GEG: Hunderttausende fossile Heizungen erreichen Austausch-Alter
Auch im nächsten Jahr müssen mehrere Hunderttausend alte Öl- und Gasheizungen aufgrund ihres Alters ausgetauscht werden. Das geht aus Antworten der Bundesregierung auf eine Anfrage der Unionsfraktion hervor, über die die Augsburger Allgemeine berichtet(öffnet im neuen Fenster) . Demnach werden 2024 rund vier Millionen Öl- und Gasheizungen 30 Jahre alt; ein Teil davon muss nach dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) dann ausgetauscht werden. Das gilt schon länger und hat mit der von der Bundesregierung geplanten Novelle des GEG nichts zu tun.
Damit Deutschland seine Klimaziele erreicht, hatte die damalige schwarz-rote Bundesregierung das Gebäudeenergiegesetz auf den Weg gebracht. Es gilt seit 2020 und regelt unter anderem den langsamen Abschied von Öl- und Gasheizungen. Von der bisherigen Austauschpflicht gibt es aber umfangreiche Ausnahmen. Gut die Hälfte der vier Millionen betroffenen Heizungen haben vergleichsweise effiziente Niedertemperatur- oder Brennwertkessel und dürfen weiterlaufen. Weitere 860 000 Öl- und 630 000 Gasheizungen müssen erst bei einem Eigentümerwechsel raus.
Der Wechsel laut dem aktuell gültigen GEG sieht erst ab 2026 ein weitgehendes Verbot zum Einbau neuer Ölheizungen vor. Moderne Gasheizungen können weiter verbaut werden. Die rot-grün-gelbe Bundesregierung will das Heizen mit fossilen Brennstoffen schneller zurückfahren und hat eine Änderung des Gesetzes beschlossen .
Nach dem Entwurf müsste von Anfang 2024 an jede neu eingebaute Heizung zu mindestens 65 Prozent mit Öko-Energie betrieben werden. Das soll für alle Eigentümer bis zum Alter von 80 Jahren gelten. Bestehende Öl- und Gasheizungen können weiter betrieben, kaputte repariert werden. Der Umstieg soll laut Wirtschaftsministerium durch Förderung sozial abgefedert werden – die Details sind jedoch umstritten.
Seit dem Kabinettsbeschluss wird heftig diskutiert. Kritik kommt innerhalb der Regierungskoalition besonders von der FDP. Klimaschutzminister Robert Habeck (Grüne) will sich am Dienstag mit Abgeordneten von SPD, Grünen und FDP treffen und einen möglichen Kompromiss ausloten.
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