• IT-Karriere:
  • Services:

GCN-Architektur: AMDs bisherige Grafikkarten unterstützen kein D3D12_1

Nvidia wirbt bereits damit, AMD hielt sich bisher zurück: Alle derzeitigen Radeon-Grafikkarten beherrschen maximal D3D12 Feature Level 12_0 und kein Feature Level 12_1. In der Praxis dürfte sich das aber aufgrund der aktuellen Spielekonsolen wenig auswirken.

Artikel veröffentlicht am ,
Radeons unterstützen D3D FL 12_0.
Radeons unterstützen D3D FL 12_0. (Bild: AMD)

AMD hat bestätigt, dass alle aktuellen Grafikkarten mit GCN-Architektur (Graphics Core Next) maximal das Feature Level 12_0 der Schnittstelle DirectX-12 beherrschen. Zum kommenden Fiji-Chip der wohl Radeon R9 Fury X genannten neuen High-End-Karte wollte sich der Hersteller noch nicht offiziell äußern. Nvidia hingegen bewirbt seine Maxwell-v2-Modelle wie die Geforce GTX 980 Ti mit Feature Level 12_1 und einigen darüber hinausgehenden Funktionen - manches kann AMD aber dennoch besser.

Stellenmarkt
  1. SIZ GmbH, Bonn
  2. Amprion GmbH, Dortmund

Vorab gilt es zu klären, was ein Feature Level bedeutet: Spielentwickler entwickeln für eine API, etwa DX12, und abhängig vom in Hardware unterstützten Feature Level können Grafikkarten mehr Details darstellen oder bestimmte Effekte flotter berechnen oder beides. Diese Idee ist vergleichsweise alt, sie wird schon seit D3D9- und D3D10-Zeiten verwendet.

  • DX12 und D3D12 bieten neue Möglichkeiten. (Bild: Nvidia)
  • D3D12 bietet vorgeschriebene und optionale Möglichkeiten, AMD wie Nvidia bieten beide teils mehr, als 12_1 fordert. (Bild: Nvidia)
  • Volume Tiled Ressouces eignen sich für Raucheffekte, das klappt aber auch mit ROVs. (Bild: Nvidia)
  • Conservative Rasterization deckt mehr Pixel ab. (Bild: Nvidia)
  • Somit sind beispielsweise Schatten einfacher zu berechnen. (Bild: Nvidia)
DX12 und D3D12 bieten neue Möglichkeiten. (Bild: Nvidia)

Zu DX12 sind alle Karten kompatibel, die D3D Feature Level 11_0 und 11_1 bieten. In diesem Fall profitieren die verbauten Chips vom geringeren Treiber-Overhead, wodurch die Geschwindigkeit in CPU-limitierten Szenen steigt. Bei AMD sind das alle Radeon-Modelle der HD-7000-Serie und die jeweiligen Rebrands (Radeon R7 265, Radeon R9 270/270X und Radeon R9 280/280X). Bei Nvidia unterstützen Maxwell v1, Kepler sowie Fermi den geringeren Overhead und bei Intel die GPUs von Haswell (Core iX-4000) sowie Broadwell (Core iX-5000 und erste Generation Core M).

Zusätzlich bietet DX12 noch die Feature Level 12_0 und 12_1 für Direct3D, die neue Hardwareanforderungen stellen. AMD hat bestätigt, dass die GCN-Chips Bonaire (Radeon HD 7790, Radeon R7 260/260X), Hawaii (Radeon R9 290/290X) und Tonga (Radeon R9 285) zu Feature Level 12_0 kompatibel sind. Bei Intel gilt das für die Grafikeinheiten von Skylake (Core iX-6000), bei Nvidia für alle Maxwell-v2-GPUs (Geforce GTX 900/900M).

Die unterstützen zudem 12_1 und einige Funktionen, die optional sind. Zwingend notwendig für 12_1 ist Conservative Rasterization Tier 1 für beispielsweise bessere Schatten, Intel bietet unseren Informationen zufolge nur die ebenfalls erforderlichen Rasterizer Ordered Views (alias Pixelsync) für etwa die Partikeldarstellung; AMD keins von beidem. Conservative Raster (CR) lässt sich aber auf Umwegen mit D3D11 nutzen, Nvidia verwendet hierzu seine NVAPI und AMD kann den langsameren Geometry Shader statt CR nutzen.

