Garmin Venu 2: Verfügbarkeit und Fazit

Die Bedienung der Venu 2 erfolgt per Touchscreen sowie mit zwei gut gemachten Tasten an der rechten Seite. Die Uhr bietet ein Always-on-Display, das aber wesentlich mehr Energie benötigt als der Modus mit vollständig abgeschaltetem Bildschirm. Im Smartwatch-Modus dürfte die Akkulaufzeit von knapp 10 Tagen auf zwei bis vier Tage sinken.

Stellenmarkt
  1. Mitarbeiter für Konzeption und Qualitätssicherung (m/w/d Abteilung Warenwirtschaft
    ADG Apotheken-Dienstleistungsgesellschaft mbH, Mannheim
  2. Kaufmännische/n MitarbeiterIn Chemie Branche mit Labor-Kenntnissen (m/w/d)
    Adecco Personaldienstleistungen GmbH, Freiburg
Detailsuche

Die Aktivierung per Geste funktioniert relativ schlecht: Im voreingestellten Modus mit der Empfindlichkeit auf "niedrig" dauert es insbesondere bei anderweitigen Bewegungen (Spaziergang) ein paar Sekundenbruchteile zu lang, bis man endlich die Uhrzeit ablesen kann. Und mit Empfindlichkeit auf "hoch" leuchtet es ständig am Handgelenk - das nervt.

Die Venu 2 noch ein paar Bugs: So wurde bei uns an manchen Tagen die eigentlich recht gute Schlafanalyse zwar auf der Uhr angezeigt, aber nicht auf das Portal von Garmin übertragen. Teils ging es beim Synchronisieren per Bluetooth nicht, dann wieder schlug es per WLAN fehl.

Dann ging es mit beiden Übertragungsarten, dann wieder gar nicht. Mit unserer Fenix 6 kennen wir dieses Problem bei sonst sehr ähnlicher Technik gar nicht. Ein anderer Bug betrifft die Auswahl der digitalen Zifferblätter, was gerne mal zu einem Totalabsturz des Wearables führt (Garmin arbeitet an einer Lösung).

Ärgerlich: Anders als bei den meisten anderen Wearables von Garmin können wir GPS-Sporteinheiten nicht vollständig pausieren und ein paar Stunden später wieder fortsetzen - kurze Pausen sind aber möglich. Bei längeren Unterbrechungen können Bastler die FIT-Dateien später nur mit Werkzeugen wie FIT File Tools zusammenfügen.

Garmin Venu 2Garmin Venu 2S
Größe & Gewicht45,40 x 45,40 x 12,20 mm bei 49 Gramm40,40 x 40,40 x 12,10 mm bei 38,2 Gramm
Display1,3 Zoll mit 416 x 416 Pixel1,1 Zoll mit 360 x 360 Pixel
Wasserdicht und Höhenmesser5 ATM, barometrischer Höhenmesser5 ATM, barometrischer Höhenmesser
Akkulaufzeit laut HerstellerSmartwatch-Modus: bis zu 11 Tage. GPS-Modus mit Musik: bis zu 8 Stunden. GPS-Modus ohne Musik: bis zu 22 Stunden. Energiespar-Smartwatch-Modus: bis zu 12 Tage.Smartwatch-Modus: bis zu 10 Tage. GPS-Modus mit Musik: bis zu 7 Stunden. GPS-Modus ohne Musik: bis zu 19 Stunden. Energiespar-Smartwatch-Modus: bis zu 11 Tage.
PositionsdatenGPS, Galileo, GlonassGPS, Galileo, Glonass
Fitnessfunktionen (exemplarisch)Schritte, Kalorien, Schlaf, Stockwerke, VO2maxSchritte, Kalorien, Schlaf, Stockwerke, VO2max
Sportfunktionen (exemplarisch)Laufen, HIIT, Radfahren, Kraftsport, Wandern usw.Laufen, HIIT, Radfahren, Kraftsport, Wandern usw.
Smartwatch-Funktionen (exemplarisch)Benachrichtigungen, Wetter, Telefon suchen, KalenderBenachrichtigungen, Wetter, Telefon suchen, Kalender
KonnektivitätiOS, Android, Bluetooth (mit Einschränkungen), ANT+ und WLANiOS, Android, Bluetooth (mit Einschränkungen), ANT+ und WLAN
Offline-Karten, MusikwiedergabeKeine Offlinekarten, bis zu ca. 2.000 SongsKeine Offlinekarten, bis zu ca. 2.000 Songs
Garmin Venu 2 und Venu 2S

