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Die Vivoactive 3 hat noch einige technische Probleme - sie muss noch reifen.
Die Vivoactive 3 hat noch einige technische Probleme - sie muss noch reifen. (Bild: Katja Höhne/Golem.de)

Verfügbarkeit und Fazit

Ein weiteres Problem ist das Koppeln mit Garmin Connect, also dem Datenportal von Garmin. Im Normalfall macht man das über Bluetooth LE mit seinem Smartphone oder Tablet. Bei anderen Wearables der Firma hat das bei mir immer problemlos funktioniert. Die Vivoactive 3 hingegen hat das Smartphone oft nicht gefunden, eine Synchronisierung war dann nur umständlich über das Ladekabel und den USB-Anschluss eines PCs möglich. An manchen Tagen musste ich die Drahtlosfunktion des Wearables jeden Morgen neu einrichten - was auch deshalb besonders nervig ist, weil ich dann alle Einstellungen neu vornehmen muss.

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Ebenfalls Nachbesserungsbedarf gibt es beim Akku. Im GPS-Modus, also bei der Aufzeichnung von Routen etwa beim Laufen oder Radfahren, soll die Energie laut Garmin "bis zu 13 Stunden" lang ausreichen. Das würde bedeuten, dass eine Stunden Joggen etwa 8 Prozent der Akkuleistung beansprucht. In der Praxis bin ich auf deutlich höhere Werte gekommen: Meist waren es um die 12 bis 14 Prozent, manchmal sogar bis zu 22 Prozent. Damit sind maximal 8 Stunden Sport oder sogar noch deutlich weniger möglich.

Die Gründe? Unklar - laut den Foren des Herstellers gab es mit der ersten ausgelieferten Firmware ein technisches Problem, weswegen die Uhr teils sogar im Normalbetrieb nach wenigen Stunden keine Energie mehr hatte. Mit der aktuellen Firmware 2.60 soll das Problem eigentlich behoben sein, Berichte über eine schwache Akkuleistung gibt es aber nach wie vor - sie decken sich ungefähr mit meinen Erfahrungen. Ohne GPS, also im Alltag, soll die Vivoactive 3 bis zu sieben Tage schaffen. Das hat bei meinem Modell zwar nicht ganz geklappt, aber etwas mehr als fünf Tage hat das Wearable durchgehalten - das finde ich sogar noch in Ordnung.

  • Für sportliche Aktivitäten stehen mehrere Profile zur Verfügung. (Bild: Peter Steinlechner/Golem.de)
  • Den Puls misst die Vivoactive 3 mit drei LEDs am Handgelenk. (Bild: Katja Höhne/Golem.de)
  • Die Uhr findet das Signal der GPS-Satelliten meist innerhalb weniger Sekunden. (Bild: Peter Steinlechner/Golem.de)
  • Die Werte beim Sport sind übersichtlich angeordnet. (Bild: Peter Steinlechner/Golem.de)
  • Links die Vivoactive 3, rechts die deutlich größere Fenix 5; man erkennt kaum, dass beide exakt das gleiche Display verwenden. (Bild: Peter Steinlechner/Golem.de)
  • Die Vivoactive 3 hat ein um 2 Millimeter schmaleres Band als die Fenix 5. (Bild: Peter Steinlechner/Golem.de)
  • Beide Wearables verwenden den gleichen proprietären Ladeanschluss. (Bild: Peter Steinlechner/Golem.de)
  • Das Steuerungsmenü kann der Nutzer weitgehend selbst konfigurieren. (Bild: Garmin/Screenshot: Golem.de)
  • Die App Garmin Connect gibt es für iOS und Android. (Bild: Garmin/Screenshot: Golem.de)
  • Das Optionsmenü ist übersichtlich gestaltet. (Bild: Garmin/Screenshot: Golem.de)
  • Die Fenix 5 hat keine Probleme mit Bluetooth, die Vivoactive 3 schon ... (Bild: Garmin/Screenshot: Golem.de)
  • Die Benachrichtigungen lassen sich vollständig deaktiveren. (Bild: Garmin/Screenshot: Golem.de)
Das Steuerungsmenü kann der Nutzer weitgehend selbst konfigurieren. (Bild: Garmin/Screenshot: Golem.de)

Eine weitere Funktion der Vivosmart 3 ist derzeit übrigens gar nicht nutzbar: Eigentlich soll der Besitzer damit kontaktlos an Kreditkartenterminals bezahlen können. Der Hersteller bewirbt Garmin Pay (das heißt offiziell so) auf seinen Materialien - im Kleingedruckten steht aber dabei, dass es das erst irgendwann später geben soll; auch in den USA steht die Funktion noch nicht zur Verfügung.

