Garmin: Sportuhr Vivoactive 3 verfügt über Riffelrandsteuerung
Die Vivoactive-Reihe gehört bei Garmin(öffnet im neuen Fenster) zu den Bestsellern, jetzt hat die Firma auf der Ifa 2017 in Berlin das neuste Modell vorgestellt. Die Vivoactive 3 unterscheidet sich mit ihrem runden Design deutlich von den viereckigen Vorgängern, die alle ein bisschen an die Apple Watch erinnern. Das neu konstruierte Gehäuse bietet eine Besonderheit: Die Bedienung erfolgt über ein seitlich verbautes, leicht geriffeltes Touchpad – Garmin nennt es Side Swipe – und einen einzelnen Drücker sowie über ein Touchdisplay.

Die Vivoactive 3 verfügt als erste Sportuhr von Garmin über eine Bezahlfunktion per NFC. In der deutschen Pressemitteilung steht aber nur, dass das Wearable dafür "gerüstet" sei – wann das Verfahren in Deutschland tatsächlich verwendet werden kann, sagt der Hersteller noch nicht. Im Grunde ist das aber sowieso egal: Bevor deutsche Ausflugsgaststätten oder Kioske NFC verwenden, müssten sie erst mal halbwegs flächendeckend EC-Karten akzeptieren – so lange dürfen Läufer und Radfahrer Bargeld mitnehmen.
Die Vivoactive 3 kann die Daten von 15 Sportarten per vorinstallierter App aufzeichnen. Außerdem misst das Gerät die Herzfrequenz sowie den Stresslevel rund um die Uhr – das kann bislang nur die Vivosmart 3 von Garmin, sehr aussagekräftig sind die Werte laut unserem Test nicht. Ganz praktisch für Läufer und Radfahrer ist dagegen, dass auch der VO2max geschätzt wird, was bislang den teureren Sportuhren von Garmin vorbehalten ist, etwa der Forerunner 935. Dazu unterstützt die Uhr wie praktisch alle Wearables des Herstellers auch die Anzeige von Benachrichtigungen, die vom Smartphone per Bluetooth LE übertragen werden, misst Schritte und den Schlaf.
Die Akkulaufzeit liegt bei acht Tagen beziehungsweise bei 13 Stunden mit laufender GPS-Aufzeichnung. Die Vivoactive 3 soll im Laufe des Septembers 2017 verfügbar sein. Der Preis liegt bei rund 330 Euro für ein Modell mit silberner Lünette und bei 360 Euro für ein Modell mit schwarzer Lünette. Zur Wasserfestigkeit hat Garmin keine Angaben gemacht.
Vivosport
Fast den Funktionsumfang einer Sportuhr, aber im schlanken und nur 11 Millimeter dicken Gehäuse eines Fitnesstrackers, bietet die Vivosport. Das Gerät unterstützt die Aufzeichnung von GPS-Routen und der Herzfrequenz am Handgelenk. Mit den vorinstallierten Apps lassen sich Lauf-, Radfahr-, Kraft- und Wiederholungstrainings aufzeichnen – über das Portal Garmin Connect können die Daten aber nachträglich auch anderen Sportarten zugewiesen werden, sodass die Beschränkung auf der Vivosport eigentlich keine Rolle spielt.

Außerdem gibt das Gerät eine Schätzung über den VO2max-Wert an, ermittelt den Stresslevel, zählt Schritte und Stockwerke und misst den Schlaf. Die Bedienung erfolgt über ein Farb-Touchdisplay. Die Akkulaufzeit gibt Garmin mit bis zu sieben Tagen im Alltag oder bis zu 8 Stunden im GPS-Modus an. Der Preis liegt bei 200 Euro, die Veröffentlichung soll im September 2017 erfolgen.
Vivomove HR
Als dritte Neuheit hat Garmin auf der Ifa 2017 die Vivomove HR präsentiert. Das ist ein Hybrid aus einer klassisch anmutenden Armbanduhr mit echten Zeigern, die über einem monochromen OLED-Touchdisplay die Uhrzeit zeigen. Das Wearable verfügt nicht über ein GPS-Modul, mit den vorinstallierten Apps für Laufen, Fahrradfahren, Kraft- und Wiederholungstraining lassen sich also keine Routendaten aufzeichnen.

In erster Linie bietet die Vivomove HR den Leistungsumfang eines Fitnesstrackers: Sie misst Schritte, Stress und den Schlaf sowie rund um die Uhr den Puls. Auch den VO2max-Wert schätzt das Gerät. Es ist bis 50 Meter Tiefe wasserdicht und kann mit einer Akkuladung 14 Tage nur die Uhrzeit zeigen oder fünf Tage lang die Bewegungsdaten des Nutzers aufzeichnen.
Die Vivomove HR soll im Laufe des Septembers 2017 in mehreren Farbvarianten auf den Markt kommen. Der Preis mit einem Sportarmband aus Kunststoff liegt bei 200 Euro, mit einem Lederarmband sind 100 Euro mehr fällig.
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