• IT-Karriere:
  • Services:

Gedruckter Lautsprecher: Surround-Sound-Lautsprecher aus Papier wiegt 150 Gramm

Ein Team der TU Chemnitz hat ein Verfahren entwickelt, um Lautsprecher in einem Masse-tauglichen Verfahren herzustellen.

Artikel veröffentlicht am ,
Gedruckter Lautsprecher: günstige Infotainment-Lösungen für Museen oder Messen
Gedruckter Lautsprecher: günstige Infotainment-Lösungen für Museen oder Messen (Bild: Jacob Müller/TU Chemnitz)

Riesige Lautsprecher machen natürlich etwas her und lassen den Besitzer als Hifi-Connaisseur erscheinen. Der Surround-Lautsprecher der Zukunft sieht aber anders aus: eher wie ein Lampenschirm, der unter der Decke hängt.

Stellenmarkt
  1. RENK AG, Augsburg
  2. ALDI International Services GmbH & Co. oHG, Mülheim an der Ruhr, Düsseldorf, Dortmund, Duisburg

Einen solchen Lautsprecher haben Wissenschaftler der Technischen Universität (TU) Chemnitz geschaffen. Anders gesagt: Sie haben ihn auf einen knapp vier Meter langen Papierbogen gedruckt. Der Bogen enthält 56 Lautsprecher, die "zu einer Art 7.1-Surround-System kombiniert" würden, berichtet Projektleiter Georg Schmidt von der TU Chemnitz.

Das Buch spricht

T-Roll nennt das Team seinen gedruckten Surround-Lautsprecher. Er basiert auf einer Technik, an der Schmidt und sein Team bereits seit einigen Jahren arbeiten. Dieses T-Paper besteht aus einem Blatt Papier oder einer Folie als Trägermaterial. Das Substrat wird mit zwei Schichten eines leitfähigen organischen Polymers bedruckt. Sie bilden die Elektroden. Dazwischen sitzt eine piezoelektrische Schicht, die das Trägermaterial in Schwingungen versetzt. Durch Luftverdrängung werden Töne erzeugt.

Bereits vor einigen Jahren stellte die TU Chemnitz das T-Book vor, ein sprechendes Buch, in dessen Seiten die Lautsprecher integriert waren. Der Nachteil war, dass die Seiten noch in einer halbautomatischen Einzelbogenfertigung hergestellt wurden.

Inzwischen hat das Team um Schmidt das Herstellungsverfahren so weiterentwickelt, dass die gedruckten Lautsprecher in einem Rolle-zu-Rolle-Verfahren gedruckt werden, also in einem Massendruckverfahren. Das beschreibt das Team in einem Aufsatz in der Fachzeitschrift Advanced Materials.

"Forscherinnen und Forscher aus den Bereichen Printmedientechnik, Chemie, Physik, Akustik, Elektrotechnik und Wirtschaft, die aus sechs Nationen stammen, entwickelten eine kontinuierliche, hochproduktive und sichere Rollenproduktion von Lautsprecherbahnen", sagt Schmidt. Ferner seien auch Inline-Technologien für weitere Prozessschritte entwickelt worden, etwa um Elektronik in das Papier einzubetten.

  • Das Team um Georg Schmidt hat ein Rolle-zu-Rolle-Druckverfahren für das T-Paper entwickelt. (Bild: Jacob Müller/TU Chemnitz)
  • Damit werden die Lautsprecher und die dazugehörige Elektronik auf Papier gebracht. (Bild: Jacob Müller/TU Chemnitz)
  • Diese 4 m lange Bahn hat 54 Lautsprecher und wiegt nur 150 Gramm. (Bild: Jacob Müller/TU Chemnitz)
Das Team um Georg Schmidt hat ein Rolle-zu-Rolle-Druckverfahren für das T-Paper entwickelt. (Bild: Jacob Müller/TU Chemnitz)

Mit Hilfe dieser Technik entstand der T-Ring. Die gedruckte Lautsprecherbahn wiegt nur 150 Gramm und besteht zu 90 Prozent aus konventionellem Papier, das beidseitig farbig bedruckt werden kann. "So sind nun günstige Infotainment-Lösungen etwa in Museen, auf Messen und in der Werbebranche möglich. In öffentlichen Gebäuden ist beispielsweise eine sehr homogene Beschallung langer Strecken wie Korridore möglich. Aber auch die Prozesstechnik selbst könnte für andere Bereiche interessant werden, zum Beispiel zur Fertigung von Inline-Messsystemen für Industrie 4.0", sagt Schmidt.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (u. a. XFX Radeon RX 6800 QICK319 BLACK Gaming 16GB für 949€)

abufrejoval 28. Jan 2021 / Themenstart

Die allseitige Beschallung macht mir mehr zu schaffen, als der Bedarf nach neuen...

Dome1910 28. Jan 2021 / Themenstart

Klingt genau so katastrophal wie Tetra Pak, Papier und Plastik untrennbar verbunden in...

derdiedas 28. Jan 2021 / Themenstart

Ähm nööö

Wabba 28. Jan 2021 / Themenstart

Auch das kann für Museen ein veritabler Einsatzzweck sein

Wabba 28. Jan 2021 / Themenstart

Wenn aus jeweils 8 Lautsprechern dasselbe Signal kommt und noch irgendwo ein Subwoofer in...

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


Übersetzung mit DeepL - Tutorial

Wir zeigen im Video, wie die Windows-Version des Übersetzungsprogramms DeepL funktioniert.

Übersetzung mit DeepL - Tutorial Video aufrufen
The Legend of Zelda: Das Vorbild für alle Action-Adventures
The Legend of Zelda
Das Vorbild für alle Action-Adventures

The Legend of Zelda von 1986 hat das Genre geprägt. Wir haben den 8-Bit-Klassiker erneut gespielt - und waren hin- und hergerissen.
Von Benedikt Plass-Fleßenkämper


    XPS 13 (9310) im Test: Dells Ultrabook ist besser denn je
    XPS 13 (9310) im Test
    Dells Ultrabook ist besser denn je

    Wir dachten ja, bis auf den Tiger-Lake-Chip habe Dell am XPS 13 nichts geändert. Doch es gibt einige willkommene Änderungen.
    Ein Test von Marc Sauter

    1. Dell-Ultrabook XPS 13 mit weniger vertikalen Pixeln
    2. Notebooks Dells XPS 13 mit Intels Tiger Lake kommt
    3. XPS 13 (9300) im Test Dells i-Tüpfelchen

    Surface Duo im Test: Microsoft, bitte bring ein Surface Duo 2!
    Surface Duo im Test
    Microsoft, bitte bring ein Surface Duo 2!

    Microsofts neuer Ausflug in die Smartphone-Welt ist gewagt - das Konzept stimmt aber. Nicht stimmig hingegen sind Software, Hardware und Preis.
    Ein Test von Tobias Költzsch

    1. Error 1016 Windows-Händler Lizengo ist online nicht mehr erreichbar
    2. Kubernetes Microsofts einfache Cloud-Laufzeitumgebung Dapr wird stabil
    3. Microsoft Surface Duo kostet in Deutschland ab 1.550 Euro

      •  /