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Gartner: PC-Markt in Westeuropa schrumpft um 20 Prozent

Im zweiten Quartal des Jahres 2013 wurden in Europa erneut deutlich weniger PCs verkauft als zuvor. Nicht alle Länder sind gleich stark betroffen, und auch die Verschiebungen bei den Herstellern fallen unterschiedlich aus. Diesmal sollen nicht nur Tablets an dem Einbruch schuld sein.

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Der erste IBM PC aus dem Jahr 1981
Der erste IBM PC aus dem Jahr 1981 (Bild: IBM)

Das Marktforschungsunternehmen Gartner hat seine endgültigen Zahlen zum PC-Markt in Westeuropa für das zweite Quartal 2013 vorgelegt. Zuvor hatte das Unternehmen bereits zum weltweiten Markt dramatische Ergebnisse veröffentlicht, nun liegen auch Einzelangaben zu den größten westeuropäischen Märkten vor.

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So wurden in Europa nur noch 10,9 Millionen PCs verkauft, 19,8 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Zu beachten ist bei diesen Zahlen, dass Gartner nur Notebooks, Desktop-PCs und All-in-Ones betrachtet, nicht aber Tablets und Smartphones, da das Unternehmen diese nicht als PCs ansieht. Das ist bei den Marktforschern von Canalys anders, die auch Tablets einschließen und für den Weltmarkt im zweiten Quartal ein Wachstum von 0,3 Prozent melden. 17 Prozent davon sollen Android-Geräte sein.

  • Der PC-Markt in Deutschland, .... (Tabelle: Gartner)
  • .... in ganz Westeuropa, ...
  • ... in Frankreich....
  • ... und Großbritannien schrumpft stark.
Der PC-Markt in Deutschland, .... (Tabelle: Gartner)

Bei den klassischen PCs geht laut Gartner die Nachfrage aber immer stärker zurück, und zwar in den größeren europäischen Ländern unterschiedlich stark. Der Markt schrumpfte in Großbritannien nur um 13 Prozent, in Deutschland um 18,7 Prozent und in Frankreich um 19,1 Prozent. Insgesamt werden in Westeuropa sowohl weniger privat genutzte PCs als auch Rechner für den Unternehmenseinsatz gekauft, und zwar um 25,8 Prozent und 13,5 Prozent. Für den stärkeren Rückgang bei Konsumenten dürften vor allem andere Kategorien wie Tablets und Smartphones verantwortlich sein.

Gartner sieht vor allem für das zweite Quartal 2013 aber saisonale Effekte. So hätten die PC-Hersteller ihre Bestände reduziert, um Platz für Rechner mit Intels neuen Core-Prozessoren zu schaffen und auch die Umstellung auf Windows 8.1 vorbereitet. Für die kommenden Quartale sehen die Marktforscher eine stärkere Nachfrage voraus, weil vor allem dünne und leichte Notebooks mit Touchscreens eine Alternative zu High-End-Tablets darstellen sollen.

Lenovo bleibt stärkste Marke in Deutschland

In Deutschland blieb im vergangenen Quartal Lenovo nach Stückzahlen größter PC-Hersteller, in ganz Europa ist es HP, das in Deutschland nur auf Platz zwei liegt. Die Stückzahlen dieses Unternehmens gingen in Deutschland um 19,2 Prozent zurück, während Lenovo noch um 0,9 Prozent mehr Rechner absetzen konnte. Größter Verlierer bleibt Acer, das 44,6 Prozent weniger PCs verkaufte und auf Platz drei liegt, Dell und Asus belegen die Plätze vier und fünf.

Alle anderen Marken zusammen - Gartner nennt nur die fünf größten Anbieter öffentlich beim Namen - sind aber in Deutschland der größte Teil des Marktes: 889.000 PCs kamen von diesen Herstellern. Selbst Lenovo wirkt mit 360.000 verkauften Rechnern dagegen klein.

Dieses Verhältnis zugunsten kleinerer Anbieter ist traditionell eine Eigenheit des deutschen PC-Markts und ist in anderen Ländern nicht so stark ausgeprägt. So verkaufte beispielsweise HP in Frankreich als größter Hersteller 550.000 PCs, die sonstigen Anbieter unterhalb der Top 5 von Gartner kamen nur auf 578.000 Rechner.



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Soundwave 06. Okt 2013

Jup die alte Hardware funktioniert noch wunderbar und so ein 1000¤ teures Gerät tauscht...

Soundwave 06. Okt 2013

Ein Android oder iOS Tablet kann zur Zeit keinen Laptop oder PC mit Windows ersetzen...

tibrob 08. Aug 2013

Ne, alles richtig. Ich rüste erst auf oder kaufe neu, wenn die Kiste entweder merklich zu...

tibrob 08. Aug 2013

Absolut richtig. Damals waren wir Sprünge vom Pentium 3 zum Pentium 4 gigantisch, vom...


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