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Geforce GT 710: Nvidias Einsteigerkarte soll APUs überflüssig machen

Genug Leistung für Bürorechner: Nvidias Geforce GT 710 ist eine Kepler- Grafikkarte mit weniger Power, aber drei Display -Anschlüssen. Einige integrierte Radeon-GPUs dürften allerdings flotter sein.
/ Marc Sauter
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Geforce GT 710 (Bild: Nvidia)
Geforce GT 710 Bild: Nvidia

Nvidia hat die Geforce GT 710 vorgestellt, eine Einsteiger-Grafikkarte mit drei Monitorausgängen für Bürorechner. Das auf der Kepler-Architektur basierende Modell soll eine "bis zu zehnmal höhere Leistung als integrierte Grafik" bieten, was freilich nur zutrifft, wenn schwache iGPUs zum Vergleich herangezogen werden. Gegen stark integrierte Grafikeinheiten dürfte die Geforce GT 710 aufgrund ihrer Spezifikationen nicht ankommen.

Sie basiert auf einem GK108-Chip, also der kleinsten Ausbaustufe der Kepler-Technik. Die 192 Shader-Rechenwerke takten Nvidia zufolge mit 954 MHz, eine Boost-Frequenz sieht der Hersteller nicht vor. Der Videospeicher besteht aus 1 oder 2 GByte DDR3, der an 64 Datenleitungen angebunden ist und mit lahmen 900 MHz läuft. Das ergibt eine Rechenleistung von 366 GFLOPs und einen Durchsatz von 14,4 GByte pro Sekunde – beides ist sehr wenig.

Zum Vergleich: AMDs integrierte Radeon R7 eines A10-Chips liefert bis zu 887 GFLOPs bei 34 GByte pro Sekunde, wenn DDR3-2133-Speicher im Dualchannel-Betrieb eingesetzt wird. Für Spiele ist die Geforce GT 710 damit nicht ausgelegt und auch nicht gedacht: Ihr Clou sind die drei Displayausgänge. Nvidia verbaut einen DVI- und HDMI-1.4-Port sowie einen VGA-Anschluss. In der Praxis dürften somit zwei Bildschirme an die Grafikkarte gehängt werden. Mainboards mit Sockel FM2+ für APUs und zwei Digitalausgängen sind häufig.

Die Displays an der Geforce GT 710 dürfen eine Auflösung von 2.560 x 1.600 Pixeln bei 60 Hz nicht überschreiten, ein 4K-UHD-Monitor wird ansonsten nur mit ruckeligen 30 Hz angesprochen. Die Geforce GT 710 mit 1 oder 2 GByte Videospeicher ist ab rund 40 Euro erhältlich.


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