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Geforce-Grafikkarten: Nvidia gewinnt Crypto-Mining-Sammelklage

Der Vorwurf lautete, Nvidia hätte über eine Milliarde US-Dollar mit Geforce-Grafikkarten für Crypto-Mining statt für Gaming erzielt.

Artikel veröffentlicht am ,
Nvidia-CEO Jensen Huang bei seiner Keynote auf der GTC 2018.
Nvidia-CEO Jensen Huang bei seiner Keynote auf der GTC 2018. (Bild: Marc Sauter/Golem.de)

Nvidia hat in Kalifornien eine Anfang 2019 gestartete Sammelklage gewonnen (PDF), in der dem GPU-Hersteller vorgeworfen worden war, die wahre Herkunft der Umsätze in der Gaming-Sparte verschwiegen und damit Shareholder getäuscht zu haben.

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Konkret ging es um den Verkauf von Geforce-Grafikkarten für Crypto-Mining, deren Anteil größer gewesen sein soll als angegeben. Dem Gericht zufolge konnte die Anklage das schlicht nicht hinreichend beweisen, da keine entsprechenden Zahlen den Vorwurf belegen.

2017 und 2018 hatte Nvidia mehrmals Rekordumsätze vermeldet - Ende Januar 2019 aber folgte eine Umsatzwarnung, denn: Im vierten Quartal 2018 hatte sich der Gewinn halbiert, weil die Gaming-Sparte von 1,74 Milliarden US-Dollar auf 954 Millionen US-Dollar einbrach.

Crypto-Mining-Umsatz nur ein Bruchteil

In den Quartalen zuvor hatte Nvidia erklärt, vergleichsweise wenig Umsatz mit Crypto-Mining zu machen: Im ersten Quartal 2018 etwa sollen es nur 289 Millionen US-Dollar von 2,765 Milliarden US-Dollar bei GPUs respektive von 1,723 Milliarden US-Dollar im Gaming-Segment gewesen sein.

Der Hersteller nannte zuvor noch viel niedrigere Zahlen: 150 Millionen US-Dollar im dritten Quartal 2017 und 70 Millionen US-Dollar im vierten. Die Klageschrift hingegen führt an, dass rund 60 Prozent aller in China verkauften Geforce-Karten zwischen Mai 2017 und November 2018 an Crypto-Mining-Farmen gingen, was über einer Milliarde US-Dollar Umsatz entsprechen würde.

Allerdings sprach der Hersteller in diesem Kontext immer von speziellen OEM-Karten, beispielsweise auf Basis des P106-100-/P106-090-Grafikchips. Hierbei handelt es sich um eine angepasste Mining-Version des GP106, wie er auch in der Geforce GTX 1060 steckte. Diese Modelle hatte Nvidia speziell zum Schürfen der Ethereum-Währung geschaffen.

Zwei Jahre nach dem Einreichen der Crypto-Mining-Sammelklage ist das Thema aktueller denn je: Mit den CMP HX (Cryptocurrency Mining Processors) verkauft Nvidia erneut für Ethereum-Farmen gedachte Grafikchips, um den Gaming-Markt zu entlasten. Neue Karten wie die Geforce RTX 3060 (Test) erhalten zudem eine Hash-Drossel.

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Potrimpo 17. Mär 2021 / Themenstart

Genau so ist es.

gorsch 09. Mär 2021 / Themenstart

Es geht mir hier eher darum, wie hanebüchen die Berichterstattung war und welche...

x2k 09. Mär 2021 / Themenstart

NEIN!!!! Nicht weil man nur von scalpern kaufen kann sondern weil alle da kaufen. Das...

gorsch 08. Mär 2021 / Themenstart

Es täuscht einen Geschaftserfolg in einem Marktsegment vor, wo es relativ konstante...

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