40 ms Latenz kommen on top

Alle Eingaben müssen an Nvidias Server geschickt, dort verarbeitet, der entsprechende Frame encodiert sowie gestreamt werden, bevor am Client-System die Decodierung und die Ausgabe auf dem Bildschirm erfolgt.

Die beste Latenz ist per kabelgebundenem Ethernet zu erreichen (wir haben 200 MBit/s genutzt), von einer drahtlosen Verbindung - selbst WiFi6 - können wir nur abraten. Wer bei Geforce Now entweder Strg+N oder Strg+Alt+F6 drückt, kann eine simple respektive eine erweiterte Performance-Anzeige einschalten.

Diese führt den RTD auf, also den Roundtrip von Client zu Server - bei uns waren das durchschnittlich etwa 25 ms. Dazu addieren sich noch das Encoding und Decoding, weshalb die absolute Latenz höher ausfällt als der RTD-Wert suggeriert. Hinzu kommt, dass der Roundtrip deutlich leidet, wenn die Internetleitung anderweitig frequentiert wird - Geforce Now plus Netflix vertragen sich nicht, da keine Priorisierung stattfindet.

Für Singleplayer völlig ausreichend

Um zu prüfen, wie sich die Verzögerung von lokalem System zu Geforce Now verhält, haben wir Nvidias LDAT v2 genutzt. Diese Kombination aus Hardware und Software basiert auf einem Helligkeitsensor, mit dem wir die Zeit vom Mausklick bis hin zum dazu passenden Ereignis auf dem Display messen können - typischerweise eine Animation wie das Mündungsfeuer einer Waffe und in einigen Spielen ein speziell für LDAT aufblitzendes weißes Quadrat.

  • Geforce Now with Windows Server 2016, Desktop-PC with Windows 10 (Bild: Microsoft)
  • Geforce Now with Windows Server 2016, Desktop-PC with Windows 10 (Bild: Microsoft)
  • Geforce Now with Windows Server 2016, Desktop-PC with Windows 10 (Bild: Microsoft)
Geforce Now with Windows Server 2016, Desktop-PC with Windows 10 (Bild: Microsoft)

Die drei von uns getesteten Spiele - Cyberpunk 2077, Destiny 2 und Fortnite - weisen zwar absolut unterschiedliche Latenzen auf, die Differenz zwischen Desktop-PC und Geforce Now aber ist identisch: Unter Verwendung eines 1440p-144-Hz-Displays mit G-Sync fällt die Verzögerung durch Cloud-Gaming rund 40 ms höher aus. Bei Cyberpunk 2077 steigt die Latenz somit um etwa 60 Prozent, bei Destiny 2 und Fortnite allerdings verdoppelt bis verdreifacht sie sich.

Für kompetitive Shooter ist das unserer Ansicht nach zu viel, da neben der Latenz zu Nvidias Servern auch noch die Latenz zu den jeweiligen Host-Servern hinzukommt. Für Einzelspielertitel wie Cyberpunk 2077 hingegen erachten wir Geforce Now definitiv als Alternative zu einer Konsole, was auch Nvidias eigene Daten belegen: Das Cloud-Gaming hat bei Destiny 2 eine Latenz von etwa 60 ms, eine Xbox Series X hingegen rund 90 ms.

Verglichen zu einer Playstation 5, einer Xbox Series X/S oder einem Windows-PC hat Geforce Now jedoch eine reduzierte Spieleauswahl. Zwar wird EAs Origin, Epics Games Store, Ubisofts Connect und Valves Steam unterstützt - aber eben längst nicht alle Titel. So vermissen wir unter anderem alle Borderlands und FIFAs, jegliche Halos, aber auch Horizon Zero Dawn, Kingdom Come Deliverance, Metro Exodus Enhanced Edition, Microsoft Flight Simulator, Red Dead Redemption 2 oder The Elder Scrolls 5 Skyrim.

Kommen wir zum Resümee!

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 Threadripper Pro trifft Nvidia A10GGeforce Now: Verfügbarkeit und Fazit 
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Pecker 09. Dez 2021

Also meinen Tower schleppe ich selten ins Hotel, aber einen Laptop habe ich dabei. Ins...

Extrawurst 04. Dez 2021

Und genau damit steht und fällt die Nützlichkeit von Cloud-Gaming für die meisten...

crazypsycho 03. Dez 2021

Das wäre ja recht interessant, gerade weil Grafikkarten so rar sind. Aber für mich wäre...

Doedelf 03. Dez 2021

Ich hab mir vor kurzem das nvidia shield pro geholt und experimentiere mit dem herum. Ich...



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