Tesla führend bei der Intransparenz

Auch hier ist Tesla führend, in diesem Fall bei der Intransparenz. Zwar gibt sich Elon Musk gerne als Freund von Open Source und gab etwa 2018 Teile von Quellcodes der Sicherheitssoftware frei.

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Doch die Wartungs- und Reparaturhistorie ist für Gebrauchtwagenkäufer immer noch schwer nachzuvollziehen. "Tesla gibt hier keine Daten heraus", sagt EV-Experte Kröger. Auch die Arbeitsanweisungen, wie sich eine defekte Batterie austauschen lässt, wurden bislang unter Verschluss gehalten. Freien Werkstätten sind so praktisch die Hände gebunden.

Etwas einfacher ist es bei den Großserienfabrikaten am unteren Ende der Preisliga. Knapp 13.000 Euro soll ein Renault Zoe kosten, der gebraucht in Berlin-Lichtenberg zum Verkauf steht. Der Zoe gehört nicht nur zu den weltweit meistverkauften Elektroautos, er basiert auch auf der Plattform des Clio - viele Bauteile sind gleich. 31.000 Kilometer hat der Zoe aus Lichtenberg gefahren, der 2018 erstmals zugelassen wurde. Eine Besichtigung und Probefahrt sei mit vorheriger Terminvereinbarung problemlos möglich, sagt der Händler.

Gebrauchte fast so teuer wie Neuwagen

Renault bietet bei Neufahrzeugen für den Akku acht Jahre Garantie. Beim Inserat handelt es sich allerdings um einen gebrauchten Zoe mit Mietbatterie. Zu dem Kaufpreis addierten sich also monatlich weitere 60 bis 100 Euro - je nach Akkuleistung, erklärt der Verkäufer.

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Die Alternative: Man kauft die Batterie dazu. Dann würde sich der Preis des Stadtflitzers laut Händler allerdings auf etwa 18.500 Euro erhöhen. Dafür bekäme man dann einen Zoe im Jahreswagenzustand.

Damit kratzt man dann schon fast am Neuwagen-Preis. Denn fabrikneu gibt es den Zoe derzeit ab 29.990 Euro - abzüglich 9.000 Euro Innovationsprämie. Die neue Ampelkoalition will die Förderung von vollelektrischen Pkw wohl bis 2025 unverändert fortsetzen. Allerdings sollen die Förderkriterien für Plugin-Hybride verschärft werden, was gebrauchte vollelektrische Autos noch einmal attraktiver machen könnte.

Wertverlust als Problem?

Und der angebliche Wertverlust? Manche Marktanalysten warnen vor dem hohen Preisverfall von Elektroautos: Der technische Fortschritt - insbesondere bei Leistung und Reichweite - "zerschieße" Herstellern, Händlern und Privatverkäufern mitunter ihre Restwerte, hieß es etwa in einer Expertise von Focus Online und dem Beratungsinstitut Bähr & Fess. "Zum Teil verdoppeln sich die Reichweiten bei einer neuen Modellgeneration nahezu. Das macht natürlich die jeweilige Vorgänger-Generation alles andere als attraktiv."

Marktexperte Ove Kröger bewertet Berichte über überproportional hohe Wertverluste bei Elektroautos dagegen als "völlig falsch". Selbst wenn ein gebrauchtes E-Auto ein Drittel weniger Reichweite habe als ein Neufahrzeug, werde es dafür immer Käufer geben, meint er. Deutsche Autofahrer legten im Durchschnitt 23 Kilometer pro Tag zurück. "Da braucht man gar keine größere Batterie, da reicht zum Aufladen die Schuko-Steckdose", sagt Kröger.

Elektromobilität: Grundlagen und Praxis

Renaissance des Verbrenners unwahrscheinlich

Eine Renaissance des Verbrenners scheint trotz Halbleiterkrise unwahrscheinlich - selbst wenn sich auf der jüngsten Weltklimakonferenz in Glasgow Staaten und Konzerne erst auf einen Abschied bis 2040 festgelegt haben. "Wer sich heute noch einen Audi A6 Diesel kauft, dem kann ich auch nicht mehr helfen", sagt Kröger, der früher selbst großvolumige V8-Autos fuhr, bis er 2016 die Vorzüge der Elektromobilität für sich entdeckte: Sein Neffe hatte ihn zu einer Testfahrt mit einem Opel Ampera überredet.

Nach einigen Jahren Tesla ist Kröger inzwischen auf einen Porsche Taycan umgestiegen. Dessen Fahrleistungen seien beeindruckend, berichtet er. Bei der Software - etwa in puncto Menüführung, Over-The-Air-Updates oder Assistenzsystemen sei Tesla den deutschen Herstellern aber noch "meilenweit" voraus.

Übrigens bietet Tesla auch Gebrauchtwagen an. Beim Model S beginnen die Preise bei 44.000 Euro - inklusive umfassender Inspektion und Reparaturen gemäß "Tesla-Standards", wie es im virtuellen Showroom heißt.

Besichtigen und bestellen können Kunden die Gebrauchtfahrzeuge bequem dort, erklärt der Mitarbeiter eines Tesla-Stores freundlich. "Probe fahren kann man sie leider nicht."

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 Ein Tesla-Scheckheft, das es nicht gibt
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Eheran 04. Jan 2022 / Themenstart

Einfach an die Straße stellen und vergleichen. Selbst bei Kopfsteinpflaster vermag man...

mj 25. Dez 2021 / Themenstart

Ja, ich versteh nicht was du willst. Die verbrenner spezifischen Teile machen weniger...

Eheran 22. Dez 2021 / Themenstart

Basierend auf welcher Datenbasis? 100 kW Ladeleistung sind bei 60 kWh nur 1,7 C, dazu...

nachgefragt 21. Dez 2021 / Themenstart

https://www.kba.de/DE/Statistik/Fahrzeuge/Besitzumschreibungen/besitzumschreibungen_node...

Eheran 21. Dez 2021 / Themenstart

Man hätte sich als Journalist ja mal mit dem Thema beschäftigen können, warum das denn so...

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