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Geeksphone Keon: Smartphone mit Firefox OS für 110 Euro

Ab sofort können die beiden Firefox-OS-Smartphones von Geeksphone bestellt werden. Das Keon gibt es dann für etwa 110 Euro, das Peak kostet rund 180 Euro. Die Smartphones richten sich an Entwickler, können aber von jedem Interessierten bestellt werden.
Aktualisiert am , veröffentlicht am / Ingo Pakalski
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Keon - Smartphone mit Firefox OS (Bild: Geeksphone)
Keon - Smartphone mit Firefox OS Bild: Geeksphone

Die Smartphones Keon und Peak von Geeksphone sind die ersten frei verfügbaren Geräte mit Firefox OS. Erst später kommen die ersten Firefox-OS-Smartphones auf den Markt, vorerst aber nicht in Deutschland. Wer aber für Firefox OS entwickeln oder aber schon ein Smartphone mit Mozillas Betriebssystem verwenden möchte, kann die Geräte ab sofort bei Geeksphone(öffnet im neuen Fenster) bestellen.

Für rund 110 Euro zuzüglich rund 16 Euro Versandkosten gibt es das Keon. Dieses Gerät soll im Grunde von der Hardwareausstattung her den ersten Firefox-OS-Smartphones entsprechen, die im Sommer 2013 auf den Markt kommen werden. Entwickler können mit dem Gerät ein Gefühl dafür erhalten, welche Möglichkeiten die Geräte haben, die zunächst bei den Kunden ankommen.

Mozilla zeigt Firefox OS (MWC 2013)
Mozilla zeigt Firefox OS (MWC 2013) (07:08)

Das besser ausgestattete Peak wird etwa 180 Euro kosten, wobei dann ebenfalls noch rund 16 Euro Versandkosten dazukommen. Für den Massenmarkt wird es vorerst keine Geräte geben, die die Ausstattung des Peaks haben werden. Daher ist das Gerät vor allem für Entwickler gedacht, die sich primär auf künftige Entwicklungen konzentrieren wollen.

Geeksphone-Modelle laufen mit einer Vorabversion von Firefox OS

Beide Geeksphone-Smartphones werden noch mit einer Vorabversion von Firefox OS ausgeliefert, sie trägt die Versionsnummer 1.0.1. Drahtlos werden dann in den kommenden Wochen Updates mit neuen Firefox-OS-Versionen verteilt, so dass das Gerät bequem aktualisiert werden kann. Mozilla verspricht, dass alle paar Wochen neue Updates des Betriebssystems erscheinen werden.

Firefox-OS-Smartphones für Endkunden kommen später

Ende Januar 2013 hatte Geeksphone die Entwickler-Smartphones mit Firefox OS erstmals vorgestellt, aber bisher weder einen Auslieferungstermin noch Preise genannt. Ende Februar 2013 erklärte Mozilla dann, dass sich die Geeksphone-Modelle zwar an Entwickler richten , aber prinzipiell jeder Interessent diese bestellen kann.

Mozilla entschied sich bewusst für eine günstige Hardwareausstattung

Die geringe Hardwareausstattung der Firefox-OS-Smartphones spiegelt das Vorhaben der Mozilla-Foundation wider, die Firefox-OS-Geräte für möglichst viele Menschen erschwinglich zu machen. Wie Christian Heilmann, Technical Evangelist bei der Mozilla Foundation, im Gespräch mit Golem.de auf dem Mobile World Congress 2013 in Barcelona erklärt hatte, will die Organisation auch Nutzern mit geringem Einkommen einen Zugang zum Internet und zu Social-Media-Diensten wie Facebook und Twitter geben, insbesondere in Entwicklungs- und Schwellenländern. Es sei nicht fair, dass beispielsweise ein Autor oder ein Fotograf seine Werke nicht im Internet teilen könne, nur weil er nicht die finanziellen Möglichkeiten habe, sich ein teures Smartphone zu kaufen.

Generell sei keine Kreditkarte nötig, um Apps im Firefox-Marktplatz zu kaufen, führte Heilmann aus. Das Unternehmen wolle mit den Mobilfunknetzbetreibern eine Abrechnung über die Telefonrechnung ermöglichen. Auf diese Weise wolle Mozilla auch Menschen den Zugang zu kostenpflichtigen Apps ermöglichen, die keine Kreditkarte bekommen könnten. Zugleich könnten auch Jugendliche Apps kaufen, ohne dass Kreditkartendaten eines Elternteils auf dem Gerät eingegeben werden müssten. Dies diene zudem zur Kostenkontrolle: Mit Hilfe von Prepaid-Karten könnten Eltern so verhindern, dass viel Geld für Apps ausgegeben werde.

Um die laufenden Kosten für Datenabrufe gering zu halten, können bestimmte Apps komplett heruntergeladen und offline genutzt werden. So kann der Nutzer das gewünschte Programm in einem WLAN-Netzwerk herunterladen und später ohne weitere Kosten für mobilen Datenverkehr unterwegs nutzen.

Entwickler können bestehende Apps leicht anpassen

Die Mozilla Foundation ermutigt Webentwickler, ihre Anwendungen für Firefox OS anzubieten. Laut Christian Heilmann ist dazu oftmals nur eine geringfügige Anpassung des Quellcodes nötig. Um das Angebot an Apps zu erhöhen, veranstaltet Mozilla spezielle Kurse, in denen Entwicklern gezeigt wird, wie sie Applikationen für Firefox OS schreiben beziehungsweise umschreiben können.

Laut Mozilla will das Unternehmen seine Smartphones zunächst in Entwicklungs- und Schwellenländern anbieten. Lateinamerika, insbesondere Brasilien, sei für das Unternehmen interessant, ebenso einige osteuropäische Länder. So wird das Alcatel One Touch Fire im Sommer 2013 in Zusammenarbeit mit der Deutschen Telekom zunächst in Polen angeboten, weitere Länder Osteuropas sollen folgen. In Spanien soll es bald Firefox-OS-Smartphones bei Telefónica geben.

Nachtrag vom 23. April 2013, 10:29 Uhr

Die Server von Geeksphone halten dem aktuellen Ansturm nicht stand. Es gelingt Nutzern nur mit Mühe, ein Benutzerkonto anzulegen, so dass auch keine Geräte bestellt werden können. Zwischenzeitlich war das Keon als ausverkauft markiert, ist jetzt aber wieder bestellbar.


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