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Die Liste der Gefahren ist lang

Die Liste der Probleme lässt sich fast beliebig verlängern. So fangen Windkraftanlagen Feuer. Dieses Schauspiel ist derart imposant, und die Anlagen sind von der Feuerwehr aufgrund ihrer Höhe und der Gefahr durch herabfallende Trümmer praktisch nicht löschbar.

Dementsprechend gehen solche Bilder schnell um die Welt. In Deutschland gab es zwischen 2005 und 2025 allerdings weniger als 100 dokumentierte Fälle von Bränden und keineswegs alle führten zum Abbrennen des Windrads.

Angesichts von knapp 30.000 Anlagen im Land ist ein Brand somit äußerst unwahrscheinlich. Es fehlt an genügend brennbarem Material und an der nötigen Hitzeentwicklung, so dass fast ausschließlich Wartungsversäumnisse bei alten Anlagen derartige Unglücke verursachen.

Windräder blockieren Flächen

Und schließlich müssen Windräder auf teils wertvolle Flächen aufgestellt werden, entweder in Wäldern oder auf landwirtschaftlichen Nutzflächen. Dafür werden üblicherweise Bereiche von 50 mal 50 Metern freigehalten – was die Windkraft zu der erneuerbaren Energie macht, die mit Abstand am wenigsten Platz benötigt.

Das ist wenig verwunderlich bei einem Bauwerk, das sich vor allem durch seine Höhe auszeichnet. Wer darüber hinaus schon einmal die Gelegenheit hatte, ein Braunkohlerevier zu besuchen, weiß, was Flächenverbrauch bedeutet.

Die Argumente für die Windkraft sind im Vergleich dazu recht überzeugend: Die Energieform ist die einzige, die sich konkurrenzfähig vor Ort herstellen und anschließend komplett unabhängig betreiben lässt. Nur bei Photovoltaik entstehen pro Kilowattstunde noch geringere Kosten.

Dazu ist der Ertrag vergleichsweise gleichmäßig über das Jahr verteilt und steigt in den Wintermonaten, wenn die Sonne wenig scheint, noch einmal deutlich an. Eine Studie am MIT(öffnet im neuen Fenster) zeigt für bestimmte Regionen sogar, dass bei kluger Verteilung der Standorte beinahe rund um die Uhr genug Strom aus Wind erzeugt werden kann.

Schließlich darf auch der kulturelle Aspekt nicht vergessen werden. Im Gegensatz zu vielen neumodischen Energieträgern von Erdgas bis Atomkraft lässt sich die Nutzung der Windkraft in Europa mindestens auf 1.000 Jahre zurückverfolgen. Die erste Erzeugung von Strom per Windrad lieg immerhin schon 140 Jahre zurück.


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