Geely Future Mobility Constellation: Geely schießt Satelliten für vernetzes Fahren ins All

Der erste Anlauf mit zwei Satelliten ist gescheitert. Geelys neue Satelliten für die Fahrzeugkommunikation funktionieren.

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Künstlerische Darstellung eines Geespace-Satelliten: genauere Positionsbestimmung als GPS
Künstlerische Darstellung eines Geespace-Satelliten: genauere Positionsbestimmung als GPS (Bild: Geely)

Neun Satelliten für autonomes Fahren: Das chinesische Unternehmen Geespace hat mit dem Aufbau einer Satellitenkonstellation begonnen. Diese soll Autos vernetzen und beim automatisierten Fahren unterstützen. Geespace ist ein Tochterunternehmen des chinesischen Automobilkonzerns Geely.

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Eine Trägerrakete vom Typ Langer Marsch 2C brachte die Satelliten in eine niedrige Umlaufbahn (Low Earth Orbit, Leo). Die Rakete startete vom Xichang Satellite Launch Center in der südwestchinesischen Provinz Sichuan aus.

Laut der terrestrische Basisstation von Geespace in Korla im Autonomen Gebiet Xinjiang funktionieren alle Satelliten ordnungsgemäß. Die beiden ersten Satelliten von Geespace, die im Dezember 2021 ins All geschossen wurden, erreichten ihren vorgesehenen Orbit nicht.

Die Geesat-1-Satelliten ermöglichen laut Geely eine Positionsbestimmung bis auf wenige Zentimeter, also deutlich genauer als mit GPS. Zudem sollen darüber Fahrzeuge untereinander (Vehicle to Vehicle, V2V) und mit der Infrastruktur (Vehicle to Infrastructure, V2I) kommunizieren. Außerdem sollen sie über die Satelliten Softwareupdates beziehen.

Geespace vernetzt Autos der Konzernmarken

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Der vor zwei Jahren angekündigte Dienst ist in erster Linie für die Fahrzeuge des Konzerns gedacht. Dazu gehören neben Geely und anderen eigenen Marken auch die zugekauften Volvo, Polestar, Lotus und Terrafugia.

Geely will den Dienst aber auch an andere vermarkten: So will der Konzern zusammen mit Partnern aus der Logistikbranche eine Plattform aufbauen, über die Lieferfahrzeuge in Echtzeit organisiert und verfolgt werden können. Die Satelliten sollen bei den Asienspielen, die vom 10. bis 25. September in Hangzhou stattfinden, unter anderem zur Positionsbestimmung, zur Fernerkundung und zur Kommunikation eingesetzt werden. Zudem will Geely die Satelliten für ein eigenes Umweltprojekt nutzen.

Geely baut Satelliten

Die Satelliten baut der Konzern selbst. Dazu hat er in Taizhou ein Produktions- und Testzentrum eingerichtet. In der Stadt in der ostchinesischen Provinz Zhejiang baut Geely auch Autos. Bis zu 500 Satelliten im Jahr sollen in der Fabrik gefertigt werden.

Autonomes Fahren und die Zukunft der Mobilität

So viele sind für die Geely Future Mobility Constellation nicht nötig. Die wird in der ersten Phase aus 72 Satelliten bestehen, die bis 2025 ins All geschossen werden sollen. In der zweite Phase sollen weitere 168 Satelliten folgen. Die Konstellation soll also aus insgesamt 240 Satelliten bestehen.

Experten kritisieren die neuen großen Satellitenkonstellationen, da diese das Problem mit dem Weltraummüll verschärfen. Die Geespace-Satelliten sind laut Geely für eine Betriebsdauer von fünf Jahren ausgelegt. Danach sollen sie in der Erdatmosphäre verglühen, ohne Weltraumschrott zu hinterlassen.

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