artikel auf dem Marktplatz anbieten.
Im September 2012 wurde eBay 17 Jahre alt. Seit 1997 hatte das Online-Auktionshaus dasselbe Logo. Das zu dem Jubiläum eingeführte neue Logo sollte seriöser aussehen, es besteht weiter aus bunten Buchstaben, die aber enger und geradliniger zusammenstehen.