GCHQ: Bastelnde Spione bauen Raspberry-Pi-Cluster

Aus 66 Raspberry Pis haben drei Techniker des britischen GCHQ einen Cluster gebaut und ihn Bramble genannt - die Dornenhecke. Damit sollen Schüler und Studenten für technische Studiengänge inspiriert werden.

Artikel veröffentlicht am ,
Das britische GCHQ hat für eine Technikmesse für Jugendliche einen Cluster aus 66 Raspberry Pis gebaut.
Das britische GCHQ hat für eine Technikmesse für Jugendliche einen Cluster aus 66 Raspberry Pis gebaut. (Bild: ©GCHQ 2015)

Aus acht mal acht Raspberry Pis haben GCHQ-Techniker ihr Bramble-Cluster zusammengebaut. Zwei weitere Minirechner dienen der Steuerung des Clusters. Bramble wurde im Rahmen der Big Bang Fair im britischen Birmingham vorgestellt, einer Messe, die Kinder und Jugendliche für Technik begeistern soll. Offenbar will auch das GCHQ (Government Communications Headquarters) sein Image bei jungen Menschen aufpolieren, denn das Bramble ist dank zahlreicher LEDs ziemlich farbenfroh.

  • Ein OctaPi-Cluster im Bramble (Photo: ©GCHQ 2015)
  • Bramble heißt das Cluster aus 64 Raspberry Pis, das ... (Photo: ©GCHQ 2015)
  • ... drei Techniker der britischen Geheimdienstabteilung GCHQ gebaut haben. (Photo: ©GCHQ 2015)
Bramble heißt das Cluster aus 64 Raspberry Pis, das ... (Photo: ©GCHQ 2015)
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Die aus jeweils acht Raspberry Pis bestehenden Einzelmodule mit dem Namen Octapi sind mit den beiden zentralen Steuerungsrechnern per Ethernet verbunden. Außerdem erhalten die beiden Steuerungsrechner WLAN-Module, über die sie aus der Ferne administriert werden können. Sie hängen jeweils an einem USV-Gerät, haben einen Touchscreen-LCD und eine Echtzeituhr, die als Zeitgeber für das Cluster dient. Jedes der beiden Raspberry Pi B ist mit einer 16 Gbyte-SD-Karte ausgestattet. Außerdem sind zwei 128 Gbyte-SSDs angeschlossen, die den Steuerungscode sowie Backups enthalten. Ohne jeweils eine Infrarot- und eine normale Kamera wäre der Geheimdienst-Rechner wohl nicht komplett.

GBit-LAN und PoE-Switches

Die Raspberry Pis in den Octapi-Clusters sind zur Hälfte mit PoE-Adaptern des Herstellers Xtronix ausgestattet, die an der GPIO-Schnittstelle hängen. Über sie läuft das Gbit-LAN zu den beiden Steuerungsrechnern. Ein weiterer Minirechner ist über die im Raspberry Pi integrierte Ethernet-Schnittstelle mit dem, mit PoE ausgestatteten Kleinrechner verbunden. Die insgesamt 64 Platinen stellen zusammen 32 GByte Arbeitsspeicher bereit, zusammengezählt haben alle verwendeten SD-Karten 1 TByte Speicher. Jedes Octapi hat zudem einen PoE-Switch. Das Bramble steuert damit insgesamt 1153 LEDs.

Über die genutzte Software schreibt das GCHQ wenig. Die gängigen Linux-Lösungen für die Steuerung von Clustern hätten sie aber nicht verwendet, heißt es in einem Blog-Eintrag auf der Webseite der Geheimdienstabteilung. Nach drei Versuchen hätten sie eine Steuerungssoftware entwickelt, die auf Node.js, Bootstrap und Angular.js basiert. So wollten sie die Dynamik des Gesamtsystems beobachten und gleichzeitig eine flexible und leichtgewichtige Steuerungssoftware entwickeln. Ein Link zu der Software ist auf der Webseite nicht zu finden.

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tsp 15. Mär 2015

LAN ist beim Raspberry Pi intern über USB angebunden

Wimmmmmmmmy 15. Mär 2015

Mir macht aber trotzdem sorge das die sich so sehr mit dem PI beschäftigen ;-) Wer weiss...

centerspeaker 13. Mär 2015

Wen wunderts - die ist bestimmt streng geheim.

M.P. 13. Mär 2015

Oder vielleicht doch eher "the machine that goes biiinnng" https://www.youtube.com/watch...



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