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Geforce RTX 5090: So baute Asus die Grafikkarte aus 5 Kilogramm purem Gold

Es hat mehr als zehn Anläufe und mehrere Monate gebraucht, um ein Grafikkarten -Unikat im Wert von fast 500.000 Euro zu erstellen.
/ Oliver Nickel
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Asus hat eine Geforce RTX 5090D mit 5 kg Gold verziert. (Bild: Asus/Bilibili)
Asus hat eine Geforce RTX 5090D mit 5 kg Gold verziert. Bild: Asus/Bilibili

Vor einiger Zeit stellte Asus ein einzigartiges Modding-Projekt vor. Der Hersteller modifizierte das Gehäuse einer Geforce RTX 5090D und ersetzte die meisten Bauteile durch Pendants aus massivem Gold . In einem Video auf der chinesischen Plattform Bilibili(öffnet im neuen Fenster) zeigt Asus, wie es diese 7,6 Kilogramm schwere Grafikkarte mit einem geschätzten Wert von fast 500.000 Euro zusammengebaut hat.

Tatsächlich wurde die äußere Schale der Grafikkarte in Einzelteile zerlegt und von den einzelnen Komponenten eine Gussform aus Silikon angelegt. Anschließend wurden jeweils mehrere Goldbarren in einer Esse geschmolzen und in die Form gegossen. Das fertige Teil härtete aus und wurde anschließend aus der Gussform herausgebrochen.

Einfach war das offenbar nicht: Die Bastler mussten mehr als zehnmal neue Gussformen erstellen, bis ihnen die Herstellung gelang. Das dauerte mehrere Monate. Die Teile mussten mittels Sandstrahler gereinigt und per Hand poliert werden. Auch feinste Details wie die orientalischen Verzierungen auf dem Gehäuse wurden per Hand eingraviert.

Gussformen und Anodisierung

Ein solches Gussverfahren kann filigrane Bauteile aus Metall ermöglichen, wird normalerweise aber eher bei der Herstellung von Kunststoffteilen eingesetzt. Gegossenes Metall ist oft vergleichsweise brüchig. Gold ist zudem ein sehr weiches Metall. Beim finalen Produkt konnten Kanten und Ecken nur so aushärten, dass sie etwas unpräzise wirken. Das würde auch das schmelzende und an Butter erinnernde Aussehen der fertigen Grafikkarte erklären.

Zudem wurden nicht alle Bauteile aus Gold gefertigt. Kühlkörper und Sockel für die GPU wurden per Anodisierungsverfahren in ein Säurebad gelegt und so golden eingefärbt. Die Hauptplatine und die drei Lüfter blieben komplett unangetastet und wurden von der ursprünglichen Spender-Grafikkarte übernommen.

Asus verwendete insgesamt etwa fünf Kilogramm pures Gold für den Bau dieses Unikats. Es wurde von einem privaten Sammler gekauft, noch bevor Asus es zur Versteigerung anbot. Das Geld wurde an ein Gemeinwohlprojekt für die Bildung von Kindern gespendet.


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