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Wischen und wandern

Mit den Wischbewegungen können wir nur die Anzeige wechseln, aber keine Aktionen starten. Dazu müssen wir nämlich den Knopf unterhalb des Displays drücken. Nötig ist das in der Praxis vor allem dann, wenn wir eine Sporteinheit aufzeichnen wollen. Hier ist die Vivosmart spartanisch: Auf dem Gerät haben wir nur die Auswahl zwischen Laufen, Cardio und Sonstiges - alle drei jeweils in einer Version für draußen, also mit GPS, und für drinnen, also ohne die Satellitendaten.

  • Auf der Rücksteite der Vivosmart HR+ messen drei LEDs die Herzfrequenz. (Foto: Katja Höhne/Golem.de)
  • Das Gerät ist letztlich für den Betrieb mit einem Smartphone gedacht. (Foto: Katja Höhne/Golem.de)
  • Größenvergleich: Die Vivosmart ist relativ dünn, ... (Foto: Katja Höhne/Golem.de)
  • ... was besonders im Vergleich mit einer Vivoactive HR ... (Foto: Katja Höhne/Golem.de)
  • ... und der guten alten Polar M400 auffällt. (Foto: Katja Höhne/Golem.de)
  • Neben einer blauen gibt es auch eine lila und eine ganz schwarze Version. (Foto: Katja Höhne/Golem.de)
  • Mit der optischen Pulsmessung liefert die Vivosmart HR+ letztlich die gleichen Werte ... (Screenshot: Golem.de)
  • ... wie die Polar M400 mit Brustgurt. (Screenshot: Golem.de)
  • Im Detail: Herzfrequenz und Tempo der Vivosmart auf Garmin Connect ... (Screenshot: Golem.de)
  • ... und die gleiche Einheit auf Polar Flow (Screenshot: Golem.de)
  • Wo die Vivosmart Werte wie "39z" und "4.8z" anzeigt ,... (Screenshot: Golem.de)
  • ... bekommen Besitzer anderer Garmin-Geräte schöne bunte Balken zu sehen. (Screenshot: Golem.de)
  • In Garmin Connect Mobile wählt der Nutzer die auf der Sportuhr anzuzeigenden Felder aus. (Screenshot: Golem.de)
  • Auch der Wecker lässt sich hier im Detail einstellen. (Screenshot: Golem.de)
  • Die Herzfrequenzzonen erstellt das Programm, aber auch manuelle Einträge sind möglich. (Screenshot: Golem.de)
Mit der optischen Pulsmessung liefert die Vivosmart HR+ letztlich die gleichen Werte ... (Screenshot: Golem.de)
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Der Gedanke dahinter ist, dass wir die konkrete Zuordnung zu einer Sportart erst nach der Synchronisation mit Garmin Connect auf unserem Smartphone oder im Web vornehmen, was innerhalb von wenigen Augenblicken zu erledigen ist. Dabei haben wir die Auswahl unter mehr als 50 Sportarten. Neben Standards wie Radfahren oder Wandern gibt es auch so abenteuerliche Sachen wie Drachenfliegen, Segelboot oder Motocross.

Auf der Tartanbahn wie auf der Luxusjacht (vermutlich) gilt: Besonders fix schaltet sich die HR+ nicht auf die GPS-Satelliten auf. Je nach Umgebung - Bebauung, Bäume - kann es durchaus eine halbe oder ganze Minute dauern, bis sich alle Empfangsbalken gefüllt haben und ein Piepsen zu hören ist. Andere Garmin-Geräte wie die Vivoactive HR schaffen das mittlerweile in ein oder zwei Sekunden.

Vermutlich ist die interne Antenne der Vivosmart zu klein, um es ebenfalls so schnell hinzubekommen. Immerhin: Wenn das Wearable einmal die Satelliten gefunden hat, reißt der Kontakt nicht mehr so schnell ab. Auch nach der Durchquerung etwa von Tunneln war das Signal sofort wieder da.

Von Garmin Connect im Web lassen sich die Trainingsdaten der Vivosmart im tcx-Format wie sonst auch zu Portalen wie Strava exportieren, dort ist kein Unterschied mehr zu den Aufzeichnungen mit großen Sportuhren erkennbar. Anders bei Garmin selbst: Der Hersteller bereitet auf seinem Portal die Statistiken der Herzfrequenzzonen etwas weniger übersichtlich auf, wenn sie mit einer Vivosmart HR+ aufgenommen wurden (siehe Galerie).