  • DX12 und D3D12 bieten neue Möglichkeiten. (Bild: Nvidia)
  • D3D12 bietet vorgeschriebene und optionale Möglichkeiten, AMD wie Nvidia bieten beide teils mehr, als 12_1 fordert. (Bild: Nvidia)
  • Volume Tiled Ressouces eignen sich für Raucheffekte, das klappt aber auch mit ROVs. (Bild: Nvidia)
  • Conservative Rasterization deckt mehr Pixel ab. (Bild: Nvidia)
  • Somit sind beispielsweise Schatten einfacher zu berechnen. (Bild: Nvidia)
D3D12 bietet vorgeschriebene und optionale Möglichkeiten, AMD wie Nvidia bieten beide teils mehr, als 12_1 fordert. (Bild: Nvidia)

Nvidia wirbt zudem mit Volume Tiled Ressources für bessere Raucheffekte, dieses Feature ist optional für 12_1. Alle GCN-Generationen wiederum beherrschen Resource Binding Tier 3, was über die Anforderungen von 12_1 hinausgeht. Da in beiden Konsolen AMD-Hardware steckt, die Feature Level 12_0 unterstützt, dürfte das den kleinsten gemeinsamen Nenner bilden - was AMDs Head of Global Technical Marketing genauso sieht wie wir.

In einigen PC-Titeln könnte Nvidia per Gameworks Effekte einbauen, die Conservative Rasterization Tier 1 nutzen - denn nützlich ist diese aus Entwicklersicht. Einige Spiele könnten für Berechnungen Resource Binding Tier 3 verwenden und so auf Radeon-Karten schneller laufen, da die Konsolengrafik diese Technik unterstützt.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 4,65€
  2. (-75%) 4,99€
  3. 25,99€
  4. 4,25€

Lalande 15. Jun 2015

"laut eines ID-Tech Programmierers". Hintergrund ist der Ursprung des "Lautes" durch den...


Folgen Sie uns
       


Silent Hill (1999) - Golem retro_

Wir haben einen Ausflug ins beschauliche Silent Hill gemacht - und ins Jahr 1999.

Silent Hill (1999) - Golem retro_ Video aufrufen
Energiewende: Norddeutschland wird H
Energiewende
Norddeutschland wird H

Japan macht es vor, die norddeutschen Bundesländer ziehen nach: Im November haben sie den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft beschlossen. Die Voraussetzungen dafür sind gegeben. Aber das Ende der Förderung von Windkraft kann das Projekt gefährden.
Eine Analyse von Werner Pluta

  1. Energiewende Brandenburg bekommt ein Wasserstoff-Speicherkraftwerk
  2. Energiewende Dänemark plant künstliche Insel für Wasserstofferzeugung
  3. Energiewende Nordländer bauen gemeinsame Wasserstoffwirtschaft auf

Fitnesstracker im Test: Aldi sportlich abgeschlagen hinter Honor und Mi Band 4
Fitnesstracker im Test
Aldi sportlich abgeschlagen hinter Honor und Mi Band 4

Alle kosten um die 30 Euro, haben ähnliche Funktionen - trotzdem gibt es bei aktuellen Fitnesstrackern von Aldi, Honor und Xiaomi spürbare Unterschiede. Als größte Stärke des Geräts von Aldi empfanden wir kurioserweise eine technische Schwäche.
Von Peter Steinlechner

  1. Wearable Acer und Vatikan präsentieren smarten Rosenkranz
  2. Apple Watch Series 5 im Test Endlich richtungsweisend
  3. Suunto 5 Sportuhr mit schlauem Akku vorgestellt

Open Power CPU: Open-Source-ISA als letzte Chance
Open Power CPU
Open-Source-ISA als letzte Chance

Die CPU-Architektur Power fristet derzeit ein Nischendasein, wird aber Open Source. Das könnte auch mit Blick auf RISC-V ein notwendiger Befreiungsschlag werden. Dafür muss aber einiges zusammenkommen und sehr viel passen.
Eine Analyse von Sebastian Grüner

  1. Open Source Monitoring-Lösung Sentry wechselt auf proprietäre Lizenz
  2. VPN Wireguard fliegt wegen Spendenaufruf aus Play Store
  3. Picolibc Neue C-Bibliothek für Embedded-Systeme vorgestellt

    •  /