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Gebäudetechnik: Thyssen-Krupp baut neuen Aufzugsturm

In dem Turm in den USA will Thyssen-Krupp neue schnelle und flexible Aufzüge erproben.

Artikel veröffentlicht am ,
Aufzugsturm in Atlanta: Durchblick dank transparenter Fassade
Aufzugsturm in Atlanta: Durchblick dank transparenter Fassade (Bild: Ron Acord/Thyssen-Krupp)

Ein neuer Turm für Aufzüge: Thyssen-Krupp hat den Rohbau eines neuen Testturms fertiggestellt, in dem das Unternehmen Aufzugstechnologien erproben will. Die Öffentlichkeit soll dabei zusehen können.

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Der Testturm ist Teil des neuen US-Sitzes von Thyssen-Krupp Elevator in Atlanta im US-Bundesstaat Georgia. Er ist 128 Meter hoch und wird über 18 Schächte zum Testen von Aufzügen verfügen. Darunter wird auch der Multi sein, der ohne Seile funktioniert.

Der Turm wurde in Gleitschal-Bauweise in nur zehn Monaten errichtet. Bei diesem Verfahren werden Schalung und Arbeitsplattform langsam nach oben gezogen und währenddessen die vertikale Struktur betoniert. Am Tag sei der Turm um zwei Meter gewachsen, berichtet das Unternehmen. In den USA sei diese Technik, nach der auch der 246 Meter hohe Testturm in Rottweil errichtet wurde, ungebräuchlich.

Der Turm soll im kommenden Jahr fertiggestellt werden. Dort will Thyssen-Krupp neue Konzepte und Prototypen erproben. Er wird eine transparente Fassade erhalten, so dass Besucher bei den Testfahrten zuschauen können.

Der Turm ist nicht der einzige dieser Art: Einer steht in Zhongshan in der südchinesischen Provinz Guangdong. Er ist 248 Meter hoch und hat 13 Schächte. Darin lassen sich Erdbeben simulieren.

Der zweite Turm steht in Rottweil in Baden-Württemberg. Er ist 246 Meter hoch, verfügt über zwölf Schächte und eine Aussichtsplattform. Dort testet Thyssen-Krupp beispielsweise den Twin, einen Aufzug mit zwei Kabinen, die unabhängig voneinander in einem Schacht unterwegs sind. So können mehr Passagiere transportiert werden als mit einem konventionellen Aufzug. Das System erfordert aber einiges an Koordination.

Vor allem aber testet das Unternehmen in Rottweil den Multi, einen Aufzug ohne Seile. Die Kabinen fahren an Schienen und haben einen eigenen Antrieb - wir haben uns die Technik im vergangen Jahr erklären lassen. An Weichen, Exchangern genannt, wechseln die Kabinen die Fahrtrichtung von der Vertikalen in die Horizontale. Die Idee: Das System hat zwei Schächte. Im einen fahren Kabinen aufwärts, im anderen abwärts.

So können beliebig viele Kabinen in einem Aufzugsschacht unterwegs sein. Zudem kann die Zahl der Kabinen dem Fahrgastaufkommen angepasst werden. In Nebenzeiten, wenn nur wenige Menschen im Gebäude unterwegs sind, werden die Kabinen aus dem System herausgenommen und in einer Garage geparkt. In Stoßzeiten werden mehr in den Schacht geschickt.

  • Der Testturm von Thyssen-Krupp in Rottweil (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Der Turm erhebt sich 246 Meter über dem Neckartal. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Die Aussichtsplattform ist die höchste in Deutschland. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Turm ist aus Beton und mit einer transparenten Membran bespannt. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Blick in Richtung Schwäbische Alp ... (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • ... und in Richtung Alpen. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • In dem Turm test Thyssen-Krupp Aufzüge wie den Multi. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der neuartige Aufzug braucht keine Seile ... (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • ... sondern fährt an Schienen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Deshalb kann der Aufzug in beliebig hohen Wolkenkratzern verbaut werden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • An Weichen, den Exchangern, kann er die Richtung wechseln. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Die Kabine wird von einem Linearmotor angetrieben. In der Mitte in Schwarz sind die elektromagnetischen Spulen. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Die Kabine im Exchanger. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Abwärts: Insgesamt hat der Turm zwölf Schächte. In diesem werden Aufzugbremsen getestet. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Der Turm hat einen Schwingungsdämpfer, der aber für bestimmte Tests auch Schwingungen erzeugen kann. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Der Turm aus der Luft (Bild: Thyssen-Krupp Elevator)
  • Seit Anfang 2019 wird er angestrahlt. (Bild: Thyssen-Krupp Elevator)
Der Testturm von Thyssen-Krupp in Rottweil (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Wichtigster Vorteil des Multi ist aber, dass es keine Höhenbeschränkungen gibt. Ein konventioneller Aufzug kann nicht viel höherer als 500 Meter hoch gebaut werden, weil die langen Seile zu stark schwingen. Diese Beschränkung soll beim Multi wegfallen. Die Zertifizierung soll bis zum kommenden Jahr abgeschlossen sein.

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Dwalinn 20. Mai 2020

Bis Ende des Jahres wird ja ohnehin die Aufzugsparte eigenständig, hätte man vielleicht...

Zinthos 19. Mai 2020

Kannst du deine Aussage zu einem konventionellem Aufzug mit solcher Höhe vielleicht auch...

Eheran 18. Mai 2020

Angemalt hätte er mir besser gefallen... als mit so einem Stoff umhüllt, der wohl nach...

Herr Unterfahren 18. Mai 2020

...daß die Türme in China und Deutschland höher sind. Sonst bekommt der wieder...


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