Abo
  • Services:

Gebühr: Amazon.de muss seine AGB ändern

Amazon hat in Österreich eine wichtigen Rechtsstreit gegen Verbraucherschützer verloren. Damit fallen die uneingeschränkten Rechte des Konzerns an Produktrezensionen weg. Auch eine Gebühr beim Kauf auf Rechnung muss zurückerstattet werden.

Artikel veröffentlicht am ,
Kauf bei Amazon
Kauf bei Amazon (Bild: Lionel Bonaventure/AFP/Getty Images)

Der österreichische Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat einen langjährigen Rechtsstreit gegen Amazon gewonnen. Das gab der VKI am 10. Januar 2018 bekannt. Der Onlinehändler muss darum seine Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) ändern. Wichtigste Punkte sind eine Rechnungsgebühr und die Verwendung von Nutzerdaten auf Amazon.de.

Stellenmarkt
  1. Bosch Gruppe, Hildesheim
  2. RAMPF Production Systems GmbH & Co. KG, Zimmern ob Rottweil

Der Oberste Gerichtshof untersagt die Bestimmung, dass Kunden dem Unternehmen "uneingeschränkte Rechte" an Inhalten wie Produktrezensionen einräumen müssen, die bei Amazon veröffentlicht werden und dass Amazon bei einem Kauf auf Rechnung eine Gebühr von 1,50 Euro erhebt.

Amazon: Rücktritt vom Vertrag nur schriftlich

Unzulässig ist auch, dass ein Rücktritt vom Vertrag nur schriftlich erfolgen kann. Tatsächlich ist ein Rücktritt von einem Kauf bei Amazon sehr leicht mit einem Mausklick möglich, wenn die Bestellung noch nicht versandt wurde. Rücksendungen sind kostenfrei, sofern man einen falschen, beschädigten oder defekten Artikel erhalten hat. Bei einfachen Technikartikeln wie beispielsweise Displaykabeln der Eigenmarke wird von Amazon dann sogar komplett auf die Rücksendung verzichtet. Der Kauf eines Artikels kann nach dem Widerrufsrecht innerhalb von 14 Tagen auch portofrei zurückgenommen werden, wenn der Preis des einzelnen Artikels 40 Euro übersteigt. Bekleidung, Schuhe oder Handtaschen dürfen innerhalb der 30-tägigen Rückgabegarantie kostenlos zurückgesandt werden.

Zuvor hatte der Europäische Gerichtshof geklärt, dass österreichisches - und nicht luxemburgisches - Recht gilt, obwohl Amazon seine europäische Konzernniederlassung in Luxemburg hat. Der Oberste Gerichtshof erklärte alle 12 beanstandeten Klauseln für unwirksam. "Es ist erfreulich, dass Amazon die zwingenden österreichischen Gesetze einhalten muss und dass damit auch für internationale Großunternehmen wie Amazon klare Schranken bei der Datennutzung gesetzt werden", erläutert Thomas Hirmke, Leiter der Rechtsabteilung im VKI. Die Rechnungsgebühr könne zurückgefordert werden.

Golem.de hat bei Amazon angefragt, ob das Urteil auch Folgen für die Kunden in Deutschland hat. "Wir haben die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs (OGH) zur Kenntnis genommen und werden sie im Detail auswerten. Natürlich hält sich Amazon an die anwendbaren Gesetze in allen Ländern, in denen wir tätig sind", sagte ein Sprecher.



Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. SanDisk Ultra microSDXC 64 GB für 19€)
  2. 111€
  3. 349€
  4. 1.111€

Spaghetticode 12. Jan 2018

Wenn Amazon keine Extragebühren mehr für die Rechnung nehmen darf, aber dennoch...

misfit 12. Jan 2018

Bei den Umsätzen und Gewinnen die Amazon in Deutschland oder Österreich erzielt lässt...

Arkonos 11. Jan 2018

amazon.at gibts nicht wirklich, leitet direkt auf .de um. amazon.de ist für Österreich...


Folgen Sie uns
       


Shift 6m - Hands on (Cebit 2018)

Der Hersteller beschreibt das neue Shift 6M als nachhaltig und Highend - wir haben es uns auf der Cebit 2018 angesehen.

Shift 6m - Hands on (Cebit 2018) Video aufrufen
IT-Jobs: Achtung! Agiler Coach gesucht?
IT-Jobs
Achtung! Agiler Coach gesucht?

Überall werden sie gesucht, um den digitalen Wandel voranzutreiben: agile Coaches. In den Jobbeschreibungen warten spannende Aufgaben, jedoch müssen Bewerber aufpassen, dass sie die richtigen Fragen stellen, wenn sie etwas bewegen möchten.
Von Marvin Engel

  1. Studitemps Einige Studierende verdienen in der IT unter Mindestlohn
  2. SAP-Berater Der coolste Job nach Tourismusmanager und Bierbrauer
  3. Digital Office Index 2018 Jeder zweite Beschäftigte sitzt am Computer

Razer Huntsman im Test: Rattern mit Infrarot
Razer Huntsman im Test
Rattern mit Infrarot

Razers neue Gaming-Tastatur heißt Huntsman, eine klare Andeutung, für welchen Einsatzzweck sie sich eignen soll. Die neuen optomechanischen Switches reagieren schnell und leichtgängig - der Geräuschpegel dürfte für viele Nutzer aber gewöhnungsbedürftig sein.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Huntsman Razer präsentiert Tastatur mit opto-mechanischen Switches
  2. Razer Abyssus Essential Symmetrische Gaming-Maus für Einsteiger
  3. Razer Nommo Chroma im Test Blinkt viel, klingt weniger

Threadripper 2990WX und 2950X im Test: Viel hilft nicht immer viel
Threadripper 2990WX und 2950X im Test
Viel hilft nicht immer viel

Für Workstations: AMDs Threadripper 2990WX mit 32 Kernen schlägt Intels ähnlich teure 18-Core-CPU klar und der günstigere Threadripper 2950X hält noch mit. Für das Ryzen-Topmodell muss aber die Software angepasst sein und sie darf nicht zu viel Datentransferrate benötigen.
Ein Test von Marc Sauter

  1. 32-Kern-CPU Threadripper 2990WX läuft mit Radeons besser
  2. Threadripper 2990WX AMDs 32-Kerner kostet weniger als Intels 18-Kerner
  3. Zhongshan Subor Z+ AMD baut SoC mit PS4-Pro-Leistung für chinesische Konsole

    •  /