Die Vivoactive 3 ist in drei Farbversionen ab 330 Euro erhältlich. Laut Hersteller ist die Sportuhr 11,7 Millimeter dick, der Durchmesser beträgt 43,4 Millimeter. Das Memory-in-Pixel-Display hat eine Größe von 1,2 Zoll und löst mit 240 x 240 Pixeln auf. Es ist die gleiche, immer sichtbare Art von Display wie bei quasi allen Garmin-Sportuhren und -Fitnesstrackern. Bei Sonneneinstrahlung ist es exzellent ablesbar, bei Dunkelheit nur mit aktivierter Hintergrundbeleuchtung.

Garmin gibt die Wasserdichtigkeit mit 5 ATM an - Schwimmen ist damit möglich (dabei wird der Puls übrigens nicht gemessen). Auf dem Gerät kann keine Musik gespeichert und abgespielt werden, allerdings lässt sich damit Musik auf dem Smartphone steuern. Wer mag, kann sich bei aktiver Kopplung die Benachrichtigungen seines Smartphones auf dem Display anzeigen lassen. Unter Android können Nachrichten mit vorgegebenen Antworten beantwortet werden, unter iOS geht das nicht. Über das Portal Garmin Connect können Sportler ziemlich gut gemachte Trainings (etwa Intervalle) auf das Gerät laden. Eine Reihe von externen Geräten wird über Bluetooth und Ant+ unterstützt.

Fazit

Ich finde, dass die Vivoactive 3 derzeit eine der schönsten Sport- und Fitnessuhren ist - oder zumindest eine der am wenigsten hässlichen. Das Wearable sieht ebenso schlicht wie elegant aus, und es trägt sich super komfortabel. Die GPS- und Herzfrequenzdaten wirken alles in allem stimmig, für Freizeit- und Hobbyathleten sind die erfassten Daten präzise und umfangreich genug für die Trainingssteuerung.

Die Freude darüber hat aber zumindest bei mir nicht sehr lange gewährt. Im Alltag stört vor allem das überempfindliche Touch-Display. Bei Aktivitäten muss ich den Bildschirm zwingend sperren, wenn ich zufällige Eingaben und damit Datenchaos vermeiden will - das hatte ich in der Form noch bei keinem anderen Wearable dieser Art. Die Bedienung mit Handschuhen und bei mehreren Kleidungsschichten ist eine sportliche Herausforderung, für die es eigentlich eine eigene App geben müsste.

Ebenfalls ärgerlich ist die zu kurze Akkulaufzeit. Besitzer einer Apple Watch träumen zwar von dem, was die Vivoactive 3 selbst im GPS-Modus schafft - trotzdem, wer im Frühling oder Sommer wieder längere Touren plant, kommt in Schwierigkeiten. Wem unterwegs dann die Energie ausgeht, hat im Normalfall wenig von den immerhin kurzen Ladezeiten. Hoffentlich bessert Garmin noch mit einer aktualisierten Firmware nach.

Dazu kommen weitere Probleme, die hoffentlich behoben werden. Mit entsprechenden Updates könnte die Vivoactive 3 irgendwann eine richtig gute Alternative zu teureren und größeren Konkurrenten sein - falls es bis dahin nicht schon wieder neue Modelle gibt. Beim aktuellen Stand der Dinge sollten Sportler aber lieber einen Bogen um das Gerät laufen, radeln oder schwimmen.

 Garmin Vivoactive 3 im Test: Bananaware fürs Handgelenk

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Wakesky 25. Jan 2018

Ich habe bei dieser Uhr das Problem, dass sie mir den Pace pro km nicht anzeigt. Obeohl...

Denkanstoss 18. Nov 2017

Ganz im Gegenteil, ich muss mein Smartfön nicht immer aus der Tasche holen, nur weil mal...

katze_sonne 16. Nov 2017

Musste schmunzeln.

katze_sonne 16. Nov 2017

Also die ich-Form finde ich bei solchen Artikeln immer wieder besser / glaubwürdiger...

Sergeij2000 16. Nov 2017

Ich habe mittlerweile diverse Geräte von Garmin durchprobiert - und jedes Mal hat die...



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