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Ich probiere den Vivosmart 3 im Sportstudio aus.
Ich probiere den Vivosmart 3 im Sportstudio aus. (Bild: Peter Steinlechner / Golem.de)

Das Gerät weiß nicht, was ich trainiere

Gleichzeitig soll das Vivosmart 3 nach dem Hochladen der Daten anhand der typischen Bewegungsmuster erkennen können, was ich konkret gemacht habe, also dass ich etwa die Langhantel benutzt habe. Das erledigt nicht der Tracker selbst, das erledigen die Server von Garmin, vermutlich anhand von aufwendigen Big-Data-Vergleichen.

In der Praxis fehlt da offenbar noch Big Data, denn die Erkennung liefert nur in wenigen Fällen grobe Treffer - etwa den Hinweis, dass ich vermutlich irgendetwas mit Armbewegungen nach oben gemacht habe. Die konkrete Übung hat das Gerät bei mir nie identifiziert.

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Immerhin kann ich das auf dem Portal Garmin Connect nachtragen, was aber noch extrem fehlerbehaftet ist. Aus einem 30-Minuten-Traing wird - vermutlich durch einen Bug bei den Zeitformaten - etwa eines mit einer Dauer von mehr als vier Stunden, dazu kommen weitere Probleme. Das kann ich zwar alles wieder korrigieren, aber dann sitze ich locker eine halbe Stunde nur an der Nachbearbeitung von ein bisschen Kraftsport.

Ebenfalls ärgerlich: Ich kann keine eigenen Übungen oder wenigstens Bezeichnungen anlegen; immerhin ist die Auswahl halbwegs sinnvoll zusammengestellt. Trotzdem, und auch wenn das Ganze in die richtige Richtung geht, für ein nicht gerade preisgünstiges Produkt ist es mir zu fehlerbehaftet und unvollständig.

Guter Fitnesstracker

Von diesen beiden Sonderfunktionen abgesehen arbeitet das Vivosmart 3 ordentlich bis sehr gut - so ähnlich wie die meisten anderen aktuellen Geräte von Garmin. Es erfasst neben dem Puls auch meinen Schlaf und die Schritte und schätzt auf dieser Basis die verbrauchten Kalorien. Natürlich zeigt es auch Nachrichten vom Smartphone an.

Ich kann Trainingseinheiten (Laufen, Cardio, Gehen und Sonstiges) mitsamt dem Puls aufzeichnen, auf dem Herstellerportal kann ich den Daten auch anderen Sportarten zuweisen. GPS-Daten erfasst das Vivosmart 3 nicht, die lassen sich auch nicht über ein mitgeführtes Smartphone dazukoppeln wie bei Fitbit.

  • Der Arbeitstag bei Golem.de ist mittelstressig - findet der Vivosmart 3.(Foto: Peter Steinlechner / Golem.de)
  • Auf dem Portal Garmin Connect gibt es detaillierte Daten über den Tagesverlauf. (Screenshot: Golem.de)
  • Auch die Hersteller-App schlüsselt den Tag bis auf die Minute genau auf. (Screenshot: Golem.de)
  • Sogar die Höhe des Stresslevels wird ermittelt... (Screenshot: Golem.de)
  • ... und eine Verlaufskurve angezeigt. (Screenshot: Golem.de)
  • Im Sportstudio zählt der Vivosmart die Sekunden und Minuten in einer Pause mit. (Foto: Peter Steinlechner / Golem.de)
  • Die Daten lassen sich im Portal editieren - wo es aber noch sehr viele Fehler gibt. (Screenshot: Golem.de)
  • So schön detailreich sehen die Daten erst nach dem Editoren aus. (Screenshot: Golem.de)
  • Der Vivosmart 3 misst den Puls mit zwei LEDs, und zwar praktisch immer. (Bild: Garmin)
  • Das Wearable ist in drei Farben erhältlich. (Bild: Garmin)
Im Sportstudio zählt der Vivosmart die Sekunden und Minuten in einer Pause mit. (Foto: Peter Steinlechner / Golem.de)

Eine Besonderheit ist das monochrome Touchdisplay (64 x 128 Pixel). Es verwendet OLED-Technologie und scheint durch einen ungewöhnlich matten, groben Kunststoff hindurch. Mir gefällt das besser als das kratzeranfällige, glänzende Plastik, das sonst oft zum Einsatz kommt. Allerdings zieht das Vivosmart 3 relativ stark Staub an. Außerdem ist das Display bei Sonnenschein schlecht bis gar nicht abzulesen.

Die Bedienung erfolgt ausschließlich über Wisch- und Tippbewegungen am Display, einen Schalter gibt es nicht. Das Wearable lässt sich nicht abschalten. Das macht es selbst, sobald nach rund vier bis fünf Tagen der Akku leer ist. Zum Einschalten muss es dann wieder über das Ladekabel aufgeladen werden.

 Garmin Vivosmart 3 im Test: Ein ruhiger Tag kann echt stressig seinVerfügbarkeit und Fazit 

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