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Gefälschte Tor-Browser-App: Apple reagiert sehr spät auf Entwicklerbeschwerden

Bereits im Dezember hat sich das Tor-Projekt bei Apple über eine vermutlich gefälschte iOS-App beschwert. Doch erst Monate später, nach Medienberichten und direkten Kontakten reagiert das Unternehmen.

Artikel veröffentlicht am ,
Inzwischen nicht mehr verfügbar: Der gefälschte Tor-Browser für iOS
Inzwischen nicht mehr verfügbar: Der gefälschte Tor-Browser für iOS (Bild: Apple, Screenshot: Golem.de)

Es ist nicht das erste Mal, dass sich ein Open-Source-Projekt öffentlich über gefälschte Software beschwert. Doch dass die Tor-Entwickler ausgerechnet bei Apple in den Mühlen der Bürokratie landen, ist doch erstaunlich. Immerhin ist das Unternehmen für seine strenge Politik in Bezug auf Software in seinem App Store bekannt. Erst mehrere Monate nach der ursprünglichen Beschwerde verschwand der falsche Tor-Browser letztlich doch aus dem App Store.

Monate passiert nichts

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Ende Dezember 2013 wurde ein Tor-Bugreport erstellt, der die App als Fake beschreibt, mit dem Hinweis, dass sie "voll von Spyware und Adware" sei. Aus dem Eintrag geht ebenfalls hervor, dass der Ersteller des Reports sich kurz darauf mit einer offiziellen Beschwerden an Apple gewandt habe. Der iOS-Hersteller habe unverzüglich mit dem Hinweis reagiert, dass er den Entwickler der App zu den Anschuldigungen befragen werde, heißt es weiter in dem Bericht.

Doch seit dieser kurzen Interaktion Anfang Januar sei von Seiten Apples nichts weiter geschehen. Anfang Februar überlegten die Entwickler, ob und wie der bei Apple ausgelöste Vorgang umgangen und somit beschleunigt werden kann. Vor zwei Tagen - am 19. März - galt schließlich: "An den Pranger stellen ist nun geboten".

So rief etwa die langjährige Tor-Entwicklerin Runa Sandvik, die derzeit für das Center for Democracy and Technology arbeitet, Apple via Twitter dazu auf, die App zu entfernen. Ebenso seien persönliche E-Mails an Apple-Verantwortliche gerichtet worden, darunter auch an Window Snyder, die für Sicherheit und Datenschutz der Apple-Produkte zuständig ist. Darüber hinaus berichteten verschiedene Medien über den Fall.

Mittlerweile ist die Anwendung ohne einen weiteren Hinweis aus dem App Store entfernt wurden. In dem Bugreport wird aus einer Antwort Apples zitiert: "Wir haben die nachfolgende App aus dem App Store entfernt. (...) Wir hoffen, dass dies ihre Bedenken behebt."

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Anonymer Nutzer 23. Mär 2014

Jedes Unternehmen, das sich als Provider nicht strafbar machen will wegen anbietens...


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