Gefälschte Impfnachweise: Kriminelle verkaufen Daten ihrer Kunden

Auf Telegram und in Foren bieten Kriminelle die Daten ihrer Kunden feil, die zuvor gefälschte Impfbescheinigungen oder PCR-Tests gekauft haben.

Artikel veröffentlicht am ,
Ob dieses Impfzertifikat auch gefälscht ist?
Ob dieses Impfzertifikat auch gefälscht ist? (Bild: Robert-Koch-Institut)

Offenbar wollen kriminelle Händler doppelt abkassieren: Erst haben sie gefälschte Impf- und PCR-Testbescheinigungen über Telegram und entsprechende Foren verkauft, nun bieten sie an den gleichen Stellen die Daten ihrer Kunden an. Die größte Datenbank soll demnach die Daten von 500.000 Personen aus der Region Moskau umfassen. Zuerst hatte die russische Tageszeitung Kommersant berichtet.

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Demzufolge wird eine Datenbank mit tausend Einträgen für 120 US-Dollar gehandelt. Enthalten sind Passdaten, Telefonnummer und Wohnort sowie das Datum der Ausstellung des gefälschten Zertifikates und die Versichertennummer (SNILS). Teils würden die Daten auch Informationen zur Krankenversicherung enthalten, erklärte der Programmierer und Betreiber des Telegram-Kanals Eye of God, Jewgeni Antipow, der Tageszeitung.

Betrüger könnten die Käufer von gefälschten Impfpässen erpressen

Die größte Datenbank mit den persönlichen Daten von rund 500.000 Personen aus der Region Moskau kostet demnach rund 50 US-Cent pro Datensatz. Laut Kommersant begann der Verkauf der gefälschten Impfbescheinigungen mit der Öffnung der Grenzen und dem damit einhergehenden Reiseverkehr im Mai dieses Jahres. Mit der Ausweitung der Corona-Maßnahmen in Russland im November sei der Handel mit den gefälschten Bescheinigungen massiv angestiegen. Insbesondere Impfpässe, aber auch die darauf aufbauenden Impfzertifikate können leicht gefälscht werden.

Internet of Crimes: Warum wir alle Angst vor Hackern haben sollten (Deutsch) Gebundene Ausgabe

"In Anbetracht der Tatsache, dass die Verantwortung für die Verwendung gefälschter QR-Codes zu einer Straftat ausgeweitet werden soll, könnte dies zu einer neuen Goldgrube für Betrüger werden", erklärt Ashot Oganesian, der sich mit dem Aufspüren von Datenlecks im Internet beschäftigt. Mit den nun verkauften Kundendaten könnten diese beispielsweise erpresst werden.

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klick mich 23. Nov 2021

Du hast eine Komponente übersehen, das Virus ... Ein nachvollziehbares Beispiel aus...

Max72 17. Nov 2021

Das klingt leider absolut plausibel. Ich verstehe es nur dennoch nicht. Ist die...

Dakkaron 16. Nov 2021

Für eine Erpressung muss es ja nicht rechtlich hieb- und stichfest sein. Es muss nur...

Dakkaron 16. Nov 2021

Die Widersprüche kommen natürlich nicht aus der Wissenschaft, aber für viele ist es...

Dakkaron 16. Nov 2021

Würde einiges an Ermittlungsarbeit sparen^^



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