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Gebogenes iPad Pro: Apple unternimmt nichts weiter

Apple bestätigt erstmals offiziell, dass das iPad Pro durchaus mit verbogenem Gehäuse verkauft wird. Der Hersteller hält das für normal und sieht keinen Grund, daran etwas zu ändern.
/ Ingo Pakalski
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Verbogenes iPad Pro eines Nutzers (Bild: MacDonaldTrump/Macrumors-Forum)
Verbogenes iPad Pro eines Nutzers Bild: MacDonaldTrump/Macrumors-Forum

Apple hat ein Support-Dokument zur Biegung eines neu gekauften iPad Pro(öffnet im neuen Fenster) veröffentlicht und damit erstmals offiziell bestätigt, dass die neuen Tablets zum Teil mit einem gekrümmten Gehäuse ausgeliefert werden. In dem Dokument nennt Apple weitere Details zur Biegung.

Ende Dezember 2018 wurde bekannt, dass einige Käufer eines neuen iPad Pro das Tablet verbogen in der Originalverpackung vorgefunden haben. Bisherige Erkenntnisse deuten darauf hin, dass die LTE-Ausführungen davon stärker betroffen sind als die WLAN-Modelle.

Nach Apples offiziellen Angaben sollen hingegen ausschließlich die LTE-Ausführungen von der Biegung betroffen sein; das Support-Dokument nennt nur für die LTE-Modelle eine entsprechende Krümmung, erwähnt aber nicht, dass auch WLAN-Modelle gebogen ausgeliefert werden. In einer Support-Antwort vom Dezember 2018 machte Apple hier noch keinen Unterschied zwischen den jeweiligen Ausführungen, wie Macrumors berichtete(öffnet im neuen Fenster) . In der Support-Antwort finden sich ansonsten die gleichen Angaben, die nun im offiziellen Support-Dokument genannt werden.

Für Apple ist eine Abweichung von 0,4 mm normal

Apples Spezifikationen für das iPad Pro erlauben demnach maximal eine Abweichung von 0,4 mm bezüglich der Planheit des Tablets – gemessen über die Länge einer beliebigen Seite. Für Apple ist es also normal, dass das Tablet verbogen ausgeliefert wird. Der Hersteller beteuert, dass sich die Krümmung nicht negativ auf die Haltbarkeit oder Nutzbarkeit des Tablets auswirke.

Bereits zuvor waren Meldungen aufgekommen, denen zufolge Apples neues Tablet nicht besonders stabil ist. Das Video des Youtube-Kanals JerryRigEverything demonstriert besonders drastisch, wie Apples iPad Pro ohne großen Kraftaufwand verbogen und sogar zerbrochen werden kann.

Bisher hat Apple nichts unternommen, um betroffenen Kunden entgegenzukommen. Der Hersteller verweist lediglich auf die ohnehin geltende zweiwöchige Rückgabefrist nach Kaufdatum. In dieser Zeit verspricht Apple, das Gerät in jedem Fall zurückzunehmen, sofern es direkt beim Hersteller erworben wurde. Wer das iPad Pro bei einem anderen Händler gekauft hat, muss sich an die Bedingungen des jeweiligen Händlers halten.

Erinnerungen an iPhone-6-Probleme

Die Umstände erinnern an Probleme beim iPhone 6 und des iPhone 6 Plus. Beide Smartphones waren übermäßig biegsam, was Apple aber nicht zugeben wollte. Später stellte sich heraus, dass Apple sehr früh von den Problemen wusste, aber nicht reagierte .

Das iPad Pro 11 wird in verschiedenen Ausbaustufen zu Preisen zwischen 880 Euro und 1.880 Euro angeboten.

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