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Gefährliche Sicherheitslücke: Apple-Geräte lassen sich per Bluetooth kapern

Security-Alert
Bei iPhones, iPads, Macs und anderen Apple-Geräten lässt sich ohne Zutun des Nutzers über Bluetooth Schadcode einschleusen. Neue Updates beheben das.
/ Marc Stöckel
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iPhones und andere Apple-Geräte erhalten wichtige Sicherheitsupdates. (Bild: HECTOR RETAMAL/AFP via Getty Images)
iPhones und andere Apple-Geräte erhalten wichtige Sicherheitsupdates. Bild: HECTOR RETAMAL/AFP via Getty Images

Die seit wenigen Tagen erhältlichen Updates für iOS, MacOS und andere Betriebssysteme von Apple enthalten nicht nur neue Funktionen, sondern schließen auch Hunderte von Sicherheitslücken. Dustin Childs von der Zero Day Initiative (ZDI) hat nun eine Analyse veröffentlicht(öffnet im neuen Fenster), in der er einige besonders gefährliche Lücken hervorhebt. Dazu zählt eine Bluetooth-Lücke, über die sich Schadcode einschleusen lässt.

Die Bluetooth-Lücke ist als CVE-2026-65414(öffnet im neuen Fenster) registriert und betrifft alle Apple-Betriebssysteme. Sie erreicht einen kritischen Schweregrad (CVSS: 9,8) und basiert auf möglichen Schreibvorgängen außerhalb vorgegebener Grenzen.

Durch die Lücke können Angreifer ohne Nutzerinteraktion eigenen Code zur Ausführung oder Apps unerwartet zum Absturz bringen. Damit sind auch automatisierte Angriffe denkbar, bei denen Malware von einem Gerät zum nächsten springt und innerhalb kurzer Zeit zahlreiche Apple-Geräte in einem bestimmten Gebiet infiziert.

Eine weitere gefährliche Schwachstelle ist als CVE-2026-65346(öffnet im neuen Fenster) registriert und betrifft die ImageIO-Komponente mehrerer Apple-Betriebssysteme. Sie erreicht einen hohen Schweregrad (CVSS: 8,8) und basiert auf einem möglichen Integer-Überlauf. Dabei kann durch die bloße Verarbeitung einer Bilddatei, etwa durch deren Anzeige in einem Chat, Schadcode zur Ausführung gelangen. Eine ähnliche Anfälligkeit wurde 2025 in Verbindung mit einer Zero-Click-Lücke in Whatsapp ausgenutzt.

Updaten lohnt sich

Auch CVE-2026-65400(öffnet im neuen Fenster) wird in der Analyse von Childs hervorgehoben. Diese Lücke ist kritisch (CVSS: 9,8), wird bereits aktiv ausgenutzt(öffnet im neuen Fenster), betrifft die Bildschirmfreigabe von MacOS und wurde schon Anfang August geschlossen. Sie lässt Angreifer die Authentifizierung von Screen Sharing umgehen und dadurch aus der Ferne die Kontrolle über anfällige Systeme übernehmen. Den Patch hat Apple jetzt auch in die neue Version von MacOS übernommen.

Insgesamt hat Apple mit den jüngsten Softwareupdates(öffnet im neuen Fenster) laut Zählung der ZDI 273 Sicherheitslücken geschlossen. Als geschützt gelten MacOS 27(öffnet im neuen Fenster) (Golden Gate), 26.7(öffnet im neuen Fenster) (Tahoe) und 15.8(öffnet im neuen Fenster) (Sequoia) sowie iOS und iPadOS in den Versionen 27(öffnet im neuen Fenster) und 26.7(öffnet im neuen Fenster) und TvOS(öffnet im neuen Fenster), WatchOS(öffnet im neuen Fenster), VisionOS(öffnet im neuen Fenster), Safari(öffnet im neuen Fenster) und Xcode(öffnet im neuen Fenster) in Version 27.

Apple-Nutzer sollten zeitnah auf diese Versionen aktualisieren, um ihre Systeme vor möglichen Angriffen zu schützen. Eine vollständige Auflistung aller 273 Sicherheitslücken sowie der jeweils betroffenen Betriebssysteme ist in der Meldung der ZDI(öffnet im neuen Fenster) zu finden.

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