Die Garmin Venu 2 und die Venu 2S sind für rund 400 Euro in mehreren Farbversionen erhältlich. Die Wearables sind laut Hersteller wasserdicht bis 5 ATM. Anders als bei der ersten Venu gibt es noch keine Version mit stromsparendem MIP-Display - ein solches Modell müsste dem Vorgänger entsprechend Vivoactive 5 heißen.

Fazit

Garmin hat die Benutzeroberfläche der Venu 2 gegenüber den Vorgängermodell spürbar optimiert. Die Apps und Widgets sehen schöner aus, die Bedienung macht dank pfiffigen Ideen wie der seitwärts scrollbaren Herzfrequenzanzeige im Großen und Ganzen viel Spaß.

Dank geringem Gewicht trägt das Gehäuse kaum auf, die Verarbeitung wirkt gelungen, die Druckpunkte bei den Tasten sitzen und die neuen Sensoren gehören zum Besten, was der Markt derzeit hergibt. Da ist es doppelt unverständlich, dass es keine Auswertung von Trainingsbelastung und Erholung gibt.

Garmin Venu 2S - schlanke GPS-Fitness-Smartwatch mit ultrascharfem 1,1" AMOLED-Touchdisplay, umfassenden Fitness-/Gesundheitsfunktionen, über 25 vorinstallierten Sport-Apps, Garmin Music & Garmin Pay

Der unter direktem Sonnenlicht gerade noch einigermaßen ablesbare Amoled-Bildschirm hat zwar etwas viel Rand, aber das fällt im Alltag kaum auf. Auch die Akkulaufzeiten sind für eine Smartwatch mit diesem Funktionsumfang und einem aktiv leuchtenden Display ziemlich gut.

  • Eines der Zifferblätter der Venu 2 (Foto: P. Steinlechner/Golem.de)
  • Das gleiche Zifferblatt in der stromsparenden Always-on-Version (Foto: P. Steinlechner/Golem.de)
  • Die Übersicht mit Sport- und Gesundheitsdaten hat Garmin sichtbar überarbeitet. (Foto: P. Steinlechner/Golem.de)
  • Ein besonders sportlich aussehendes Zifferblatt (Foto: P. Steinlechner/Golem.de)
  • Um die vor mehreren Stunden gemessen Werte zu sehen, muss man nach rechts wischen. (Foto: P. Steinlechner/Golem.de)
  • Auch Musikfunktionen sind auf der Venu 2 und der Venu 2S enthalten. (Foto: P. Steinlechner/Golem.de)
  • Laufen, Radfahren und andere Sportarten sind natürlich vorinstalliert. (Foto: P. Steinlechner/Golem.de)
  • Die Anzeige der Trainingsseiten lässt sich frei konfigurieren. (Foto: P. Steinlechner/Golem.de)
  • Nach dem Training sehen wir die Laufstrecke - Karten sind auf der Venu 2 aber nicht verfügbar. (Foto: P. Steinlechner/Golem.de)
  • Die neu entwickelten Elevate-V4-Sensoren auf der Rückseite (Foto: P. Steinlechner/Golem.de)
  • Eine mit der Venu 2 erfasste Laufeinheit in Garmin Connect (iOS) (Bild: Garmin/Screenshot: Golem.de)
  • Beim Krafttraining werden die beanspruchten Muskelgruppen markiert - das klappt aber nur sehr eingeschränkt. (Bild: Garmin/Screenshot: Golem.de)
  • Einige der ermittelten Alltagswerte (Bild: Garmin/Screenshot: Golem.de)
  • Das Optionenmenü für die Venu 2 auf einem Smartphone (Bild: Garmin/Screenshot: Golem.de)
  • Den Inaktivitätsalarm kann man auch ausschalten. (Bild: Garmin/Screenshot: Golem.de)
  • Die Venu 2 bietet eine Reihe vorkonfigurierter Sporteinheiten. (Bild: Garmin/Screenshot: Golem.de)
Um die vor mehreren Stunden gemessen Werte zu sehen, muss man nach rechts wischen. (Foto: P. Steinlechner/Golem.de)

