Starke Performance durch mehr Recheneinheiten
Für die Benchmarks verwenden wir die aktuell schnellste Gaming-CPU, den AMD Ryzen 9 7950X3D. Er wird mit 32 GByte DDR5-6200-CL32 von Teamgroup auf einem Asus X670E Gene betrieben. Als Netzteil verwenden wir ein Seasonic Prime TX mit 1.000 Watt. Alle Anwendungen, Spiele und Windows 11 23H2 liegen auf einer Crucial T700 PCI-Express-5.0-SSD mit 2 TByte. Wir testen alle Nvidia-Grafikkarten mit der Treiberversion 546.52, AMD-Grafikkarten mit Adrenalin 23.12.1 WHQL.
So positiv das Ergebnis unserer Benchmarks ist, so wenig Spektakuläres gibt es darüber zu erzählen. Die zusätzlichen Recheneinheiten spiegeln sich nahezu linear in einer gesteigerten Performance wider. Viel hilft auch in diesem Fall viel, vor allem wenn es um Recheneinheiten geht. Hätte Nvidia wie bei der Geforce RTX 4070 Ti auch stärker an der Taktschraube gedreht, wäre die Leistungsaufnahme von 220 Watt vermutlich nicht haltbar gewesen.
Stattdessen bleibt die Geforce RTX 4070 Super mit einem Basistakt von knapp unter 2 GHz genau im Sweetspot des im TSMC-N4-Prozess hergestellten Grafikchips. Im Gegensatz zur Geforce RTX 4070, die ihre Begrenzung von 200 Watt nur selten erreicht, nutzt die Super-Karte das Limit aber häufiger aus. Zwischen 210 und 215 Watt sind in den von uns getesteten Spielen durchaus üblich.
Weit vor dem Super-Vorgänger
Die Performance der Nvidia Geforce RTX 4070 Ti wird zwar nicht übertroffen, die RTX 4070 Super ist aber in Schlagweite. Gegen die AMD Radeon RX 7800 XT kann sich die RTX 4070 Super in Führung setzen, eine normale Geforce RTX 4070 liegt nur durch Raytracing vorn, die Raster-Performance reicht ansonsten nicht aus. In Cyberpunk 2077 und Hogwarts Legacy lässt sich mittlerweile AMD Fluid Motion Frames (AMFMF) für Frame Generation auf AMD-GPUs aktivieren.
Natürlich haben wir es uns nicht nehmen lassen, die Grafikkarte auch mit ihrem direkten Vorfahren im 3D Mark Timespy zu vergleichen, der Nvidia Geforce RTX 2070 Super. Der Leistungssprung von über 70 Prozent in nur zwei Generationen ist durchaus beachtlich, besonders weil dabei Features wie DLSS3 noch gar nicht einkalkuliert sind. Die Turing-Karte kam im Juni 2019 auf den Markt.
Im produktiven Bereich zeigt sich leider noch immer, dass AMD-Grafikkarten vor allem an fehlender Softwareunterstützung scheitern. Zwar lassen sich mit ROCm und einer Linux-Umgebung durchaus gleiche Bedingungen schaffen, die Realität auf dem Massenmarkt ist aber Windows 11 und Anwendungen wie Adobe CC, Blender und Stable Diffusion als Plugin in verschiedenen Programmen. Die Geforce RTX 4070 Super macht dabei eine gute Figur.