Unverständliche Einschränkung

Statt farbiger Balken wie etwa bei einer Fenix 3 sind nur Kürzel wie "4,1 z" zu sehen, mit denen niemand spontan etwas anfangen kann. Nötig wäre das wohl nicht - letztlich dürfte es nur eine bewusste Einschränkung des Herstellers sein, um teuren Geräten einen künstlichen Extranutzen vorzubehalten. Ärgerlich!

Ebenfalls schlecht gelöst ist die Pause-Funktion, wenn man etwa eine Tour für eine Einkehr länger unterbrechen möchte. Nach 15 Minuten wird die Pause beendet und der Track gespeichert, aber er lässt sich eben nicht direkt fortsetzen. Eine längere Stand-by-Pause gibt es ebenfalls nur bei teureren Geräten, etwa der Forerunner-Serie.

Für die Messung der Pulsfrequenz kommt bei der Vivosmart das gleiche System namens Elevate mit drei grünen Leuchtdioden zum Einsatz wie bei deutlich teureren Sportuhren von Garmin. Uns ist nicht ganz klar, ob die HR+ aus irgendwelchen Gründen eine weniger genaue Messung abliefert. In Trainingseinheiten mit mehreren Geräten ist uns jedenfalls kein Unterschied aufgefallen. Selbst bei Vergleichen mit Brustgurt-Pulsmessern kamen unterm Strich die gleichen Ergebnisse heraus. Für normale Radtouren, Läufe oder Wanderungen ist das Gerät gut genug, für ein Intervalltraining nicht, weil es nicht mit einem Brustgurt gekoppelt werden kann.

Marathon möglich

Die Akkulaufzeiten sind für ein Gerät dieser Größe erstaunlich gut. Garmin spricht von fünf Tagen mit Fitnesstracking und Herzfrequenzmessung und von acht Stunden im GPS-Modus. Das reicht sogar für einen Marathon oder eine lange Wanderung. Wir können diese Werte mehr oder weniger bestätigen. In der Praxis haben wir das Gerät bei ein oder zwei Stunden Training am Tag meist drei oder vier Tage am Stück getragen, bevor es ans Stromnetz musste.

Die Vivosmart HR+ ist für rund 200 Euro erhältlich. Das sehr gute, kaum spürbare Band gibt es in zwei Längen: M/L für einen Handgelenksumfang von 137 bis 193 mm und XL für 180 bis 224 mm. Garmin bietet das Wearable in Schwarz, Blau und Lila an. Es ist offiziell bis zu einem Druck von 5 ATM wasserdicht; unter Wasser funktioniert weder GPS noch Pulsmessung.

Fazit

Sehr viel mehr Sportuhr und Fitnessband braucht man als Amateursportler nicht. Wer einfach nur Touren und Trainings aufzeichnen möchte, sollte einen Blick auf die Vivosmart HR+ werfen. Das Ding hat zumindest unseren Alltag um einfache, immer gut erreichbare Daten bereichert. Wer sich erstmal daran gewöhnt hat, Herzfrequenz und die Kalorien immer aktuell abrufen und jederzeit locker aus dem Handgelenk eine Route aufzeichnen zu können, mag das unter Umständen nicht mehr missen - so blöde sich das vielleicht für alle, die es nicht kennen, anhören mag.

Klar: Ein bisschen dünner und leichter, gerne auch schöner und mit noch besserer Akkulaufzeit ausgestattet darf die nächste Version der HR+ gerne sein. Geflucht haben wir aber nur über die teils langen Aufschaltzeiten zu den GPS-Satelliten, zumal der Fortschritt beim Suchen schlecht zu erkennen ist. Und über die beharrliche Weigerung, unsere irgendwann rekordverdächtigen Treppenläufe zu registrieren. Aber von diesen Punkten abgesehen ist das Ührchen schon erstaunlich perfekt.

 Garmin Vivosmart HR+ im Hands on: Das Sport-Computerchen
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User_x 11. Aug 2016

der fernsehvergleich hinkt etwas. wäre nur vergleichbar, wenn man beim handy das netzwerk...

Ovaron 08. Aug 2016

Das Fazit habe ich schon längst gezogen, wir sind hier also einer Meinung dass das für...

Denkanstoss 07. Aug 2016

Längere Akkulaufzeit und Multiapps

Jqw767 06. Aug 2016

Genau wie bei iPhone und Co wird die Ermittlung der relativen Höhe mittels MEMS...

Berner Rösti 05. Aug 2016

Ja, man soll beim Training das Teil am Arm ein bisschen hoch schieben, damit es strammer...


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