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Geforce GTX 980M und 970M: Maxwell verdoppelt Spielgeschwindigkeit von Notebooks

Nvidias neue Geforce GTX 980M und 970M für Spiele- Notebooks sollen die Leistung nicht nur um hundert Prozent steigern, sondern dank hoher Effizienz sowie Battery Boost die Akkulaufzeit verlängern.
/ Marc Sauter
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Geforce GTX 900M vorgestellt (Bild: Nvidia)
Geforce GTX 900M vorgestellt Bild: Nvidia

Nachdem Nvidia die Grafikkarten-Architektur Maxwell bereits im Desktop-Segment in Form der Geforce GTX 980/970 und der Geforce GTX 750 Ti einsetzt, kommen damit endlich auch Notebooks – bei ihnen soll die Technik des GM204 genannten Chips besonders überzeugen.

Laut Nvidia ermöglicht Maxwell eine größere Annäherung von Desktop- und Notebook-Hardware. Hinsichtlich der reinen Rechenleistung ist die Geforce GTX 980M der Geforce GTX 980 tatsächlich weniger unterlegen als die Geforce GTX 680M der Geforce GTX 680 (3.189 zu 4.612 GFLOPS im Vergleich zu 1.935 zu 3.390 GFLOPS).

Nvidia unterschlägt hierbei jedoch die Geforce GTX 880M mit 2.931 GFLOPS, die praktisch einer untertakteten GTX 680 entspricht. Allerdings erschien die GTX 880M viele Monate später und nicht nur wenige Wochen nach der Veröffentlichung des Desktop-Modells.

Die Geforce GTX 980M hat 1.536 Shader mit Maxwell-Technik, folgerichtig sind 96 TMUs verbaut, da Nvidia das Verhältnis aus Rechen- und Textureinheiten verglichen mit der Kepler-Architektur geändert hat. Das Speicherinterface ist 256 Bit breit (inklusive einer verlustfreien Farbkompression , um Bandbreite zu sparen). Wir gehen daher von 64 Raster-Endstufen aus.

Bei der Geforce GTX 970M sind nur 1.280 ALUs, 80 TMUs und ein 192-Bit-Interface verbaut. Beide Grafikeinheiten nutzen GDDR5-Speicher mit 2,5 GHz. Der Chiptakt der GTX 980M beläuft sich auf 1.038 MHz zuzüglich Boost, der der GTX 970M liegt bei 924 MHz plus Turbo. Wie hoch die GPU taktet, überlässt Nvidia den Notebook-Herstellern.

Geforce GTX 900M
Geforce GTX 980M Geforce GTX 880M Geforce GTX 680M Geforce GTX 970M Geforce GTX 870M Geforce GTX 670M
Architektur Maxwell Kepler Kepler Maxwell Kepler Fermi
Shader-Einheiten 1.536 1.536 1.344 1.280 1.344 336
GPU-Takt 1.038 MHz 954 MHz 720 MHz 924 MHz 941 MHz 598/1.196 MHz
GFLOPS 3.189 2.931 1.935 2.365 2.529 804
Speicherinterface 256 Bit 256 Bit 256 Bit 192 Bit 192 Bit 192 Bit
Speichertakt 2,5 GHz GDDR5 2,5 GHz GDDR5 1,8 GHz GDDR5 2,5 GHz GDDR5 2,5 GHz GDDR5 1,5 GHz GDDR5
Datentransfer-Rate 160 GByte/s 160 GByte/s 115 GByte/s 120 GByte/s 120 GByte/s 72 GByte/s

Battery Boost ausprobiert

Beide Grafikeinheiten unterstützen DirectX 12, OpenGL 4.4 und OpenCL 1.1 – hinzu kommen typische Features wie PhysX, aber auch das neue Multi-Frame Sampled Anti-Aliasing (MFAA) und Dynamic Super Resolution (DSR), also Downsampling per Treiber mit anpassbarem Gauss-Filter.

Laut Herstellerangaben soll die Geforce GTX 980M in der 1080p-Auflösung je nach Spiel +98 bis +113 Prozent schneller sein, explizite fps-Werte legt Nvidia aber nicht vor. Mangels Testsample können wir diese Messungen nicht selbst überprüfen, von den technischen Daten und Chip-internen Verbesserungen her schätzen wir den mittleren Leistungsvorsprung jedoch geringer ein.

Selbst ausprobieren konnten wir zweite Generation von Battery Boost: Bei dieser Technik wählt der Nutzer in 5er-Schritten eine Bildrate zwischen 30 und 60 fps, in Spielen wird diese dann begrenzt. Sofern die Bildrate ohne Battery Boost höher liegt, spart sie Strom durch Heruntertakten und Absenken der Spannung, da die Grafikeinheit weniger Leistung benötigt, um die Bildrate zu erreichen.

Unsere Messungen mit einem Schenker XMG P505 belegen, dass die Leistungsaufnahme des 15-Zoll-Notebooks bei abgeschaltetem Display (wir nutzen einen externen Monitor) drastisch sinkt: In Trine 2 bei maximalen Details samt 3x3-Supersampling in der 1080p-Auflösung liegen 79 fps und 139 Watt an. Mit 60 fps sind es 123 Watt und mit 30 fps nur noch 98 Watt.


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