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Turing ähnelt Volta stark

Nvidia bezeichnet Turing als den größten technologischen Sprung seit dem G80-Chip der legendären Geforce 8800 GTX, den damals ersten mit Unified-Shader und D3D10-Unterstützung. Verglichen mit den vorherigen Generationen Maxwell v2 und Pascal weist Turing definitiv gewaltige Unterschiede bei der Architektur auf. Eine längere theoretische Abhandlung zur Turing-Technik haben wir bereits online, daher hier die verkürzte Version mit einigen neuen Informationen, welche wir beim Testen erlangen konnten.

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Bisher gibt es von Turing drei Chips - den TU102 (Geforce RTX 2080 Ti), den TU104 (Geforce RTX 2080) und den TU106 (Geforce RTX 2070). Sie alle werden vom Auftragsfertiger TSMC im 12FFN-Verfahren (12 nm FinFet Nvidia) hergestellt, einem optimierten 16+ Node. Auffällig ist die schiere Größe der Dies, selbst der TU106 fällt mit 445 mm² größer aus als der GP102 der Titan XP, der neben der Titan V bisher schnellsten Grafikkarte für Spieler. Ohnehin ist V wie Volta das Stichwort, denn Turing weist viele Parallelen zum GV100-Chip auf.

  • Turing folgt auf Pascal. (Bild: Nvidia)
  • Der TU102 fällt mit 754 mm² riesig aus. (Bild: Nvidia)
  • Dedizierte INT32-Einheiten sollen die Leistung verbessern. (Bild: Nvidia)
  • Turing hat größere und schnellere Caches. (Bild: Nvidia)
  • Die Shader-Einheiten sollen sehr viel flotter rechnen. (Bild: Nvidia)
  • Neben GDDR6 mit hohem Takt gibt es eine verbesserte Kompression. (Bild: Nvidia)
  • Der GDDR6 läuft mit 7 GHz oder 14 GBit/s. (Bild: Nvidia)
  • In jedem SM sitzen ein RT-Core und acht Tensor-Cores. (Bild: Nvidia)
  • Turing beschleunigt das Bounding Volume Hierachy für Raytracing. (Bild: Nvidia)
  • Die regulären Shader sind auch bei Raytracing involviert. (Bild: Nvidia)
  • Der neue Mesh Shader soll mehr Geometrie ermöglichen. (Bild: Nvidia)
  • Die Pipeline wird um zwei neue Shader erweitert. (Bild: Nvidia)
  • Turing kann bestimmte Bildbereiche mit einer geringeren Shading-Rate berechnen. (Bild: Nvidia)
  • Bei manchen Flächen muss nicht jeder Pixel neue, eigene Farbwerte erhalten. (Bild: Nvidia)
  • Die Geforce RTX haben HDMI, Displayport und Virtual Link. (Bild: Nvidia)
  • Besagte USB-C-Buchse ist für kommende VR-Headsets gedacht. (Bild: Nvidia)
  • Der NVENC kann H.265 in 8K mit 30 fps encodieren. (Bild: Nvidia)
  • DLSS nutzt Inferencing per Tensor-Cores. (Bild: Nvidia)
  • DLSS ist Upscaling, DLSS 2x ist eine Verbesserung der Bildqualität. (Bild: Nvidia)
  • TU102 und TU014 unterstützen NV-Link für SLI zweier Karten. (Bild: Nvidia)
Turing folgt auf Pascal. (Bild: Nvidia)

Denn in den TU-10x-Grafikprozessoren stecken neben klassischen Shader-Kernen noch zwei Arten von Spezialeinheiten für Raytracing und Deep Learning. Aber der Reihe nach: Turing implementiert ein überarbeitetes Cache-System mit einem neuen L0-Puffer für Instruktionen und einer größeren L1-Stufe sowie verdoppeltem L2-Cache. Hinzu kommt ein geänderter Aufbau der Shader-Cluster, die nun flexiber mit Daten versorgt werden und mehr Register-Speicher haben. Beispielsweise gibt es nun neben den FP32- auch dedizierte INT32-Rechenwerke, was die Auslastung der Shader laut Nvidia durchschnittlich um mehr als ein Drittel verbessern soll. Neu ist zudem der GDDR6-Speichercontroller mit optimierter verlustfreier Kompression, welcher höhere Taktraten und feinkörnigere Übertragung von Informationen als noch bei GDDR5(X) möglich macht.

