GDC 2018: Nintendo Switch zunehmend beliebt bei Entwicklern

Spieleprojekte für VR-Headsets haben bei Entwicklern einen zunehmend schweren Stand, die Nintendo Switch stößt dagegen auf großes Interesse. Einer von zehn Entwicklern arbeitet an Spielen, die über kaufbare Lootboxen finanziert werden.

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Nintendo Switch auf einer Spielemesse
Nintendo Switch auf einer Spielemesse (Bild: Kazuhiro Nogi/AFP/Getty Images)

Die Veranstalter der Game Developers Conference 2018 haben ihre jährliche Umfrage unter den Besuchern der Tagung veröffentlicht, die im März 2018 in San Francisco stattfindet. 4.000 Spielentwickler haben in der Umfrage gesagt, was sie derzeit beschäftigt und was sie für die Zukunft erwarten. Auffällig ist vor allem ein großes Interesse an der Nintendo Switch. Derzeit arbeiten etwa zwölf Prozent der Umfrageteilnehmer an einem Spiel für die Hybridkonsole. Immerhin 36 Prozent interessieren sich langfristig für die Switch - die damit wohl weiter wachsen kann.

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Ebenfalls eine gute Perspektive haben künftige Projekte für die Playstation 4: Derzeit arbeiten 30 Prozent der Entwickler an einem Spiel für die PS4, großes Interesse bekundeten aber 39 Prozent. Bei den anderen Plattformen liegen die Unterschiede in den Werten im Bereich von ein oder zwei Prozent. Die Aussage ist durchaus wichtig, denn vor allem kleine Teams und einzelne Entwickler aus dem Bereich der Indiegames entscheiden sich durchaus aus persönlichen Vorlieben dafür, ihr Werk für eine bestimmte Hardware zu programmieren - daraus können Überraschungserfolge mit großer Breitenwirkung werden.

Mit einem Anteil von 60 Prozent produzieren die meisten Entwickler, die an der Umfrage teilgenommen haben, derzeit für Windows-PC beziehungsweise Mac OS. Vor einem Jahr lag dieser Wert noch bei 53 Prozent. Gemeint sind Download- oder Retail-Titel, also nicht etwa die oft einfacher gestrickten Angebote für Web-Browser.

Den zweiten Platz belegen Smartphones und Tablets, für die 36 Prozent der Umfrageteilnehmer mindestens ein Spiel produzieren - vor einem Jahr waren es noch 38 Prozent. Dann folgen die Playstation 4 mit 30 Prozent (Vorjahr: 27 Prozent) auf dem dritten und die Xbox One mit 26 Prozent (Vorjahr: 22 Prozent) auf dem vierten Platz.

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Bemerkenswert ist, dass die Entwickler die Aussichten für Virtual und Augmented Reality erstmals negativer einschätzen als in den Vorjahren. Nur noch 71 Prozent erwarten, dass VR und AR sich langfristig zu wirtschaftlich starken Plattformen mausern - im Vorjahr lag dieser Wert noch bei 75 Prozent.

Lootboxen und die Zukunft

Obwohl viele Spieler Mikrotransaktionen über Lootboxen strikt ablehnen, setzen derzeit elf Prozent der Entwickler für ihr "nächstes fertiggestelltes Spiel" auf dieses Geschäftsmodell. Einen Vergleichswert aus dem Vorjahr gibt es nicht. Deshalb ist unklar, ob diese Art der Monetarisierung trotz aller Proteste der Community eher zu- oder abnehmen wird.

49 Prozent der Entwickler wollen ihre Spiele einfach als Download verkaufen, 39 Prozent setzen auf kostenlose Downloads - darunter sind auch Gratisspiele. Kaufinhalte wollen 22 Prozent der Entwickler verwenden, 14 Prozent setzen auf Werbung. Mehrfachnennungen waren möglich, der Vertrieb über den Handel spielte keine Rolle.

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