Gartner: Die bisher längste Krise des PC-Markts

Seit über einem Jahr werden von Quartal zu Quartal immer weniger PCs verkauft. Weltweit ist Lenovo inzwischen Marktführer, Acer hat zuletzt am meisten Marktanteile verloren. Vor allem einen Grund sehen Marktforscher dafür.

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Der erste IBM PC aus dem Jahr 1981
Der erste IBM PC aus dem Jahr 1981 (Bild: IBM)

Die steigende Beliebtheit von Tablets führt zu einem immer stärkeren Schrumpfen des Markts für klassische PCs. Dies geht aus einer Analyse von Gartner für das zweite Quartal des Jahres 2013 hervor. Bereits zum fünften Mal in Folge reduzierte sich dabei der weltweite Absatz von Desktop-PCs und Notebooks, es ist damit die längste Periode, in der fortlaufend weniger PCs verkauft wurden.

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Die Marktforscher führen diese fünf Quartale anhaltende Krise darauf zurück, dass immer mehr Tablets statt PCs gekauft werden. In den Regionen, wo Computer bereits weit verbreitet sind, werden dabei Tablets als zusätzliches Gerät gekauft, um Medien zu konsumieren. In Schwellenländern sind Tablets oft der erste Rechner, den sich Menschen zulegen. Das könnte aber im für die PC-Hersteller günstigsten Fall, so Gartner, die Anschaffung eines PC nur verschieben.

  • Der PC-Markt in Europa (Tabelle: Gartner/Screenshot: Golem.de)
  • Der weltweite PC-Markt schrumpft (Tabelle: Gartner/Screenshot: Golem.de)
Der weltweite PC-Markt schrumpft (Tabelle: Gartner/Screenshot: Golem.de)

Durch diesen anhaltenden Boom der Tablets verlieren vor allem die PC-Hersteller Marktanteile, die sich auf Endkunden eingestellt haben. So trifft es weltweit Acer am schlimmsten, das im zweiten Quartal 2013 über 35 Prozent weniger Rechner absetzen konnte. Am wenigsten verlor mit Abschlägen von nur 0,6 Prozent Lenovo, das nun auch neuer Marktführer ist - noch vor dem bisherigen Spitzenreiter HP, der knapp fünf Prozent weniger PCs verkaufen konnte.

Dell kommt mit knapp vier Prozent noch auf Platz drei, das in den vergangenen Jahren stark gewachsene Unternehmen Asus verlor mit 20,5 Prozent am zweitstärksten und ist nun der fünftgrößte PC-Anbieter. Insgesamt wurden im untersuchten Zeitraum weltweit 76 Millionen Desktop-PCs, Notebooks und x86-Tablets mit Windows 8 verkauft. Diese Geräte versteht Gartner als PC, dass die Win-8-Tablets bisher kein Erfolg sind, darf in diese Zahlen auch interpretiert werden. Weltweit schrumpfte der PC-Markt um fast 11 Prozent.

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In Europa, wo insgesamt 16,8 Prozent weniger Rechner verkauft wurden, sieht die Lage noch drastischer aus. HP ist hier zwar weiter Marktführer, verkaufte aber 19,3 Prozent weniger PCs, gefolgt von Lenovo, das sogar 21,2 Prozent mehr Rechner verkaufen konnte. Acer und Asus mussten bei ihren Stückzahlen aber Verluste von weit über 30 Prozent hinnehmen, so dass insgesamt in Europa nur noch 21,3 Millionen Rechner verkauft wurden.

Diese nun deutlich zutage getretene Entwicklung des PC-Markts zeichnete sich schon 2012 ab, die Hintergründe beleuchtet unsere Analyse "Der Beginn der PC-Krise".

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