Gedruckter Schädel: 3D-Drucker in der Medizinerausbildung
Modelle sind in der Medizin ein beliebtes Mittel, angehende Ärzte auf ihre anspruchsvollen Aufgaben vorzubereiten, ohne dass Schäden entstehen können. Der aus unterschiedlichen Materialien gedruckte Schädel aus einem 3D-Drucker soll die unterschiedlichen Texturen der Gewebeschichten realistisch wiedergeben.
An dem zudem noch sehr preiswertem Modell sollen junge Ärzte die Entnahme eines Gehirntumors erlernen. Die Konsistenz von Knochen, Häuten und Geweben sollen dem Lernenden ein lebensnahes Gefühl vermitteln, wie eine Schädelöffnung und die eigentliche Gehirn-OP verlaufen.
Prof. Dr. Vickneswaran(öffnet im neuen Fenster) von der Uni Malaya in Kuala Lumpur (Malaysia) und seine Kollegen haben das Modell mit 3D-Druckern erstellt, die Materialien unterschiedlicher Dichte und Textur ausgeben können. Der geleeartige Tumor ist allerdings nicht aus dem Drucker, sondern besteht aus Kunststoff, der in eine Kavität gespritzt wurde, die der 3D-Drucker erzeugte. Das Modell entstammt Patientenscans. Das Modell lässt sich am Rechner auch anpassen, so dass eventuell ganze OPs vorher durchgespielt werden können. In diesem Fall würde das Modell nicht mehr in der Ausbildung, sondern der Praxis eingesetzt werden können.
Jedes Modell kostet rund 600 US-Dollar. Die Forscher haben nach einem Bericht des New Scientist(öffnet im neuen Fenster) auch noch bessere Modelle entwickelt, die bluten können und mit Gehirnflüssigkeit gefüllt sind. Damit können Neuroendoskopien geübt werden.
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