Garmin Vivosmart 3 im Test: Ein ruhiger Tag kann echt stressig sein

Das kann sonst kein Fitnesstracker: Mit dem Vivosmart 3 von Garmin messen Nutzer ihren Stresslevel und im Fitnessstudio die Art der Kraftübungen und die Wiederholungen. Golem.de hat ausprobiert, wie gut das funktioniert - und ist noch nicht überzeugt.

Ein Hands on von veröffentlicht am
Ich probiere den Vivosmart 3 im Sportstudio aus.
Ich probiere den Vivosmart 3 im Sportstudio aus. (Bild: Peter Steinlechner / Golem.de)

Mein Tag verlief ruhig. Ich hatte gerade mal zwei Stunden und 15 Minuten Stress. Der wiederum war eine Stunde und fünf Minuten niedrig und nur 15 Minuten hoch - der Rest war so mittelstressig. Das sagt mir am Abend bei der Auswertung der Fitnesstracker an meinem Handgelenk: das Vivosmart 3 von Garmin. Das Gerät ist das erste Wearable mit einer derartigen Stressmessung. Aber, der Fitnesstracker und sein Träger sind sich selten einig darüber, wie anstrengend ein Tag wirklich war. Auch die Messung des Krafttrainings funktioniert noch nicht zuverlässig.

Inhalt:
  1. Garmin Vivosmart 3 im Test: Ein ruhiger Tag kann echt stressig sein
  2. Das Gerät weiß nicht, was ich trainiere
  3. Verfügbarkeit und Fazit

Das Gerät erfasst rund um die Uhr mit zwei LEDs optisch meinen Puls, gleichzeitig wertet es allerlei Bewegungsdaten aus. Allzu viele Details zur Berechnung des Stresslevels verrät der Hersteller nicht. Das Entscheidende ist wohl die Erfassung der Herzfrequenzvariabilität. Je schneller mein Puls in Ruhe wieder sinkt, desto weniger Stress habe ich - jedenfalls nach Meinung des Geräts.

Tatsächlich war der angesprochene "ruhige" Tag für mich aber ziemlich stressig. Es war der Dienstag, an dem auf der Spieleentwicklerkonferenz Quo Vadis in Berlin der Tech Summit von Golem.de stattfand und etwa Billy Khan von id Software einen Vortrag hielt. Ich hatte diverse andere Termine und eine kleine Standparty am Abend. Sehr wenig Schlaf, viel Hin- und Hergerenne - fast 30.000 Schritte, also 20 bis 25 Kilometer zurückgelegt. Unter ruhig verstehe ich etwas anderes.

Auch an den anderen gemessenen Tagen war das Vivosmart 3 gelassener als ich. Trotz Reisen, Sport, Arbeit und dem normalen Wahnsinn sind meine Tage entweder "ausgeglichen" oder "ruhig". Anfangs fand ich es noch interessant, wenn am späten Nachmittag die Auswertung kam - sie erfolgt erst, wenn genug Daten gesammelt wurden; über den aktuellen Stresslevel informiert mich das Display des Geräts in einer mehrstufigen Skala. Nach ein paar Tagen war die Neugier erloschen: Ich finde das System in dieser Form einfach sinnlos.

  • Der Arbeitstag bei Golem.de ist mittelstressig - findet der Vivosmart 3.(Foto: Peter Steinlechner / Golem.de)
  • Auf dem Portal Garmin Connect gibt es detaillierte Daten über den Tagesverlauf. (Screenshot: Golem.de)
  • Auch die Hersteller-App schlüsselt den Tag bis auf die Minute genau auf. (Screenshot: Golem.de)
  • Sogar die Höhe des Stresslevels wird ermittelt... (Screenshot: Golem.de)
  • ... und eine Verlaufskurve angezeigt. (Screenshot: Golem.de)
  • Im Sportstudio zählt der Vivosmart die Sekunden und Minuten in einer Pause mit. (Foto: Peter Steinlechner / Golem.de)
  • Die Daten lassen sich im Portal editieren - wo es aber noch sehr viele Fehler gibt. (Screenshot: Golem.de)
  • So schön detailreich sehen die Daten erst nach dem Editoren aus. (Screenshot: Golem.de)
  • Der Vivosmart 3 misst den Puls mit zwei LEDs, und zwar praktisch immer. (Bild: Garmin)
  • Das Wearable ist in drei Farben erhältlich. (Bild: Garmin)
Der Arbeitstag bei Golem.de ist mittelstressig - findet der Vivosmart 3.(Foto: Peter Steinlechner / Golem.de)
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Die zweite Besonderheit des Vivosmart 3 ist die Erfassung von Geräte- und Krafttraining, etwa im Sportstudio. Bislang gibt es nur wenige Wearables, die sich an dieser Aufgabe versuchen - die meisten stammen von kleinen Herstellern, sie haben im Grunde eher experimentellen Charakter. Ein massenkompatibles System ist nicht in Sicht, dabei dürfte es Millionen potenzieller Kunden in den Sportstudios dieser Welt geben.

Garmin hat sich dafür entschieden, nicht die Gewichte aufzuzeichnen, sondern nur die Art der Bewegungen und die Wiederholungen. Das finde ich erstmal gar nicht so schlecht. Vor dem Start einer Übung etwa mit der Langhantel drücke ich das Touchdisplay, stemme dann die Gewichte, drücke in der Pause noch einmal und am Ende der Pause erneut - den Rest erledigt das Gerät - was in der Praxis einfacher ist, als es sich hier liest.

Korrekt gezählte Wiederholungen

Die Anzahl der Wiederholungen wird in geschätzt 90 Prozent der Fälle korrekt erkannt. Wenn sich das Gerät vertut, dann nur minimal; Fehler lassen sich direkt in der Pause korrigieren. Das Ganze funktioniert am besten bei Übungen mit vielen klar erkennbaren Armbewegungen.

Aber auch, wenn sich das Handgelenk nur minimal bewegt, etwa bei einem Rückenstrecker mit Hand am Sitz, arbeitet das System erstaunlich sauber. Nur bei Übungen, an denen ausschließlich der Unterkörper beteiligt ist, funktioniert es gar nicht. Die Daten lassen sich aber nachtragen.

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Das Gerät weiß nicht, was ich trainiere 
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u just got pwnd 08. Mai 2017

Ganz einfach: so ein Armband wird primär dafür genutzt den Kalorienverbrauch zu...

u just got pwnd 08. Mai 2017

Primär wird so ein Armband i.d.R. genutzt um die verbrauchten Kalorien zu messen und...

glacius 05. Mai 2017

hört, hört....macht durchaus Sinn :) Ich habe mich entschieden so etwas gar nicht erst...

dopemanone 04. Mai 2017

habe meiner frau und mir vor einer weile die vivofit 3 geholt. +++ 1 jahr...



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