Geckoview: Mozilla beginnt mit Firefox-Migration für Android

Browser-Hersteller Mozilla hat damit begonnen, den von Grund auf neu gestalteten Firefox für Android als Upgrade zu verteilen. Das bestätigt unter anderem der an den Arbeiten beteiligte Entwickler James Hugman auf Twitter(öffnet im neuen Fenster) . Er betont ebenfalls, dass es sich dabei um einen Re-Write handelt, also um eine neu geschriebene Version, statt um ein bloßes Update der bestehenden Codebasis.
Das stimmt jedoch nur zum Teil, denn auch der neue Firefox für Android basiert weiter auf der bekannten Gecko-Engine von Mozilla. Allerdings nutzt der standardmäßig für Android verteilte Firefox-Browser nun wie sein Pendant Firefox Klar das sogenannte Geckoview . Ziel von Geckoview ist es, die eigentliche Rendering-Engine Gecko des Firefox-Browsers in eine eigene Bibliothek auszulagern und somit von der UI des Browsers zu trennen - analog zu den Webview-Komponenten des Android-Systems auf Basis von Chromium.
Hinzu kommt, dass der neue Firefox für Android den Tracking-Schutz des Browsers standardmäßig nutzt. Das zuständige Team hat außerdem die Oberfläche im Vergleich zu vorher angepasst und der Browser bietet mit den sogenannten Collections(öffnet im neuen Fenster) nun eine Möglichkeit, Tabs zu gruppieren und so besser organisieren zu können. Ebenso lässt sich die Navigationsleiste so konfigurieren, dass diese am oberen oder eben am unteren Bildschirmrand angezeigt wird. Getestet hat Mozilla den neuen Browser bereits seit Anfang des Jahres.
Der Hersteller verteilt den neuen Browser auf Basis von Geckoview schrittweise, wie es in den dazu veröffentlichten FAQ(öffnet im neuen Fenster) heißt. Vollständig umgesetzt werden soll dies ab sofort sowie im Laufe des kommenden Augusts.
Für ein Upgrade auf den neuen Browser müssen die automatischen Updates aktiviert sein. Als Voraussetzungen gelten darüber hinaus mindestens Android 5 sowie Firefox in Version 59 aufwärts. Für ältere Firefox-Versionen wird das Upgrade nicht vollständig und für ältere Android-Versionen gar nicht umgesetzt.