Abo
  • Services:

Gebühren: EU-Kommission hebt Zeitlimit beim Gratis-Roaming auf

Ein Branchenverband beklagt, dass der Wegfall des Zeitlimits für kostenfreies Roaming im EU-Ausland dem Markt Geld entziehe. Auch die Schutzklausel würde nicht funktionieren.

Artikel veröffentlicht am ,
Urlauberin mit Mobiltelefon
Urlauberin mit Mobiltelefon (Bild: Alexander Demianchuk/Reuters)

Beim kostenfreien Roaming im EU-Ausland soll es nun doch keine zeitliche Begrenzung geben. Das geht aus einem überarbeiteten Vorschlag der EU-Kommission hervor. Die Vorlage sieht demnach "weder eine zeitliche Begrenzung noch eine Begrenzung nach Datenvolumen vor. Stattdessen soll es Schutzklauseln auf Basis des Wohnortes der Mobilfunkkunden geben, um einen Missbrauch zu verhindern, wenn die Roaming-Gebühren wie geplant zum 15. Juni 2017 fallen."

Stellenmarkt
  1. cbs Corporate Business Solutions Unternehmensberatung GmbH, Heidelberg, Dortmund, München, Hamburg
  2. BWI GmbH, Berlin

Kommissionsvizepräsident Andrus Ansip sagte: "Parlament und Rat haben unserem Vorschlag zugestimmt, die Roaming-Gebühren für Reisende in der EU abzuschaffen. Die europäischen Verbraucher würden nichts anderes akzeptieren." EU-Kommissar Günter Oettinger erklärte, dass "die Unternehmen gleichzeitig eine Handhabe gegen Missbrauch der neuen Regeln haben."

Betreiber klagen über fehlende Extraprofite

Jürgen Grützner, der Geschäftsführer des VATM (Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten) erklärte, die neue Regelung entziehe dem Markt Geld, das für den dringend notwendigen Infrastrukturausbau benötigt werde. Billige Anbieter auf Basis kleinerer oder technisch schlechterer Netze profitierten davon während die Betreiber großer, technisch ausgereifter Netze verlieren würden.

Die Schutzklauseln führten zu erheblichem bürokratischem Aufwand für die nationalen Anbieter ohne dabei Missbrauch wirklich verhindern zu können. So soll die Regelung nur für solche Karten gelten, die in dem Land erworben werden, in dem der Kunde seinen Wohnsitz hat. Europaweite Regelungen für derartige Kontrollen gebe es jedoch nicht.

"Auch datenschutzrechtliche Aspekte hat man außer Acht gelassen", sagte Grützner: "Denn wer wo wieviel über einen bestimmten Zeitraum telefoniert oder Daten versendet, soll nun von den Unternehmen und im Zweifel der Regulierungsbehörde erfasst und ausgewertet werden müssen."



Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Lenovo Legion Y520 Gaming-Notebook mit i5-7300HQ/8 GB RAM/512 GB SSD/GTX 1050 4 GB/Windows...
  2. (u. a. Define R6 für 94,90€ + Versand, Zotac GeForce GTX 1080 Ti Blower für 639€ + Versand...
  3. 295,99€ (Vergleichspreis ca. 335€) - Aktuell günstigste 2-TB-SSD!
  4. (einzeln für 99€, 2er-Set für 198€ und 3er-Set für 297€)

DrWatson 10. Okt 2016

Bitte hör auf mit deinen armseeligen Unterstellungen. Die Regelung nutzt nur einem...

DrWatson 23. Sep 2016

Weder die Kunden, noch die einzelnen Länder sind homogen. Dieses Gerücht kommt ja immer...

johnripper 23. Sep 2016

Der lettische Provider kann ja auch Karten verkaufen, die für Roaming nicht zugelassen...

DrWatson 22. Sep 2016

Was gibt es nicht? Konkurrenz im Mobilfunk? Natürlich. Sonst würdest du heute immer noch...

triplekiller 22. Sep 2016

sehe grad, dass es nur im eu-ausland gilt. habe jetzt rumtelefoniert, es gibt o2 mit 60...


Folgen Sie uns
       


Logitechs MX Vertical und Ankers vertikale Maus im Vergleichstest

Die MX Vertical ist Logitechs erste vertikale Maus. Sie hat sechs Tasten und kann wahlweise über Blueooth, eine Logitech-eigene Drahtlostechnik oder Kabel verwendet werden. Die spezielle Bauform soll Schmerzen in der Hand, dem Handgelenk und den Armen verhindern. Wem es vor allem darum geht, eine vertikale Sechstastenmaus nutzen zu können, kann sich das deutlich günstigere Modell von Anker anschauen, das eine vergleichbare Bauform hat. Logitech verlangt für die MX Vertical 110 Euro, das Anker-Modell gibt es für um die 20 Euro.

Logitechs MX Vertical und Ankers vertikale Maus im Vergleichstest Video aufrufen
Elektroroller-Verleih Coup: Zum Laden in den Keller gehen
Elektroroller-Verleih Coup
Zum Laden in den Keller gehen

Wie hält man eine Flotte mit 1.000 elektrischen Rollern am Laufen? Die Bosch-Tochter Coup hat in Berlin einen Blick hinter die Kulissen der Sharing-Wirtschaft gewährt.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. Neue Technik Bosch verkündet Durchbruch für saubereren Diesel
  2. Halbleiterwerk Bosch beginnt Bau neuer 300-mm-Fab in Dresden
  3. Zu hohe Investionen Bosch baut keine eigenen Batteriezellen

Shadow of the Tomb Raider im Test: Lara und die Apokalypse Lau
Shadow of the Tomb Raider im Test
Lara und die Apokalypse Lau

Ein alter Tempel und Lara Croft: Diese Kombination sorgt in Shadow of the Tomb Raider natürlich für gewaltige Probleme. Die inhaltlichen Unterschiede zu den Vorgängern sind erstaunlich groß, aber trotz guter Ideen vermag das Action-Adventure im Test nicht so richtig zu überzeugen.
Ein Test von Peter Steinlechner

  1. Square Enix Systemanforderungen für Shadow of the Tomb Raider liegen vor
  2. Shadow of the Tomb Raider angespielt Lara und die Schwierigkeitsgrade
  3. Remasters Tomb Raider 1 bis 3 bekommen neue Engine

Network Slicing: 5G gefährdet die Netzneutralität - oder etwa nicht?
Network Slicing
5G gefährdet die Netzneutralität - oder etwa nicht?

Ein Digitalexperte warnt vor einem "deutlichen Spannungsverhältnis" zwischen der technischen Basis des kommenden Mobilfunkstandards 5G und dem Prinzip des offenen Internets. Die Bundesnetzagentur gibt dagegen vorläufig Entwarnung.
Ein Bericht von Stefan Krempl

  1. T-Mobile US Deutsche Telekom gibt 3,5 Milliarden US-Dollar für 5G aus
  2. Ericsson Swisscom errichtet standardisiertes 5G-Netz in Burgdorf
  3. Masterplan Digitalisierung Niedersachsen will flächendeckende Glasfaserinfrastruktur

    •  /