Der letzte Funke springt bei der Venu 2 trotzdem nicht über. Garmin hat in den letzten Jahren mit der Fenix oder der Instinct Solar einige wegweisende Sportuhren veröffentlicht. Die Venu 2 hat zu viele Detailmängel, etwa die schlechte Gestenaktivierung, plus momentan eine ungute Mischung aus - lösbaren - Bedienproblemchen und Softwarefehlerchen.

Dazu kommt: Wer Amoled statt der stromsparenden Display-Alternativen von Garmin möchte, will doch vermutlich auch sonst mehr Glitzer und Schick am Handgelenk. Das Kunststoffgehäuse der Venu 2 fühlt sich gar nicht übel an und die Metall-Lünette gefällt.

Im Direktvergleich wirken aber eine annähernd gleich teure Apple Watch und sogar die viel günstigere Huawei Watch GT 2 Pro (Test auf Golem.de) eine ganze Klasse wertiger.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 Garmin Venu 2 im Test: Sportlich unterfordert und stark überteuert
  1.  
  2. 1
  3. 2


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
PC-Hardware
Grafikkarten werden günstiger und besser verfügbar

Die Preise für Grafikkarten sind zuletzt gesunken, es gibt mehr Pixelbeschleuniger auf Lager. Das hat mehrere Gründe.

PC-Hardware: Grafikkarten werden günstiger und besser verfügbar
Artikel
  1. Razer Blade 14 im Test: Der dreifach einzigartige Ryzen-Laptop
    Razer Blade 14 im Test
    Der dreifach einzigartige Ryzen-Laptop

    Kompakter und flotter: Das Razer Blade 14 soll die Stärken des Urmodells mit der Performance aktueller Hardware vereinen - mit Erfolg.
    Ein Test von Marc Sauter

  2. Bundesdruckerei: Pilotbetrieb für digitale Schulzeugnisse gestartet
    Bundesdruckerei
    Pilotbetrieb für digitale Schulzeugnisse gestartet

    Das digitale Schulzeugnis soll vieles einfacher und sicherer machen, zunächst gehen drei Bundesländer mit IT-Experten in die Erprobung.

  3. Oberleitungs-Lkw: Herr Gramkow will möglichst weit elektrisch fahren
    Oberleitungs-Lkw
    Herr Gramkow will möglichst weit elektrisch fahren

    Seit anderthalb Jahren fährt ein Lkw auf der A1 elektrisch an einer Oberleitung. Wir haben die Spedition besucht, die ihn einsetzt.
    Ein Bericht von Werner Pluta

ruediger2010 31. Mai 2021 / Themenstart

Braucht die Uhr hier wirklich die Verknüpfung der Einheit mit dem Puls? Dachte das läuft...

ernstl 26. Mai 2021 / Themenstart

Es fehlt ein entscheidendes Detail: Die Augmented-Reality-Brille, die dem Kind...

budweiser 23. Mai 2021 / Themenstart

Glaube ich nicht. Gibts dazu eine Quelle? Iphone und Air Pods Case kann ich auf jedem...

christian_k 22. Mai 2021 / Themenstart

Das stimmt so nicht. Die Venu 2 kenne ich nicht, ich habe aber andere Garmin Uhren (FR...

hudi 22. Mai 2021 / Themenstart

Ich finde das Test-Format zwar auch schön (viele Dinge gut zusammengefasst), Nur kommt...

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Schnäppchen • Orange Week bei Cyberport mit bis zu -70% • MSI Optix G32CQ4DE 335,99€ • XXL-Sale bei Alternate • Creative SB Z 69,99€ • SanDisk microSDXC 400 GB 39€ • Battlefield 4 Premium PC Code 7,49€ • Prime-Filme leihen für je 0,99€ • GP Anniversary Sale - Teil 4: Indie & Arcade • Saturn Weekend Deals [Werbung]
    •  /