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Geforce RTX 3090 Ti im Test: Nvidias Ampere-Brechstange

Satte 450 Watt per neuem Anschluss: Bei der Geforce RTX 3090 Ti geht Nvidia doppelt in die Vollen, die Grafikkarte richtet sich an Enthusiasten.

Ein Test von veröffentlicht am
Geforce RTX 3090 Ti im Test - hier die Amp Extreme Holo von Zotac (Bild: Marc Sauter/Golem.de)

Weit über drei Jahre ist es her, dass Nvidia zuletzt eine Titan-Karte veröffentlicht hat, die Titan RTX. Mit der Geforce RTX 3090 Ti erscheint quasi deren Nachfolger, zumindest wenn es nach dem Hersteller geht. Ganz neu ist das nicht - schon die Geforce RTX 3090 wurde ähnlich positioniert, tatsächlich unterscheiden sich die beiden Grafikkarten aber teils deutlich mehr, als das eher unauffällige Suffix erahnen lässt.

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Denn das neue Modell bildet mit dem Vollausbau des GA102-Chips mit Ampere-Technik nicht nur den Abschluss dieser Generation für das Consumer/Prosumer-Segment, sondern es ist hinsichtlich der Leistungsaufnahme und des Stromanschlusses auch ein Blick in die nicht allzu ferne Zukunft: Nvidia schlägt mit der Geforce RTX 3090 Ti die Brücke zur kommenden Ada-Generation.

Was die Daten der GPU anbelangt, kann sich der aktualisierte Pixelbeschleuniger wenig von seinem Vorgänger absetzen: 84 statt 82 Shader-Multiprozessoren sind kaum der Rede wert, wenngleich ein solcher Vollausbau angesichts von 28,3 Milliarden Transistoren auf 628 mm² technisch durchaus beeindruckt. Das 384 Bit breite Interface mit seinen 24 GByte GDDR6X-Videospeicher ist identisch, dank 2 GByte fassenden Modulen reicht jedoch eine einzig auf der Vorderseite bestückte Platine und es gibt erstmals ECC.

450 Watt via 12VHPWR

Mit einer Geschwindigkeit von 21 GBit/s für eine Datentransferrate von 1 TByte/s hat Nvidia den GDDR6X allerdings deutlich beschleunigt - dessen Stabilität soll einer der Gründe gewesen sein, warum sich die Geforce RTX 3090 Ti über Monate verzögert hat. Zudem geht Nvidia auch abseits des GPU-Vollausbaus in die Vollen: Ein Boost-Takt von 1.860 MHz und real anliegenden 2 GHz ist für solch einen komplexen Grafikprozessor enorm.

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Die Geforce RTX 3090 Ti wird mit einem 12VHPWR-Adapter ausgeliefert. (Bild: Marc Sauter/Golem.de) [1/3]

Angesichts von 450 Watt ist der auch nötig. (Bild: Marc Sauter/Golem.de) [2/3]

Bei 3D-Last werden bis zu 490 Watt erreicht. (Bild: Golem.de) [3/3]

RTX 3090 TiRTX 3090RTX 3080 TiRTX 3080 (12GB)RTX 3080 (10GB)
ChipGA102-350-A1 (Vollausbau)GA102-300-A1 (teilaktiviert)GA102-225-A1 (teilaktiviert)GA102-220-A1 (teilaktiviert)GA102-200-KD-A1 (teilaktiviert)
FP32-ALUs 10.752 (84 SM, 7 GPC)10.496 (82 SM, 7 GPC)10.240 (80 SM, 7 GPC)8.960 (70 SM, 6 GPC)8.704 (68 SM, 6 GPC)
TMUs336328320280272
RT-Cores8482807068
Tensor-Cores336328320280272
Basis/Boost1.560/1.860 MHz1.400/1.700 MHz1.365/1.665 MHz1.260/1.7551.440/1.710 MHz
Speicher24 GByte GDDR6X24 GByte GDDR6X12 GByte GDDR6X12 GByte GDDR6X10 GByte GDDR6X
Speed21 GBit/s19,5 GBit/s19 GBit/s19 GBit/s19 GBit/s
Interface384 Bit 384 Bit 384 Bit 384 Bit 320 Bit
Bandbreite1.008 GByte/s936 GByte/s912 GByte/s912 GByte/s760 GByte/s
ROPs11211211211296
Board-Power450 Watt350 Watt350 Watt350 Watt320 Watt
Strombuchse12VHPWR12P-Microfit12P-Microfit12P-Microfit12P-Microfit
PCIeGen4 x16Gen4 x16Gen4 x16Gen4 x16Gen4 x16
NV-Linkjajaneinneinnein
Launch-Preis$2.000 (2.250€)$1.500 (1.500€)$1.200 (1.200€)(?)$700 (700€)
Spezifikationen der Geforce RTX 3090/3080 (Ampere GA102)

Um eine solche Frequenz überhaupt erreichen zu können, hat Nvidia das Power-Limit von zuvor schon hohen 350 Watt auf satte 450 Watt angezogen. Um das zu gewährleisten, kommt bei allen Geforce RTX 3090 Ti - egal ob Founder's Edition oder die von uns getestete Zotac Amp Extreme Holo - ein neuer Stromanschluss zum Einsatz: Der 12VHPWR für ATX 3.0 und PCIe Gen5 kann bis zu 600 Watt liefern, was bisher vier (!) der seit vielen Jahren verwendeten 8-Pol-Buchsen erfordert hätte.

Ein neues Netzteil ist für die Geforce RTX 3090 Ti nicht notwendig, denn die meisten Hersteller legen der Grafikkarte einen Adapter bei, welcher drei 8-Pin-Kabel erfordert. Mittelfristig wird es passende Strippen geben, damit eine solch unschöne Lösung verhindert wird und bis Ende 2022 erscheinen ATX-3.0-Netzteile, welche von Beginn an für den 12VHPWR ausgelegt sind. Wir werden weiter hinten im Text genauer auf den Stecker eingehen, zuvor aber erstmal die Gaming-Benchmarks.

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