Gasträume: Wire führt verschlüsselte Gästechats ein

Business-Kunden von Wire können künftig sichere Chats mit Kunden durchführen, ohne dass diese einen Account erstellen müssen. Die Funktion könnte für Ärzte, Rechtsanwälte oder Steuerberater interessant sein.

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Mit Gästechats können auch Nutzer ohne Konto Wire benutzen.
Mit Gästechats können auch Nutzer ohne Konto Wire benutzen. (Bild: Wire)

Der Messengerdienst Wire hat mit den neuen "Gasträumen" eine Funktion vorgestellt, die es Nutzern des Messengers ermöglicht, sichere Chats abzuwickeln, ohne dass die Gegenstelle ein Konto bei dem Dienst anlegen muss. Eine ähnliche Funktion hatte der mittlerweile eingestellte Dienst Jit.si über Jahre auf XMPP-Basis angeboten.

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Die Funktion ist nur Kunden zugänglich, die die kostenpflichtige Enterprise-Version des Dienstes nutzen. Diese kostet Unternehmen pro Monat 5 Euro. Denkbar wäre der Einsatz bei Unternehmen, die auf vertrauliche Kommunikation mit Kunden angewiesen sind, etwa Rechtsanwälte, Ärzte oder Steuerberater. Die Chaträume können mit wenigen Klicks eröffnet werden, nach 24 Stunden müsste ein Nutzer ohne Account erneut eingeladen werden. Neben der reinen Chat-Funktion können auch alle anderen Funktionen von Gruppenchats wie der sichere Dateiaustausch, Telefonkonferenzen und Ähnliches genutzt werden.

Die zur Teilnahme an den Chats notwendigen Links können vom Ersteller auch wieder zurückgerufen werden, außerdem kann die Aufnahme neuer Mitglieder beschränkt werden, damit ein Chat nach dem Start nicht aus Versehen von weiteren Personen eingesehen werden kann.

Die Funktion ist für die Clients auf Android, iOS und den Wire-Desktop-Clients verfügbar. Erstellt werden können die Räume von allen Geräten, eingeladene Nutzer können aber bislang nur von Desktopsystemen aus teilnehmen.

  • Der Wire-Gästechat (Bild: Wire)
Der Wire-Gästechat (Bild: Wire)
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Wire nutzt eine eigene Implementation des Double-Ratchet-Algorithmus für die Verschlüsselung von Chatnachrichten, Telefongesprächen und Videokonferenzen. Auch Dateien können mit dem Dienst übertragen werden. Es ist nicht notwendig, bei der Registrierung eine Telefonnummer anzugeben. Das Team hat im vergangenen Jahr den Quellcode für die Server-Infrastruktur offengelegt, künftig soll für Businesskunden auch ein föderierter Betrieb eigener Server möglich sein.

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