Gatecoin: Über zwei Millionen US-Dollar in Kryptowährungen gestohlen

Wer seine Bitcoin oder Ether bei dem Anbieter Gatecoin aufbewahrt, sollte seine Accounts checken - rund 15 Prozent der Einlagen wurden gestohlen. Auszahlungen sollen erst ab dem 28. Mai wieder möglich sein, es wird aber an Entschädigungsregeln gearbeitet.

Artikel veröffentlicht am ,
Die sichere Aufbewahrung von Bitcoin ist nach wie vor eine Herausforderung.
Die sichere Aufbewahrung von Bitcoin ist nach wie vor eine Herausforderung. (Bild: Sean Gallup/Getty Images)

Die Kryptowährungsplattform Gatecoin hat bei einem Einbruch digitale Währungen im Wert von über zwei Millionen US-Dollar verloren, wie das Unternehmen selbst mitteilt. Gatecoin sitzt in Hongkong und verwaltet Kryptowährungen seiner Kunden, unter anderem Bitcoin und Ether.

Ether ist das Zahlungsmittel von Ethereum, einem Blockchain-Projekt, das in letzter Zeit viel Aufmerksamkeit bekommen hat. Mit dem Homestead-Release ist seit kurzem auch ein neues Release vorhanden. Abhandengekommen sind 185.000 Ether. Außerdem konnten die Angreifer nach Angaben von Gatecoin 250 Bitcoin stehlen. Insgesamt sollen somit 15 Prozent der Einlagen des Dienstes betroffen sein.

Cold Wallets wurden manipuliert

Wie der Einbruch abgelaufen ist, ist derzeit noch unklar. Die Angreifer konnten offenbar schon am 9. Mai abends (Hongkong-Zeit) in die Systeme eindringen. Das Statement von Gatecoin wurde am 14. Mai veröffentlicht. Die Angreifer sollen den Transfer von Bitcoin und Ether in besonders gesicherte Cold Wallets so manipuliert haben, dass diese stattdessen in Hot Wallets übertragen wurden. Cold Wallets sind im Unterschied zu Hot Wallets nicht mit dem Internet verbunden und eignen sich daher für die langfristige Aufbewahrung von Kryptowährungen.

Kunden können ihre verbleibenden Guthaben in einer Reihe von Kryptowährungen und realen Währungen wie US-Dollar, Euro oder Hongkongdollar ab dem 28. Mai von Gatecoin auf andere Plattformen übertragen. Derzeit arbeitet das Team nach eigenen Angaben daran, zusätzliche Gelder aufzutreiben, um die Verluste der Kunden in Ether und Bitcoin ausgleichen zu können.

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tundracomp 17. Mai 2016

Aber "ein paar Mal hin und her überweisen" dauert halt auch, und wenn die Bank schnell...

Kein Kostverächter 17. Mai 2016

*scnr*

Bill Carson 16. Mai 2016

Das Frage ich mich auch. Mein nächstes Projekt: einen Stein per Gravur in ein cold wallet...

Spacesson 16. Mai 2016

Wer daran glaubt, dass BitCoin die "Zukunft der Zahlungsmittel" ist ... glaubt sehr...



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