Gefährliche Produkte: Frankreich macht Wish.com unsichtbar und warnt vor Sortiment
Der Onlineshop von Wish.com ist eine Fundgrube für billigste Elektronik und oftmals qualitativ fragwürdige Waren. Für Frankreich sind sie zu gefährlich.
Der Onlineshop Wish.com des amerikanischen Unternehmens Contextlogic ist weltweit bekannt. Nicht aber wegen außerordentlichem Kundenservice oder besonderen Angeboten, sondern wegen einer schier unendlichen Auswahl billigster Waren, teilweise auch mit geklauten Produktnamen. In Frankreich soll die Seite nun zunächst aus sämtlichen Suchergebnissen sowie den Appstores verschwinden.
Die Anordnung stammt von Frankreichs Wirtschaftsminister Bruno Le Maire und basiert auf monatelangen Untersuchungen der Produkte sowie ungehörten Beschwerden seitens der Regierung bei den Betreibern des Shops.
Bei 140 stichprobenartigen Überprüfungen der Waren, die Wish.com als Schnäppchen anpries, kam heraus, dass beispielsweise 95 Prozent des bestellten Spielzeugs nicht gesetzeskonform waren, 45 Prozent gar gefährlich. Der Elektronik, mit der Wish.com aggressiv wirbt, stellten die Experten ein noch schlechteres Zeugnis aus. 95 Prozent der Produkte entsprachen nicht den gesetzlichen Mindestanforderungen, 90 Prozent stufte man als gefährlich ein.
Wish geht vor Gericht
Die Bestellungen tätigte die Verbraucherschutzbehörde DGCCRF seit 2018, eine Analyse der Geschäftspraktiken lief parallel. So habe man auch festgestellt, dass Wish.com Warnungen vor gefährlichen Produkten zwar zur Kenntnis nehme und die Produkte aus dem Store entferne, diese aber wenig später unter neuem Namen wieder anbiete, heißt es.
Als Konsequenz forderte Frankreich Wish.com zunächst auf, irreführende Angaben zu entfernen und vor Gefahren zu warnen. Da dies nicht geschah, sah sich die französische Regierung nun zu dem weitergehenden Schritt gezwungen, um den Druck auf die Betreiber zu erhöhen. Sollte auch das nicht zum Erfolg führen, drohte die französische Regierung an, Wish.com vollständig zu sperren.
Wish.com reagierte bislang nur mit einem Statement, welches besagt, dass das Unternehmen rechtliche Schritte einleiten wolle, da man die Maßnahmen der französischen Regierung für überzogen und illegal halte.
Der Autor meint dazu
Hoffentlich hat man den Anwalt für den kommenden Rechtsstreit nicht bei Wish bestellt.
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Europa aber auch. Da gibts eine sehr spannende vorlesung von Herrn Sinn vom ifo...
Eigenverantwortung, jeder der noch alle latten am zaun hat bestellt da sowieso Nichts...
Wer wiederholt Produkte verkauft deren in Verkehr bringen illegal ist - etwa weil es auf...