Geforce MX450: Nvidias erste PCIe-Gen4-Grafik ist ein Billigmodell
Nvidia hat die Geforce MX450(öffnet im neuen Fenster) vorgestellt, eine dedizierte Grafikeinheit für günstige Laptops. Überraschenderweise soll die Geforce MX450 ein modernes PCIe-Gen4-Interface aufweisen und zudem GDDR6-Videospeicher unterstützen, der bisher teureren Grafikchips vorbehalten war.
Die Vorgänger – MX350, MX250, MX150 – basieren alle auf älteren Chips. Nvidia nutzt hier den GP108 und den GP107 aus der Pascal-Generation in unterschiedlichen Abstufungen. Für die Geforce MX450 nennt Nvidia abseits von PCIe Gen4 und GDDR6 keine Spezifikationen.
Allerdings weisen Datenbankeinträge(öffnet im neuen Fenster) darauf hin, dass Nvidia den TU117-Chip mit Turing-Architektur einsetzt. Der ist im Mobile-Segment von der Geforce GTX 1650 (Ti) bekannt, allerdings hätte Nvidia dann bisher durchweg PCIe Gen3 statt PCIe Gen4 freigeschaltet. Offenbar nutzt die Geforce MX450 nur 896 statt 1.024 Shader-Einheiten und ein Power-Target von nur 25 Watt, eventuell wurde auch das Speicherinterface von 128 Bit auf 64 Bit halbiert oder zumindest der Takt stark reduziert.
Mit PCIe Gen4 gibt es eine einzige Plattform, für welche die Geforce MX450 gedacht sein dürfte: die Tiger Lake U von Intel, also die nächste Ultrabook-Generation. Diese Chips unterstützen PCIe Gen4, bei AMDs Renoir alias Ryzen Mobile 4000G wird nur PCIe Gen3 geboten.
Allerdings stellt sich die Frage, ob beispielsweise PCIe Gen4 x4 statt PCIe Gen3 x8 effizienter oder sparsamer ist, denn ansonsten würde sich der zusätzliche Aufwand nicht lohnen. PCIe Gen4 benötigt mehr Transistoren und mehr Chip-Fläche, was gerade bei preisgünstigen Dies wie dem TU117 üblicherweise vermieden wird.
Zudem bleibt offen, ob bei Geforce GTX MX450 tatsächlich der TU117-Chip zum Einsatz kommt und ob andere Turing-GPUs auch PCIe Gen4 beherrschen – etwa der TU102 der Geforce RTX 2080 Ti.
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