Nvidia spricht intern von SM_75, was ein Fortschritt zu SM_70 von Volta ist. Verglichen mit den Shader-Einheiten von Pascal sollen die ALUs bei Turing rund 50 Prozent schneller rechnen. Das ist jedoch der Bestfall und nicht die Regel. Dafür gibt es mit den RT-Cores dedizierte Einheiten für Raytracing, konkret verfolgen diese die Strahlen nach und prüfen, wo ein Polygon getroffen wird, damit die Shader dann die Pixel bearbeiten können. Raytracing wird für realistischere Reflexionen, Schatten oder die Beleuchtung in kommenden Spielen eingesetzt. Titel wie Shadow of the Tomb Raider erhalten Patches, überdies ist Windows 10 v1809 notwendig, welches im Oktober 2018 erscheint. Wenigstens für die nächsten Wochen liegt das Raytracing der Geforce RTX daher brach.

Ebenfalls neu sind die Tensor-Cores v2, also verbesserte Kerne verglichen mit Volta. Sie beherrschen neben FP16-Akkumulierung auch reine FP16-Berechnungen mit sehr hoher Geschwindigkeit und arbeiten optional mit doppelter INT8- oder vierfacher INT4-Datenrate ausgehend von FP16. Die Tensor-Cores eignen sich zum Entrauschen bei der Raytracing-Darstellung oder für eine von Nvidia als DLSS (Deep Learning Super Sampling) bezeichnete Kantenglättung. Für die liegt uns zwar eine Demo von Final Fantasy 15 vor, es blieb aber keine Zeit, sich diese in Ruhe und im Detail anzuschauen.

TU102TU104TU106TU116TU117
Die-Size754 mm²545 mm²445 mm²284 mm²200 mm²
Transistoren18,6 Milliarden13,6 Milliarden10,8 Milliarden6,6 Milliarden4,7 Milliarden
GPCs / TPCs / SMs6 / 36 / 726 / 24 / 483 / 18 / 363 / 12 / 242 / 8 / 16
Shader-ALUs4.6083.0722.3041.5361.024
TMUs2881921449664
RT-Cores724836keinekeine
Tensor-Cores576 384288keinekeine
L2-Cache6 MByte4 MByte4 MByte1,5 MByte1 MByte
Speicher-Interface384 Bit256 Bit256 Bit192 Bit128 Bit
ROPs9664644836
Turing-GPUs von Nvidia

Abschließend noch ein paar Worte zum NVENC (Nvidia Encoder): Der kann nun H.265 sowie VP9 in 4K mit 12 Bit samt HDR decodieren und H.265 mit 8K und HDR bei 30 fps encodieren. Weiterhin will der Hersteller die generelle Qualität verbessert haben. Bei gleicher Bitrate sei das Signal-Rausch-Verhältnis mit Turing besser als per x264 Fast auf der CPU - das ist wichtig für Streamer, etwa bei Twitch.

 Geforce RTX 2080 (Ti) im Test: Nvidias Turing-Grafikkarten sind konkurrenzlosDie Geforce RTX im Detail 
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Legendenkiller 01. Okt 2018

nein genau das ist sehr unwahrscheinlich. Turing gibt es nur bis zur 2070.... Wenn...

bombinho 25. Sep 2018

Zu den 4ms kommen meist noch zwischen 20 und 100ms fuer die Elektronik. Wenn Du fuer...

khnz 25. Sep 2018

Vielen Dank. Die Diagramme habe ich tatsächlich nur überflogen. Eine Nachbesserung per...

Prypjat 24. Sep 2018

Das wäre Marketing, welches den Kunden über Jahrzehnte binden würde. Eine Karte Sie zu...

Michael H. 24. Sep 2018

Das Problem ist, dass die Raytracingspezifikationen erst Ende Juli an die...


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