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Geely: China soll deutsches Flugtaxiunternehmen Volocopter übernehmen

Der chinesische Automobilriese Geely plant Berichten zufolge die Übernahme des deutschen Flugtaxi-Pioniers Volocopter .
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Volocopter-Flug in Singapur (Bild: Nikolay Kazakov for Volocopter)
Volocopter-Flug in Singapur Bild: Nikolay Kazakov for Volocopter

Wird Volocopter durch das chinesische Unternehmen Geely gerettet? Bloomberg berichtet(öffnet im neuen Fenster) , dass Volocopter für 95 Millionen US-Dollar von Geely übernommen werden soll. Das Unternehmen wolle einen Anteil von etwa 85 Prozent an dem angeschlagenen deutschen Start-up erwerben, heißt es in dem Bericht.

Der dramatische Rückgang des Volocopter-Unternehmenswerts von 1,9 Milliarden US-Dollar im Jahr 2022 auf etwa 110 Millionen US-Dollar unterstreicht die schwierige Lage, mit der das Luftfahrt-Start-up konfrontiert ist.

Chinas strategischer Vorstoß in die Mobilität der Zukunft

Quellen von Bloomberg deuten darauf hin, dass Volocopter seine Produktionsstätten nach China verlegen könnte, falls der Deal zustande kommt, obwohl das Unternehmen auch an seinem deutschen Standort festhalten könnte.

Das Management von Volocopter dementierte in früheren Erklärungen Übernahmepläne. Doch die jüngsten Führungswechsel im Unternehmen, einschließlich der Ankündigung des geplanten Ausscheidens von CEO Dirk Hoke Anfang 2025, deuten darauf hin, dass eine strategische Neuausrichtung notwendig sein könnte, um zu überleben.

Lilium meldet Insolvenz an

Der Münchner Lufttaxi-Hersteller Lilium hatte Ende Oktober 2024 in den USA und in Deutschland Insolvenz angemeldet Die beiden Hauptgesellschaften, Lilium GmbH und Lilium eAircraft GmbH, werden beim Amtsgericht Weilheim Schutz unter dem deutschen Insolvenzrecht beantragen, die US-Tochter beantragte die Einleitung des Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung.

Das 2015 gegründete Unternehmen Lilium beschäftigt unter der Führung des ehemaligen Airbus-Managers Klaus Roewe etwa 1.000 Mitarbeiter. Mit der Entwicklung eines elektrisch betriebenen Kleinflugzeugs erhielt das Unternehmen rund 700 Fest- und Vorbestellungen aus verschiedenen Ländern.

Trotz Investitionen in Höhe von 1,5 Milliarden Euro durch Kunden und Investoren verschlechterte sich die finanzielle Lage Liliums zunehmend. Allein im ersten Halbjahr 2024 wurden fast 200 Millionen Euro für Entwicklung und Zertifizierungsprozesse ausgegeben.

Kurz vor dem Ende der Ampelregierung lehnte die Bundesregierung eine Bürgschaft für Lillium in Höhe von 50 Millionen Euro ab.


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