Gartner: Die Zukunft von Meetings im Metaverse ist "fraglich"
Noch ist das Metaverse Zukunftsmusik. Ob dieses auch eine Zukunft habe, zweifelt nun ausgerechnet das Marktforschungsunternehmen Gartner an. The Register(öffnet im neuen Fenster) zitiert eine Publikation von Gartner, für das es mit mehreren Metaverse-Betreibern gesprochen und Praxisanwendungen analysiert hat.
"Es ist fraglich, ob sich immersive Meetings in den nächsten drei bis fünf Jahren über Wasser halten können, wenn es den Produktverantwortlichen nicht gelingt, überzeugendere Erfahrungen mit klaren Ergebnissen umzusetzen", so die Einschätzung der Autoren.
Diese Einschätzung steht im deutlichen Kontrast zu früheren Einordnungen. Noch Anfang des Jahres nannte Gartner das Metaverse als einen der zehn wichtigsten strategischen Trends für 2023(öffnet im neuen Fenster). Demnach sollten bis 2027 weltweit 40 Prozent aller großen Unternehmen "eine Kombination aus Web3, Spacial Computing und digitalen Zwillingen in Metaverse-basierten Projekten" einsetzen, so die Vorhersage.
Zum einen seien "immersive Meetings in der Umsetzung teurer", heißt es nun. Außerdem bleibt die Nutzung von VR-Headsets körperlich "eine Herausforderung", gerade über längere Zeit.
"Verbesserungen der Hardware, der Geräte und der VR-Kollaborationssoftware zur Abmilderung dieser negativen Reaktionen befinden sich noch in einem frühen experimentellen Stadium, wobei die Optionen je nach Plattform variieren. Auch dies schränkt die Skalierbarkeit für solche VR-Umgebungen ein", so die Einschätzung der Gartner-Analysten.
VR-Anwendungen seien zwar "in der Regel unterhaltsam und lassen sich in kleinem Rahmen gut umsetzen, sind aber auf lange Sicht störend". Außerdem sei "der langfristige Wert von immersiven Meetings noch nicht bewiesen, und es wird nicht erwartet, dass sie traditionelle Videokonferenzen vollständig ersetzen werden", heißt es weiter.
Abseits von Analysten-Vorhersagen konnten sogenannte Metaverse-Anwendungen bislang weder bei Privatnutzern noch im Geschäftseinsatz große Begeisterung auslösen. Meta, einer der größten Antreiber der Entwicklung, konnte so weder nennenswert viele Nutzer noch seine eigenen Mitarbeiter davon überzeugen, das Meta Quest für die Arbeit oder soziale Netzwerke zu verwenden.
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