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Geforce-Grafikkarten: Coin-Mining wird mit PC-Gaming-Hashtag beworben

Der Umsatz zählt: Die Grafikkartenknappheit hängt auch damit zusammen, dass diese in Crypto-Mining- statt in Gaming-Systemen landen.
/ Marc Sauter
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Mehrere Geforce RTX 3070 im Mining-Rig (Bild: Zotac)
Mehrere Geforce RTX 3070 im Mining-Rig Bild: Zotac

Eine Geforce RTX 3070 (Test) soll eigentlich 520 Euro kosten, zumindest ist das Nvidias Preis für die eigene Founder's Edition. Stattdessen sind die Grafikkarten nicht verfügbar und Partnermodelle werden, sofern lieferbar, locker für 900 Euro aufwärts verkauft.

Das verärgert die Gaming-Community, vor allem wenn Hersteller wie Zotac auch noch mit #PCMasterRace das Foto eines Crypto-Mining-Systems(öffnet im neuen Fenster) bewerben. In diesem Rig rechnen gleich acht in Reihe geschaltete Geforce RTX 3070, die ergo nicht im regulären Handel landen.

Aktuell ist der Kurs diverser Währungen, allen voran Bitcoin, extrem hoch – und dementsprechend zahlt diese Industrie auch sehr gut. Wie viele Grafikarten in Crypto-Mining- statt in Gaming-Systemen landen, verraten weder Nvidia noch die Partner. Die Vergangenheit aber hat gezeigt, dass der damit generierte Umsatz immens ausfallen kann.

Geforce RTX 3080 im Test – Benchmarks
Geforce RTX 3080 im Test – Benchmarks (05:01)

So brach im vierten Quartal 2018 der Umsatz von Nvidias Gaming-Sparte auf die Hälfte ein, primär aufgrund des damaligen Rückgangs des Ethereum-Booms, einer Crypto-Währung. Weil sich diese im Herbst 2018 kaum noch rechnete, musste Nvidia die GPU-Lieferungen an seine Partner reduzieren, was Umsatz und Gewinn schmälerte.

Derzeit ist die Grafikkarten-Situation so angespannt, dass Mining-Unternehmen im asiatischen Raum dazu übergegangen sind, auch Laptops in großer Anzahl zum Schürfen von Ethereum zu verwenden. Der Kurs ist hoch genug, dass es möglich wird, mit einem mit einer Geforce RTX 3060 versehenen Notebook bei Starbucks zu sitzen und dort in zwei Stunden rund 84 US-Cent zu generieren(öffnet im neuen Fenster), womit sich der Kaffee wenigstens anteilig bezahlen ließe.

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Bei einem 24-Stunden-Betrieb wären das etwa 9,90 Euro an Bruttoumsatz und Starbucks müsste für die Stromkosten aufkommen, weshalb es sich nur um ein Experiment handelte. Der Hintergrund dazu: Mitte Februar 2020 lag der Ethereum-Kurs(öffnet im neuen Fenster) noch bei unter 300 US-Dollar, derzeit hat er bereits die Marke von 1.800 US-Dollar überschritten.


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