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Gefahr durch Windkraft: Vom Vogeltod zum Infraschall

Windräder, wie sie in der Landschaft stehen und sich drehen, kann man schlecht finden. Aber wie viel Unheil verbreiten sie wirklich? Eine Einordnung.
/ Mario Petzold
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Vögel und Windkraftanlagen bleiben am besten auf Abstand. (Bild: Pixabay/Kranich17)
Vögel und Windkraftanlagen bleiben am besten auf Abstand. Bild: Pixabay/Kranich17
Inhalt
  1. Gefahr durch Windkraft: Vom Vogeltod zum Infraschall
  2. Gefahr für Vögel und Mikroklima
  3. Die Liste der Gefahren ist lang

Eine Sache mit kritischen Aussagen zu Windkraftanlage ist, dass eigentlich alle stimmen – mal abgesehen davon, dass die US-Regierung sie als Bedrohung für die nationale Sicherheit einstufen will, weil sie Radarsysteme beeinträchtigen. Vor einem Jahr spielte das US-Militär aber noch ein kurzes Update mit dem Standort eines neuen Windparks ein. Diese Bedrohung scheint also allenfalls konstruiert zu sein.

Anderes ist durchaus belegt: Vögel sterben beim Zusammenstoß mit Windrädern, Insekten auch. Der ausgesendete Infraschall der Anlagen lässt sich messen. Die Windkraftanlagen beeinflussen zudem die Windgeschwindigkeit. Ihr Aufbau zerstört Landschaft, verursacht CO2-Emissionen, und das Recycling der Flügel bereitet weiterhin Probleme.

Noch so eine Sache mit kritischen Aussagen zu Windkraftanlagen ist, dass sie ganz häufig ohne Zusammenhang eingeordnet werden. Offensichtliches Beispiel: Man kann den Bau eines Windparks stoppen, aber der Strom wird dennoch benötigt – weshalb ersatzweise ein Kohlekraftwerk, eine Gasturbine oder AKW errichtet werden müsste.

Der Vergleich hinkt ein wenig, denn um ein Großkraftwerk zu ersetzen, benötigt man etwa 500 bis 1.000 Windräder, muss diese gut verteilen und die erzeugte Energie zwischenspeichern. Aber das wäre schon der erste Punkt: Sie ersetzen andere Kraftwerke, die dann nicht zusätzlich in der Landschaft herumstehen.

Die Emissionen von Windrädern

CO2-Emission verursacht der Bau einer Windkraftanlage ebenfalls, vor allem des Betonfundaments. 200 bis 300 Tonnen sollen es sein, hinzu kommen die Stahlproduktion, der Transport zum Aufstellort – mindestens 500 Tonnen CO2 dürften es insgesamt sein. Parallel dazu spart so ein Windrad aber beträchtliche Emissionen ein. 4.000 Tonnen(öffnet im neuen Fenster) sind es bei einer größeren Anlage pro Jahr, 100.000 Tonnen auf die Lebenszeit gerechnet.

Hinzu kommen Feinstaubbelastungen durch Materialabrieb. Je nach Quelle handelt es sich um 100 bis 1.000 Tonnen Feinstaub pro Jahr, wohlgemerkt für alle Windkraftanlagen in Deutschland zusammen. Selbst der Abrieb aller Schuhsohlen(öffnet im neuen Fenster) in Deutschland soll deutlich höher liegen. Es gibt allerdings auch sehr viele Schuhsohlen in Deutschland.

Bleibt noch der gefürchtete Infraschall, den Windräder messbar emittieren. Den kann man jedoch nicht hören und er nimmt mit der Entfernung zum Windrad rapide ab. Nach 300 Metern ist eine Wahrnehmung nicht mehr möglich. Nach 700 Metern verschwindet der Infraschall im Hintergrundrauschen und ist nicht mehr messbar.

Zumal es andere Quellen für Infraschall gibt, denen man deutlich näher kommt als dem Maschinenhaus einer Windkraftanlage. Neben an Land auftreffenden Wellen wäre das vor allem der Straßenverkehr und damit auch das Auto, in dem man fährt.


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