Gears of War: Selbst die Plastik-Lancer war gefährlich
Ich habe mir in den Finger geschnitten! Ausgerechnet an den Kettensägen-Zähnen einer vermutlich 3D-gedruckten Replik der ikonischen Lancer, und zwar während einer Präsentation von Gears of War – E-Day auf dem Summer Game Fest 2026 in Los Angeles.
Wenn schon das harmlose Ausstellungsstück nicht ganz ungefährlich ist, möchte ich mit dem Original lieber nicht in einem echten Kampf herumfuchteln. Aber sei es drum: Während der anschließenden Präsentation erklärte das Entwicklerstudio The Coalition(öffnet im neuen Fenster) natürlich doch, warum die berühmte Waffe in E-Day eine zentrale Rolle spielt.
Das Actionspiel will erstmals ihre Entstehungsgeschichte erzählen, und gleichzeitig die Geschichte jenes Tages, an dem die Welt von Sera unterging – es handelt sich also um ein Prequel, das vor den bisherigen Gears of War angesiedelt ist.
Am sogenannten Emergence Day (E-Day) brechen die Locust erstmals aus dem Untergrund hervor und stürzen die Menschheit innerhalb weniger Stunden ins Chaos. Hier setzt die Story an: Im Mittelpunkt stehen Marcus Fenix und Dominic Santiago, deren Freundschaft noch längst nicht so gefestigt ist wie in den späteren Spielen.
Die Handlung spielt über drei Tage hinweg in der Industriestadt Kalona. Anders als frühere Serienteile verzichtet das Spiel auf ständige Ortswechsel und konzentriert sich vollständig auf eine einzige Stadt. Zu Beginn herrscht gerade erst Frieden nach Jahrzehnten des Pendulum Wars.
Menschen fahren zur Arbeit, Geschäfte haben geöffnet, die Straßen sind voller Leben. Dann reißen plötzlich die Straßen auf. Locust brechen aus dem Boden, Gebäude stürzen ein und innerhalb kürzester Zeit verwandelt sich Kalona in ein Kriegsgebiet.
Häuserkampf pur
Laut den Entwicklern sterben am Emergence Day zwei Drittel der Bevölkerung von Sera. Diesen Untergang erleben die Spieler unmittelbar mit. Besonders interessant finde ich die Ausgangslage von Marcus und Dom: Der Tod von Carlos Santiago, Doms Bruder und Marcus' bestem Freund, belastet ihre Beziehung.
E-Day erzählt damit nicht nur die Invasion der Locust, sondern auch die Entstehung jener Freundschaft, die später zum emotionalen Zentrum der Reihe wird. Die Entwickler beschrieben das Spiel im Gespräch als "zwei Geschichten zugleich": den Untergang einer Welt und das Zusammenwachsen einer Bruderschaft.
Im Mittelpunkt stehen zwar Marcus und Dom, doch im Verlauf der Geschichte treffen sie auch auf weitere Figuren wie Mags Carter und Lucas Reyes. Gemeinsam mit ihnen erleben Spieler die ersten Tage der Invasion aus nächster Nähe.
Die Entwickler haben den Ansatz in ihrer Präsentation mehrfach mit Band of Brothers verglichen: eine kleine Gruppe von Menschen, die in ein historisches Großereignis hineingeworfen wird und unter extremem Druck zusammenwachsen muss.
Die Konzentration auf einen Schauplatz kommt nicht von ungefähr. "Gears funktioniert in einer Stadt am besten", sagte einer der Entwickler. Tatsächlich wirkt die Mischung aus engen Straßenschluchten, offenen Plätzen und einstürzenden Gebäuden wie die ideale Bühne für diese Vorgeschichte.
Gleichzeitig erlaubt die neue Struktur deutlich mehr Abwechslung als klassische Korridor-Level. Immer wieder öffnen sich größere Stadtviertel mit mehreren Wegen zum Ziel, alternativen Flankierungsrouten und unterschiedlichen Herangehensweisen an die Gefechte.
- Anzeige Hier geht es zur Playstation 5 Pro bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.


