GdW: Wohnungswirtschaft verhandelt FTTH für 5 Millionen Wohnungen
Der Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW) hat mit den Kabelnetzbetreibern Vodafone und Tele Columbus den möglichen Ausbau von zusammen fünf Millionen Wohnungen mit Glasfaser besprochen. Das gaben die Unternehmen am 28. November 2023 bekannt(öffnet im neuen Fenster). Mit der Deutschen Telekom hat der GdW bereits seit Mai ein ähnliches Abkommen.
Es handelt sich aber nicht um verbindliche Verträge, sondern um Positionspapiere und Musterverträge für die Mitglieder aus der Wohnungswirtschaft. "Eine konkrete Zahl von auszustattenden Wohnungen ist nicht vereinbart. Die von den Netzbetreibern Vodafone und Tele Columbus geschätzten oder möglichen Potenziale sind nicht Teil des Positionspapiers", sagte GdW-Sprecherin Lisa Zeisluft Golem.de auf Anfrage.
GdW-Präsident Axel Gedaschko sagte, dies seien Erfolge für die Wohnungswirtschaft und deren Mieter. "Mieter erhalten eine moderne und nachhaltige Infrastruktur, die höchstmögliche Wahloptionen bietet."
Vodafone will zusammen mit seinem Joint-Venture-Unternehmen OXG FTTH-Anschlüsse für bis zu zwei Millionen Mieter errichten. Das Netz sei offen für alle Marktteilnehmer. Initial übernimmt Vodafone jedoch selbst die Vermarktung der Anschlüsse sowie die Bereitstellung von Diensten wie Telefonie, Internet und TV. Weitere Musterregelungen zu ergänzenden Details und alternativen Modellen der Errichtung und des Betriebs von Glasfasernetzen sollen erst später folgen.
Tele Columbus mit drei Millionen, Vodafone mit nur zwei Millionen
Mit dem zweitgrößten Kabelnetzbetreiber, Tele Columbus, hat der Spitzenverband der Wohnungswirtschaft einen Ausbau von drei Millionen Haushalten anvisiert.
Dabei bietet auch Tele Columbus den Mitgliedsunternehmen in ihren Gebieten den Ausbau und Betrieb von Glasfasernetzen (FTTH) kostenlos an. Es werden "für Zukunftssicherheit" vier Glasfasern in jede Wohnung verlegt, erklärte Tele Columbus. Neben einem gemeinsamen Ausbauplan ermögliche die Öffnung der Netze anderen Anbietern, Telekommunikationsprodukte unter eigener Marke in den von Tele Columbus versorgten Haushalten anzubieten.
Im Mai 2023 wurde eine solche Vereinbarung mit der Telekom unterzeichnet. Hier war nur von "Millionen Haushalten" die Rede, ohne eine konkrete Zahl zu nennen. "Ausbauzahlen/Ziele bleiben also unverändert", sagte Telekom-Sprecherin Marion Kessing damals.
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